Tag 82 – Besuch des Generalkonsuls

Liebe Leser_innen,

gestern war eigentlich der einzige wirklich spannende Tag der letzten Woche, deshalb werde ich einfach ausführlich über diesen Tag berichten.

Die ganze Woche lang bereiteten wir uns auf den Besuch des Generalkonsuls aus Jekaterinburg vor. Ich hatte viele Infos über alle deutschen Bundesländer zusammengesucht, bei der Einstudierung einiger Märchen-Theaterstücke geholfen und eine Unterrichtsstunde vorbereitet, bei der der Konsul und die anderen Gäste zuschauen sollten. Es war wirklich unglaublich zu sehen, was für einen aufwändigen Jahrmarkt wir mit nur vier Wochen Planung zustandegebracht hatten. Ich werde gar nicht mehr erzählen, schaut es euch hier an. (Es lohnt sich, die 12 Minuten durchzuhalten!)

Mein Unterricht bestand darin, einen Sketch von Loriot anzuschauen und Fragen dazu zu besprechen. Anschließend sollten die Schüler_innen den Dialog üben und vorspielen. Die Gäste fanden den Film – wie erwartet – sehr lustig, die Klasse hat den Humor nicht ganz verstanden, glaube ich… Der Konsul sagte mir später, ihm hätte der Unterricht sehr gefallen. Falls jemand diesen Sketch nicht kennt (Bildungslücke!), dann schaut ihn euch hier an:

Nach dem Unterricht gab es eine „Pressekonferenz“, bei der einige Schüler_innen Fragen vorbereitet hatten, teilweise über Themen wie Musik und Sport, aber auch über z.B. Studieren in Deutschland. Danach gab es eine „coffee break“ (das heißt hier wohl tatsächlich so, wenn ich auch etwas länger brauchte, um das englische Wort in russischer Aussprache zu erkennen). Es gab Kaffee, Tee, Obst, Blini und einige baschkirische Spezialitäten, die irgendwie alle aus frittiertem Teig in verschiedenen Ausführungen bestehen und entweder in Zucker oder Honig gewälzt sind. Zum Beispiel чак-чак (Tschak-tschak), da sieht der Teig aus wie größere Erdnussflips, und die einzelnen Teile sind zu einem Berg aufgetürmt (die Höhe kann beliebig variiert werden) und mit (baschkirischem!) Honig übergossen. Sehr klebrig, sehr süß, sehr lecker.

Danach durfte ich freundlicherweise mit dem Konsul und zwei Begleiterinnen im Auto mit in die Stadt fahren. Wir fuhren zuerst ins Goethe-Zentrum am anderen Ende der Stadt. Das ist quasi eine kleine Sprachschule vom Goethe-Institut, die berechtigt ist, Sprachkurse zu geben und Prüfungen durchzuführen. Da wollte ich mich sowieso noch melden, um mich als Helferin im Sommer anzubieten, wenn in der Schule nichts mehr zu tun ist. Und weil ich jetzt schon da war, habe ich das gleich vorgeschlagen und die Mitarbeiter waren ganz begeistert von der Idee. Ich werde dann also ab Mitte Juli im Sommersprachkurs mithelfen, dann habe ich was zu tun und lerne auch nochmal ein anderes Arbeitsumfeld kennen. Der einzige Nachteil ist, dass ich jeden Tag über eine Stunde mit dem Bus dorthin fahren muss. Aber das ist zum Glück nur lang und nicht teuer.

Zum Abschluss fuhren wir dann ins Stadtzentrum, um den Frühlingsball zu sehen. Da versammeln sich die Absolventen aller Schulen in Ufa auf dem Sowjetischen Platz und tanzen verschiedene Tänze. Ich habe zwar auch Fotos und Videos gemacht, aber am besten sind natürlich die Luftaufnahmen der Veranstalter. Das Ganze ist nämlich vom Internet- und Mobilfunkanbieter Ufanet organisiert und natürlich keine schlechte Werbeaktion. Deshalb schaut euch lieber dieses Video an, da sieht man am Anfang und am Schluss ganz gut die Dimensionen der Veranstaltung (und es ist kein verwackeltes Handyvideo). Soweit ich weiß, waren da 5000 Schüler_innen beteiligt. So ein Abschlussball hätte mir auch gefallen…

Ich bin jedenfalls immer noch beeindruckt, wie feierlich die meisten Veranstaltungen hier sind. Manchmal wirkt es auf mich etwas übertrieben, aber es macht trotzdem Spaß, in diese Feierlichkeit mit einzusteigen und sie einfach zu genießen. Und beim Schulabschluss ist diese Festlichkeit auf jeden Fall gerechtfertigt!

