Tag 1 – Vorbereitungsseminar

Liebe Leser_innen,

heute ist der erste Tag des Vorbereitungsseminars am Werbellinsee. Ich habe mich schon mit gefühlt 50 Freiwilligen unterhalten und mindestens 40 Namen und die dazugehörigen Einsatzländer wieder vergessen – mein Gedächtnis wird hier ziemlich herausgefordert!

Vom weiteren Verlauf des Seminars werde ich später berichten, wenn es vorbei ist, denn was mir gestern passiert ist, ist eine spannendere und kuriosere Geschichte als der erste Seminartag.

Gestern ging der Zug von Bamberg nach Berlin um 10:09 Uhr und um 9:30 Uhr wollten wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen. Um 9.15 Uhr klingelt das Telefon und eine Beraterin meiner Bank ist dran und erklärt mir, ich könne mit meinem jetzigen Jugendkonto keine Kreditkarte beantragen (die brauche ich aber für Russland, für den Fall, dass meine EC-Karte nicht angenommen wird). Ich solle bitte persönlich vorbeikommen und unterschreiben, dass mein Konto auf ein normales „Erwachsenenkonto“ umgestellt wird. Da die Bank zum Glück nur zwei Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt ist, war ich schnell da, musste aber noch einige Minuten warten (diese Minuten kamen mir natürlich wie Stunden vor, wie das eben so ist, wenn man es eilig hat). Die Kontoumstellung hat auch funktioniert und die Karte wird mir noch rechtzeitig zugeschickt. Allerdings war die Zeit, die ich in der Bank verbracht habe, wirklich ein Erlebnis, weil sämtliche Mitarbeiter – es war Faschingsdienstag – verkleidet waren. Ich wurde von einem Dienstmädchen zum Büro begleitet, wo ich von einer Polizistin beraten wurde und als ich nach einiger Zeit in ziemlicher Eile wieder hinausstürmte, war da doch tatsächlich ein Bankangestellter mit einem quietschgrünen T-Shirt und einer ebenso grünen Gießkanne auf dem Kopf…

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an den Taxifahrer, der geduldig vor unserer Haustür gewartet hat, bis ich von der Bank zurückgerannt kam.

Nach diesem Stress vor der Abfahrt kann es jetzt ja hoffentlich nur noch besser werden! So viele nette Leute, wie ich hier schon kennengelernt habe, bin ich aber sehr zuversichtlich, dass die kommenden neun Tage sehr lehrreich und unterhaltsam sein werden – darüber später mehr.

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