gondelfenster.

gondelfenster.

die zeitkapsel ist verbuddelt. wieder nach hause, einmal keinen schlaf finden, auf und davon. der steward schmuggelt für uns schlafmasken, in einem kissenbezug getarnt, aus der ersten klasse. turbelentes geruckel und gezerre am flugzeug. neben mir die stimme einer noch-nie-geflogenen, „ist das nicht toll? ist. das. nicht. toll?“ ist es, blick aus dem fenster, lichter da unten, ungarn, rumänien, schwarzes meer, weiß nicht mehr, anderswo. stelle fest, dass ich meinen haustürschlüssel eingepackt habe. okay, bin nur mal kurz weg, mama, bin gleich wieder da. halb sieben im bett. über tbilissi wird es schon hell.

noch keine 24 stunden hier, aufstehen drei uhr nachmittags, fühlt sich an wie zehn uhr morgens, verpennt, verrückt das alles. gehirn so: „was?“, ich so:“doch!“.  abend, straßenmusik und wehmütige klänge, die dein herz auf doppelte größe anschwellen lassen. alte frauen mit freundlichen gesichtern pressen frischen saft aus orangen und granatäpfeln. seilbahn, große augen im gondelfenster. giftgrüne limonade, auberginen und walnusspaste. herz so: „მე მგონი შეყვარებული ვარ. “

es folgt, ein jahr in einem leben.

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