Und wie geht es jetzt weiter? Am Donnerstag fliege ich nach Berlin, um ein neues Visum zu beantragen, und am Samstag geht es dann nach Wroclaw, wo am Sonntagmittag der Bus zum Ort des Zwischenseminars fährt. Das geht dann bis Donnerstag, am Freitag hole ich meinen Pass (hoffentlich mit Visum drin!) in Berlin ab und fliege am Samstag wieder nachhause. Merkt ihr was? Ufa ist für mich schon „zuhause“ 🙂

Frag doch mal in Russland #2 Bildung, Arbeit, Chancen

Liebe Leser_innen,

dieser Beitrag ist das zweite Interview im Rahmen des Projekts „Frag doch mal in…“, diesmal wieder mit Svetlana, meiner Vermieterin und Mitbewohnerin. Sie ist 65 Jahre alt und war früher Deutschlehrerin an meiner Einsatzstelle, der Schule 103. Das Thema lautet dieses Mal „Bildung, Arbeit, Chancen“.

Wie war Ihre Laufbahn von der Schule bis zum Ende Ihrer Arbeit?

Als ich in der Schule lernte, wusste ich nicht, was ich werden will. Ich hatte keinen Traum, ich hatte keine Ziele. Ich war in einer sehr schweren Situation. Aber ich hatte zwei Beispiele vor mir, nämlich meine Schwestern. Ich hatte auch ein Beispiel von meinem Vater, von meiner Mutter, von meinem Großvater sogar. Er war ein Dorflehrer, er war sehr lange der einzige Lehrer in seinem Dorf. Und  sehr viele Generationen von Kindern hat er unterrichtet. Und mein Vater hat auch die pädagogische Fachschule beendet, aber als Lehrer arbeitete er nicht. Warum? Er war Mitglied der Kommunistischen Partei, und die Partei hat ihm gesagt: „Sie sollen in der Landwirtschaft arbeiten.“ Die Landwirtschaft war schlecht, man brauchte sehr viele Kräfte, um sie zu verbessern. Und sehr viele Jahre, 30 oder 40 Jahre, arbeitete er als Vorsitzender eines Kolchos. Aber meine ältere Schwester hat ihren Beruf ganz zielstrebig gewählt. Sie wusste schon in der Schule, dass sie Lehrerin werden will, und sie bereitete sich selbst auf diesen Beruf vor. Und sie wollte Russischlehrerin werden, aber als sie in die pädagogische Hochschule in Birsk gekommen ist, hat die Prüfungskommission ihre Fremdsprachenkenntnisse geprüft, in Deutsch, und sie haben ein paar Fragen auf Deutsch gestellt, Luise hat geantwortet, und das hat ihnen gefallen, und sie haben gefragt: „Warum wollen Sie Russischlehrerin werden? Bitte arbeiten Sie lieber als Deutschlehrerin! Das ist viel interessanter, hat mehr Prestige, und Sie haben gute Kenntnisse. Bitte schreiben Sie sich an unserer Fakultät ein!“ Das ist die Fakultät der Fremdsprachen, Deutsch und Französisch.
Nach Luise ist meine zweite Schwester in diese Stadt, in diese Fachschule gegangen, und sie wurde auch Studentin dort. Mir blieb also nichts anderes übrig, ich ging auch in diese Schule. Die zweite Schwester wurde Russischlehrerin, Luise Deutsch- und Französischlehrerin, und ich wollte nur Fremdsprachen lernen, Russisch wollte ich nicht. Aber in der Schule lernte ich sehr gut, besonders gut waren für mich Literatur, Geschichte und Fremdsprachen. Mathematik war schwerer, bis zur 9. Klasse waren alle meine Noten nur 5 [beste Note in Russland], aber in der 10. Klasse, 11. Klasse, war ich in Mathematik nicht mehr gut, und Physik war besonders schwer für mich. Aber Chemie war viel besser.
Ich war schon verheiratet, ich hatte schon Kinder, aber in meinem Traum sah ich solche Bilder: ich stehe an der Tafel in der Physikstunde, und soll eine physikalische Aufgabe lösen, das war schrecklich! Und als ich verstand, dass das ein Traum war, war ich so glücklich.

Was für eine Schule haben Sie besucht?

Bei uns hatten wir nur eine einzige Schulart, eine Mittelschule von der 1. bis zur 11. Klasse.

Wann sind Sie in den Beruf eingestiegen? Haben Sie gleich hier in Ufa gearbeitet?

Als ich Studentin war, hatten wir in unserem Land eine Studentenbewegung, die Baugruppen. Ich wurde auch mit meinen Freundinnen und Mitstudentinnen Mitglied einer solchen Baugruppe. Nach dem 1. Studienjahr ist eine Gruppe von ca. 100 Studenten in die Vorstadt von Ufa gekommen, um in einer Baustelle eine Firma für die Viehfarm zu bauen. Fast 100 Mädchen und nur 3 oder 4 Jungen. Kannst du dir das vorstellen? Wir Mädchen trugen Beton, das war so schwierig. Wir gruben Erde für das Fundament usw. Die Arbeit war sehr schwierig, aber sehr interessant und nach der Arbeit war es sehr lustig. Wir wohnten in Zelten unter den Birken. Rechts war ein Kornfeld, das war eine sehr romantische Atmosphäre, und damals habe ich meinen zukünftigen Mann kennengelernt. Er war auch Student, er leitete eine solche Baugruppe, aber nicht von unserem Institut, sondern von Ufa. Er war Student der landwirtschaftlichen Hochschule. Er sollte Ingenieur werden. Das war nach dem ersten Studienjahr, und zwei Jahre lang haben wir uns getroffen. Er kam in meine Stadt, und dann kam ich nach Ufa, und nach zwei Jahren veranstalteten wir die Hochzeit. Sehr viele Studenten waren bei unserer Hochzeit, das war sehr lustig, aber für meine Mutter war das nicht leicht, denn vieles hat sie selbst gemacht und sie hatte fast keine Helfer. Und es gab Probleme, ich konnte nicht einmal ein Brautkleid kaufen. Es gab das nicht, in den Kaufhäusern gab es überhaupt keine solchen Kleider, und wir suchten, wir schrieben nach Moskau, aus Moskau haben sie uns Stoffe geschickt usw. Das ist eine andere Geschichte, man kann darüber sehr lange sprechen. Aber wir wurden Frau und Mann. Und von der Stadt Birsk bin ich nach Ufa umgezogen. Mein Mann hat viel dafür gemacht, und er hat auch im Studentenwohnheim ein Zimmer für uns organisiert, und er war sehr aktiv in diesem Institut, und darum kamen die Leiter des Instituts ihm entgegen und machten vieles für ihn. Also bekamen wir ein solches Zimmer. Das waren sogar 2 kleine Zimmer, eine Küche und ein Wohnzimmer. Und im 5. Studienjahr ist Ina geboren, im Dezember. Und als wir studierten, damals, bekamen alle Studenten Papiere, wo geschrieben wurde: die Stadt, die Organisation, der Betrieb oder die Schule, wo die Absolventen arbeiten sollten. Weil ich schon verheiratet war, gaben sie mir kein solches Papier. Ich musste oder sollte selbst meine Arbeitsstelle auswählen. Das Studium an der Fakultät der Fremdsprachen hat mir sehr gut gefallen, vieles, die Aussprache usw. Aber Deutsch hat man uns sehr schlecht beigebracht, das war ein junger Professor, wir machten ihm schöne Augen. Er war nicht streng, er hatte keine Erfahrung, er war ein sehr, sehr junger Professor und konnte nichts von uns fordern. Aber ich hatte gute Noten, weil ich Deutsch in der Schule gelernt hatte.

Als Sie angefangen haben, in der Schule zu arbeiten: Wo haben Sie angefangen?

Ich habe mir selbst Arbeit gesucht. Ich ging in eine Schule: „Brauchen Sie eine Deutschlehrerin oder nicht?“ – Nein, sagten sie mir. Endlich, in der Schule 102, hat man mir gesagt: „Ja, wir brauchen eine Deutschlehrerin, weil unsere Deutschlehrerin schwanger ist.“ Und ich begann zu arbeiten. Ich war eine so junge Lehrerin, und meine Schüler waren schon in der 11. Klasse. Und solche großen Jungen saßen da. Und jetzt lachten sie und strahlten mich mit den Augen an wie wir unseren Deutschprofessor.
Die Arbeit war sehr schwierig für mich. Jetzt verstehe ich, die Arbeit des Lehrers ist nicht für mich. Aber ich war sehr tüchtig. Die Disziplin war für mich am Anfang ein Problem. Sogar bei den kleinen Schülern, in der 5., in der 6. Klasse. Ich meinte, ich liebe sie, und darum sollen sie mich auch lieben. Warum muss ich so streng sein? Ich will nicht so streng sein, ich liebe sie, und das ist genug! Aber die Kinder sind nicht so. Eine alte Deutschlehrerin, Galina, sagte mir: „Oh, Svetlana, ich verstehe dich nicht. Sie sind so klein, warum sind sie so undiszipliniert in deiner Stunde? Es ist so leicht, sie dazu zu bringen, sich zu benehmen!“ Nach vielen Jahren habe ich es verstanden, und ich konnte auch eine gute Disziplin in der Stunde haben.

Wie lange haben Sie als Lehrerin gearbeitet, bevor Sie ins Schulamt gegangen sind?

Ich habe in der Schule 102 zwei Jahre gearbeitet, und dann ist diese Lehrerin zurückgekommen, und ich begann wieder, Arbeit zu suchen. Und in der Schule 103 habe ich diese Arbeit gefunden. Da habe ich 25 Jahre gearbeitet. Das war eine sehr interessante Zeit, wir hatten mit den Schülern viele interessante Schulabende. In unseren Schulen gab es die Tradition, dass am Ende des Schuljahres die Schüler mit den Lehrern Ausflüge machten. Diese Ausflüge waren sehr interessant und nicht nur für ein paar Stunden: wir wohnten in Zelten, wir fuhren mit dem Zug, dann gingen wir zu Fuß… Ein Ausflug mit meinen Schülern dauerte eine Woche. Wir waren in interessanten Höhlen in Regionen, die sehr weit von Ufa waren, wo es sogar keine Elektrizität gab. Die Leute wohnten in den Dörfern, aber sie hatten da keine Elektrizität, das kann man sich heute unmöglich vorstellen, aber es war so. Und die Schüler mochten das sehr.

Wie lange haben Sie im Schulamt gearbeitet?

8 Jahre. Und ich habe verstanden, dass das meine Bestimmung war. Das war eine schöpferische Arbeit, ich war für die methodische Arbeit verantwortlich. Aber diese Arbeit war sehr schlecht bezahlt, sogar die Lehrer verdienten mehr als ich. Das ist paradox, meiner Meinung nach. Ich half den Lehrern, ich leitete und koordinierte die Arbeit, aber mein Lohn war so klein. Aber ich litt nicht, weil mein Mann gut verdiente. Die Arbeit war sehr interessant, und eine Richtung – das kann ich ohne Bescheidenheit sagen – habe ich in unserem Bezirk entwickelt, das ist eine wissenschaftliche Arbeit der Schüler. Die Schüler schreiben über verschiedene Projekte, sie bearbeiten eine Frage und schützen ihre Projekte. Das ist sehr interessant, sie machen sehr, sehr viel, um ihr Projekt zu schützen, und die Schüler haben jetzt sehr viele Auszeichnungen für ihre Projekte, zuerst in der Stadt, und dann auch in anderen Regionen.

Welche Berufe sind in Russland am besten bezahlt oder am angesehensten?

Gazprom, die Erdölbetriebe. Aber man muss sagen: die Leiter bekommen sehr viel, aber die Arbeiter nicht. Die Leiter bekommen unmöglich, undenkbar viel.
In der Bank kann man auch viel Geld verdienen. Die Leute, die verkaufen – wenn sie gut verkaufen, bekommen sie viel Geld, und die Direktoren, die Manager auch. Und Richter verdienen auch sehr gut! Meine Rente ist z.B. 15.000 Rubel und die Rente von einem Richter ist 75.000 Rubel, so viel mal größer. Die Stadtangestellten – ihre Rente ist auch gut, mehr als z.B. die Rente der Lehrer, der Ärzte…

Was ist Ihre persönliche Meinung zum russischen Bildungssystem?

Früher war die Bildung sehr gut, meiner Meinung nach. Wir hatten keine Tests, keine einheitlichen staatlichen Tests für alle Schüler im ganzen Land. Warum ist das schlecht? Ihr Denken entwickelt sich nicht, sie sollen nur viele Fakten wissen. Und dann: Plus, Minus, Plus, Minus…
Wir hatten früher andere Prüfungen: die Schüler sollten eine Frage beantworten, mündlich, sie sollten z.B. eine Theorie beweisen, sie sollten ihre Position beweisen. Natürlich war das nicht leicht. Wir hatten Abschlussprüfungen, und als wir das Abitur hatten, mussten wir auch Prüfungen bestehen, um in die Hochschule zu kommen. Zweimal – im Juni in der Schule und im August hatten wir Prüfungen in der Hochschule, die wir gewählt hatten. Das war nicht leicht. Sehr viele junge Lehrer wissen schon nichts mehr davon, aber die Lehrer, die schon seit langem arbeiten und die selbst in einem anderen System gelernt hatten – alle schimpfen auf diese Tests. Und die Mitglieder unserer Regierung, unsere Abgeordneten, sie diskutieren viel über die Bildung.

Wie lange studiert man normalerweise?

Normalerweise in einer Hochschule 5 Jahre, aber es gibt jetzt Bachelor und Master. Früher studierten alle 5 Jahre, und manche 6 Jahre. Zur Zeit gibt es die Studenten, die 3 Jahre studieren und dann den Bachelor haben, und nach zwei Jahren den Master. Aber nicht alle Hochschulen sind so.

Soweit ich weiß, muss man immer Russisch, Mathematik und Sport studieren, egal, welches Fach man studiert.

Mathematik, ja. Früher war das nicht so. Ich habe die Fremdsprachenfakultät gewählt, und an unserer Fakultät hatten wir keine Mathematik, wozu? Oder Psychologie, wozu Biologie, wozu Mathematik? Aber jetzt ist Mathematik überall, warum? Fast alle Abiturienten wollen eine Hochbildung haben. Aber das Land braucht nicht so viele Fachmänner mit Hochbildung. Unser Land braucht viele Arbeiter. Und darum ist Mathematik seit einigen Jahren überall. Und alle sind erstaunt, wozu Mathematik? Das ist eine Barriere, und die Universitäten mit hohem Ansehen, z.B. MGU in Moskau, die beste Universität in unserem Land, und die Bauman-Universität, haben begonnen, den Abiturienten ihre eigenen Prüfungen zu stellen. Früher hatten wir sehr viele Fachschulen [Berufsschulen], und die Schüler, die diese Schule absolviert hatten, gingen in die Werke, in die Fabriken, sie wurden gute Fachleute, und zur Zeit braucht unser Land solche Fachleute, aber diese sehr guten Fachschulen waren ganz zerstört, wir haben nur noch sehr wenige. Und unser Land braucht sehr viele solche Leute, Arbeitsmänner, Arbeitshände.

Welche verschiedenen Schularten gibt es in Russland?

Bei uns gibt es Mittelschulen: sie vereinigen Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe. Es gibt auch Gymnasien, d.h. Schulen, wo humanistische Fächer sehr gut unterrichtet werden, Literatur, Fremdsprachen, Geschichte. Es gibt auch Lyzeen. Im Lyzeum werden die „genauen“ Wissenschaften, Mathematik, Physik, Chemie sehr gut unterrichtet. Alle diese Schulen haben 11 Klassen.

Welche Möglichkeiten der Weiterbildung hat man, wenn man die Schule beendet hat?

Zur Zeit haben unsere Studenten sehr viele Möglichkeiten. Sie können gleichzeitig zwei Berufe in einer Universität studieren. Und sie können sogar gleichzeitig arbeiten, wir kennen solche Beispiele. Z.B. die Tochter von Inas Freundin, die in St. Petersburg studiert, studiert zwei Berufe und arbeitet. Oder der Sohn meiner Cousine studiert an der Bauman-Universität, er arbeitet und verdient als Student viel mehr als sein Vater.
[…]
Unsere Universität in Ufa ist zur Zeit nicht so beliebt. Jetzt studieren alle in Kasan, da studierte zu seiner Zeit Lenin, aber das hängt nicht davon ab (lacht). Jetzt liegt Kasan in allen Richtungen vorne, Bildung, Straßen, Tourismus usw. Es heißt jetzt immer Moskau, St. Petersburg, Kasan.

Wie groß sind die Chancen, nach dem Universitätsabschluss eine Arbeit zu finden? Welche Studienfächer bieten die besten Chancen?

Früher hatten wir kein Problem. Alle bekamen ein Papier: du wirst in diesem Betrieb, in dieser Stadt, in dieser Organisation, in dieser Schule arbeiten, alle hatten so ein Papier. Jetzt ist alles ganz anders. Natürlich, wenn du Student von der Moskauer Universität warst, hast du mehr Chancen, oder wenn du im Ausland studiert hast. Sehr viele Schüler wollen Jura studieren, aber sehr wenige finden eine Arbeit, weil es zu viele gibt. Oder die Studenten, die Wirtschaft studiert haben, sie können auch keine Arbeit finden. Aber sie alle gehen und gehen, um das zu studieren.

Anmerkung: nach dem Interview (die Aufnahme war schon beendet) sagte Svetlana noch, dass die Kindergärten hier sehr gut seien und die Kinder dort eine gute Bildung und Entwicklung bekämen. Es sei dann geradezu ein Schock für die Kinder, vom Paradies Kindergarten in die Schule zu kommen.

Tag 75 – Himmelherrgottsakramenthallelujamileckstamarsch

Liebe Leser_innen,

ich glaube, langsam pendelt sich ein guter Wochenrhythmus in meinem Blog ein, den ich versuchen werde, zu behalten.
In der letzten Woche ist wieder einiges passiert, also schön der Reihe nach:

Am 8. Mai war Feiertag, als Brückentag zwischen dem Wochenende und dem Tag des Sieges am 9. Mai. Diesen Tag habe ich genutzt, um einen Ausflug zu „Mega“ zu machen. Das ist ein Einkaufszentrum außerhalb der Stadt (also NOCH MEHR außerhalb als Djoma) und macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt viele Marschrutka-Linien, die zu Mega fahren, auch eine direkt von Djoma aus, allerdings nur einmal in der Stunde, und da es keinen Fahrplan an der Bushaltestelle gibt, hatte ich halt das Pech, fast eine Stunde warten zu müssen. Diese Busfahrt kostet übrigens mehr als die normalen Fahrten, nämlich 30 statt 25 Rubel, ein halbes Vermögen! 😉 Als wir auf das Gelände fuhren, dachte ich kurz „Oh, cool, da gibt es auch einen Decathlon, da kann ich ja später vielleicht noch reingehen!“. Und dann sind wir von da aus noch ein ganzes Stück bis zu Mega gefahren und ich wusste in diesem Moment, dass ich am Ende nicht mehr genug Energie haben würde, um diese Strecke zu laufen.  Wie gesagt, die Dimensionen sind etwas größer als in Bamberg…
Als ich dann einmal drin war, hat mich die Größe dieses Gebäudes echt umgehauen. Nur mal zum Vergleich: ca. ein Viertel der Fläche bestand aus einem kompletten IKEA. Zum Glück war alles auf einer Ebene, sodass ich zumindest noch ein bisschen Orientierung hatte. Meine Mission habe ich auch erfüllt: ich wollte mir ein Paar Laufschuhe kaufen, weil ich keinen Platz im Koffer hatte, um meine mitzunehmen, und weil ich sowieso schon seit langem nicht mehr die Motivation zum Joggen aufgebracht hatte. Aber hier hab ich plötzlich einen Energieschub bekommen und mir vorgenommen, wieder mehr Sport zu machen. Ich hatte jedenfalls 5000 Rubel in bar dabei (ca. 80 Euro) und habe mir vorgenommen, bei Mega kein Geld abheben oder meine Kreditkarte benutzen zu müssen. Diesen Vorsatz konnte ich tatsächlich einhalten und bin nur mit einem Paar Sportschuhe wieder nachhause gefahren.
Falls ihr euch jetzt fragt, wie ich die Schuhe nachhause bringe, wenn ich schon auf der Hinreise keinen Platz im Koffer hatte: ich werde zwischendurch nachhause fliegen und alles, was ich in den letzten Wochen nicht mehr brauche, zuhause lassen (Anorak, Winterstiefel usw.), damit ich dann genug Platz für Souvenirs und sonstige Mitbringsel habe.
Auf dem Rückweg habe ich dann die Bushaltestelle nicht mehr gefunden und bin mit dem Taxi gefahren. Das ist hier zum Glück eine gute Alternative, weil es echt nicht teuer ist. Natürlich nicht zu vergleichen mit dem Preis für eine Busfahrt, aber trotzdem: für eine 15-minütige Fahrt über ca. 15 Kilometer habe ich nicht mal 4 Euro bezahlt. Und meine Angst vor dem Alleine-Taxifahren habe ich auch schnell verloren, denn bis jetzt waren alle Taxifahrer echt nett und ich kann inzwischen auch gut genug Russisch, um mich mit ihnen ein bisschen zu unterhalten. Apropos: meine neue Taktik im Gespräch mit Einheimischen ist die Offensivattacke: ich rede einfach drauflos und hoffe, dass mir möglichst wenig Fragen gestellt werden. Denn erzählen kann ich ja – selbst mit meinem begrenzten Wortschatz – nur verstehe ich meistens die Fragen nicht. Und klar, wenn ich auf keine Frage antworten kann, denkt der Gesprächspartner natürlich, dass ich kein Wort Russisch kann, obwohl ich eben nur die entscheidenden Schlüsselwörter der Frage nicht kenne.
Der Kauf hat sich übrigens gelohnt, die Schuhe sind super.

Am 9. Mai war dann großer Feiertag. Ich bin in die Stadt gefahren, um mir die Parade anzusehen, aber erstens war ich zu spät, und zweitens glaube ich, dass es gar keine Militärparade gab, sondern nur einen langen Zug von Menschen, die teilweise Uniformen trugen oder Fahnen schwenkten oder wie ich einfach nur mitliefen. Die meisten hatten aber Bilder von den Brüdern, Vätern und Großvätern dabei, die im Krieg gestorben sind. Deshalb hieß die Parade auch „Unsterbliches Regiment“ und diese Geste hat mir wirklich gut gefallen. So ging es an diesem Tag auch darum, der Gefallenen zu gedenken und nicht nur zu feiern, wie toll das eigene Land ist. Denn das war für mich als Deutsche natürlich extrem ungewohnt, zu sehen, wie stolz alle Menschen auf ihr Land sind, darauf, dass sie Russen sind und dass Russland den Zweiten Weltkrieg (hier: den Großen Vaterländischen Krieg) gewonnen hat.
Aber da dieser Blog ein persönlicher und kein politischer ist, möchte ich es gern bei dieser Beobachtung belassen.
Die Parade endete dann am Leninplatz und da bekam ich dann doch noch eine Militärparade zu sehen, denn auf einer großen Leinwand wurde die Parade aus Moskau übertragen.


Und weil ich gerade so sportlich motiviert war, beschloss ich einfach, vom Leninplatz zum Stadtzentrum zurückzulaufen. Das waren zwar knapp 10 Kilometer und es fing irgendwann an, leicht zu regnen, aber ich hatte keinen Termin und konnte etwas von der Stadt sehen. Außerdem hätte ich jederzeit in einen Bus steigen können, da ich neben einer der drei Hauptstraßen Ufas gelaufen bin, nämlich dem Oktoberprospekt. Und da fährt so ziemlich jeder Bus entlang. Aber ich bin gelaufen und gelaufen und habe mir schließlich im Zentrum ein/eine/einen Schawarma gegönnt (ich weiß immer noch nicht den Artikel…). Nach Djoma bin ich dann aber schon mit dem Bus gefahren, keine Sorge 😉

Am Mittwoch fand dann ein einschneidendes Ereignis statt: ein großes Picknick mit ganz vielen Studenten. Der Anlass war folgender: jeden Sommer gibt es einen Studentenaustausch zwischen den Partnerstädten Ufa und Halle (Saale). Und an dem Picknick nahmen sowohl die Austauschstudenten von diesem Jahr teil als auch diejenigen, die den Austausch in den letzten Jahren schon gemacht haben. Meine Russischlehrerin hatte mich dazu eingeladen, denn sie kennt viele Studenten und war selbst vor ein paar Jahren bei dem Austausch dabei. Der Austausch ist allerdings für alle Studenten, nicht nur für diejenigen, die Deutsch sprechen oder Deutsch studieren. Deshalb waren nicht so viele deutschsprachige Leute außer mir da, aber die meisten sprachen ziemlich gut Englisch oder zumindest besser, als ich Russisch spreche. Die diesjährigen Austauschstudenten hatten sogar eine Art Schnitzeljagd organisiert, bei der wir durch den ganzen Park rennen mussten und verschiedene Aufgaben lösen mussten. Meine Lieblingsstation war eine, bei der man aus einem echten deutschen Wort und einem Fantasiewort das echte Wort erraten musste. Außerdem sollte man die richtige Bedeutung erraten. Ich bekam einige erstaunte, bewundernde und auch verwirrte Blicke, als ich das Wort „Himmelherrgottsakramenthallelujamileckstamarsch“ in meinem schönsten Bayrisch aussprach.
An diesem Abend konnte ich gar nicht mehr denken oder reden, weil ich den ganzen Nachmittag abwechselnd oder gleichzeitig Russisch, Englisch und Deutsch gesprochen hatte. Da ich den letzten Bus nachhause verpasst hatte, bin ich wieder mit dem Taxi gefahren und habe wieder meine neue Offensivtaktik im Gespräch verwendet.

Und jetzt kenne ich ganz viele Leute und lerne das kulturelle Leben hier kennen. Gleich am Freitag wurde ich zu einer Theatervorstellung eingeladen, die perfekt für mich war, denn es war eine pantomimische Vorstellung. Heute werde ich noch ein Theaterstück sehen bzw. eine Probe vor Publikum, bei der eine andere Gruppe spielt, die aber einige Mitglieder hat, die auch in der Theatergruppe vom Freitag dabei waren. Mal sehen, wie viel ich von der Musikszene noch mitbekomme, aber im Moment tauche ich erstmal ins Theater ein.

Tag 67 – Eine Kirche und viele Denkmäler

Liebe Leser_innen,

in den letzten Tagen ist die Stadt plötzlich grün geworden. Von einem Tag auf den anderen blühten plötzlich alle Wiesen und Bäume, die Grünstreifen neben den Straßen sind jetzt tatsächlich grün und überall wuchert der Löwenzahn vor sich hin. Ich würde jetzt gerne Fotos hochladen, aber leider ist es jetzt, wo wirklich jeder Baum blüht, wieder kalt, grau und regnerisch geworden, kurz: nicht besonders präsentabel. (In der Wohnung ist es zur Zeit tatsächlich ziemlich kalt, weil die Zentralheizung jetzt aus ist und es draußen nachts wieder um 0°C hat…) Aber in der letzten Woche habe ich schon einen Eindruck davon bekommen, wie der Sommer hier sein wird. Es hatte bis zu 25°C und die Sonne strahlte den ganzen Tag an einem meist wolkenlosen Himmel. Da ist der Wind dann wieder angenehm…

Bei diesem Wetter bin ich dann am Sonntag und am Montag jeweils nachmittags in die Stadt gefahren, um das Zentrum ein bisschen zu Fuß zu erkunden. Die Straßen sind dort alle rechtwinklig und sehr gerade, deshalb hatte ich keine Angst, mich zu verlaufen. Irgendwann stand ich dann an einer Kreuzung, unschlüssig, in welche Richtung ich weiterlaufen soll, und dann habe ich eine Kirche am Ende einer der Straßen entdeckt und habe beschlossen, sie mir anzuschauen. Nur leider habe ich die Entfernungen in dieser Stadt noch nicht ganz verinnerlicht, und deshalb war ich erst nach einer knappen Viertelstunde bei der Kirche, obwohl ich sie die ganze Zeit direkt vor Augen hatte. Dort angekommen hörte ich eine Zeitlang dem Gottesdienst zu und bewunderte die Innengestaltung, die fast nur aus Gold bestand. Ein Foto davon habe ich leider nicht, denn es gab mehrere Schilder, die ausdrücklich auf ein Handyverbot in der Kirche hinwiesen, und daran habe ich mich lieber mal gehalten.

Diese wunderschöne Kirche trägt den langen Namen „Кафедральный соборный храм Рождества Богородицы“. Eine Übersetzung dieses Titels habe ich nicht zustandegebracht.

Ich bin dann noch ein bisschen herumgewandert und habe einige Denkmäler auf den gleichnamigen Straßen entdeckt (Lenina ulitsa, Puschkina ulitsa, Kirova ulitsa, Karla Marksa ulitsa, …).

Ein Denkmal des sowjetischen Schriftstellers Wladimir Wladirimirowitsch Majakowskij.

Lenin von Weitem…

… und nochmal in Nahaufnahme mit besserem Licht.

Eine Gebäudewand der wissenschaftlichen Akademie der Republik Baschkortostan.

Schließlich habe ich mein erstes, wohlverdientes Schawarma gegessen (Der Schawarma? Die Schawarma?) und es war wie erwartet sehr, sehr lecker. Bei dem Stand war außerdem nichts los und deshalb habe ich mich, während der/die/das Schawarma zubereitet wurde, mit der Verkäuferin unterhalten. Sie hatte mich nämlich gefragt, woher ich komme, weil sie meinen Akzent bemerkt hatte (Mist!) und hat sich sehr dafür interessiert, was ich hier mache und wie es mir gefällt. Und das war wirklich ein tolles Erlebnis.

Bis jetzt bin ich nämlich leider hauptsächlich auf Ablehnung und sichtliche Genervtheit gestoßen, wenn ich mich in der Öffentlichkeit als Ausländerin „geoutet“ habe, indem ich etwas nicht verstanden habe. Und bei den Menschen, bei denen mir das bis jetzt passiert ist (Supermarktkassiererinnen, Busfahrer, Friseur), war das auch sicher keine Ausländerfeindlichkeit oder Misstrauen oder sonst irgendwas, sondern sie waren einfach genervt, dass sie mir jetzt etwas nochmal sagen oder gar erklären müssen. Obwohl die Reaktionen in den meisten Situationen verständlich sind und in Deutschland genauso ausfallen würden, ist es für mich trotzdem jedes Mal ein blödes Gefühl. Und dann stelle ich mir jedes Mal die gleichen Fragen: Bin ich jetzt zu empfindlich oder könnten die anderen Leute auch mal ein bisschen freundlicher sein? War die Person vorher schon schlecht gelaunt oder bin ich jetzt der Grund dafür? Wie hätte ich mich verhalten, wenn die Rollen vertauscht gewesen wären? Wie hätte sich eine vergleichbare Person in Deutschland verhalten? …? …? …?

Das einzige, was mir da für meinen Seelenfrieden hilft, ist, das Ganze einfach erstmal zu vergessen und mir nicht zu viele Gedanken zu machen. Außerdem wurde ich neulich netterweise zu einer wöchentlichen Skypekonferenz auf Russisch mit anderen Freiwilligen aus russischsprachigen Ländern eingeladen. Und da merke ich, dass ich eigentlich doch gar nicht so schlecht Russisch spreche. Auch wenn ich wenig Vokabular habe und natürlich nichts verstehe, wenn ich in der Öffentlichkeit etwas gefragt werde, kann ich mich doch, wenn auch beschränkt, über meinen Alltag unterhalten. Und das Skypegespräch ist immer der Punkt in der Woche, an dem ich meinen tatsächlichen Fortschritt bemerke. Jede Woche verstehe ich mehr und kann mehr sagen und das ist für das Selbstbewusstsein und die Motivation wirklich äußerst hilfreich.

Für euren Seelenfrieden gibt es jetzt noch einen einsamen Fun Fact, den ich beim letzten Mal vergessen habe zu erwähnen:

Makkaroni
Alle Nudeln heißen Makkaroni. Egal, ob Spaghetti, Penne, Girandole, Linguine oder wie sie alle heißen, hier heißen sie Makkaroni und man kann einige Sorten zu einem Kilopreis von ca. 50 Cent in Plastiktüten im Supermarkt kaufen. Die schmecken auch gar nicht so schlecht. (Ja, ich habe diese Nudeln mal gekauft…)

Übrigens hatte ich schöne zwei Wochen, in denen ich die 7. und 8. Klasse alleine unterrichtet habe, und im Moment steht mir der Sinn doch wieder sehr danach, Lehramt zu studieren. Diese zwei Klassen sind einfach total nett und bringen mich oft zum Lachen. Neulich sollten sie z.B. Dialoge vorspielen, in denen verschiedene Familienmitglieder sagen, was sie jetzt gerne unternehmen wollen. Der Dialog, der von mir trotz wenig Text einen Extrapunkt für realistische Darstellung bekommen hätte, wenn es Punkte gegeben hätte, verlief so:
Mutter: Ich möchte gerne ins Kino gehen.
Sohn: Ich möchte lieber Tretboot fahren.
Tochter: Bist du dumm?
Sohn: DU bist dumm!