Vor der Ausreise

Mein Herz pocht wie verrückt, während ich den kulturweit-Blog rauf- und runterscrolle. Tuck, Tuck. Ich fühle mich unvorbereitet. Unsicher. Ängstlich? Auf jeden Fall bin ich aufgeregt. Und ja, eben unvorbereitet. Andere Freiwillige scheinen sich schon richtig gut über ihre Einsatzländer informiert zu haben. Ich habe es mit dem Einlesen in die Geschichte und Politik Georgiens versucht, doch nach ein paar Klicks bin ich zufälligerweise auf die Seite des größten Technoclubs in ganz Georgien gestoßen, der in meinem Einsatzort, der Hauptstadt Tiflis liegt. Und wie durch Geisterhand befand ich mich plötzlich auf YouTube, wo die dröhnenden Bässe der DJs, die bereits im „Bassiani“ gespielt haben, mir die letzte Konzentration raubten. UPS. Mir bleiben ja noch einige Tage Zeit, in denen ich mich intensiv mit Georgien beschäftigen kann. Bestimmt werde ich das auf dem Vorbereitungsseminar in Berlin tun. Ganz, gaaanz sicher.

Das georgische Alphabet habe ich übrigens angefangen zu lernen, nur die letzten paar Buchstaben bereiten mir Kopfschmerzen: sie hören sich alle gleich an. Klingt alles nach H, CH, KHCHKHD. Georgisch ist eine sehr hart klingende Sprache. Noch härter als Deutsch. Für einen Liebhaber der romanischen Sprachen (mich) also kein Zuckerschlecken. Mein einziger Trost: ich kann russisch und das spricht man in Georgien angeblich noch. Was ich trotz mangelnder Recherche weiß: Georgien war bis zum Sturz der Sowjetunion eine Republik davon. Stalin war Georgier und hat noch einige Anhänger in seiner Heimat. Jetzt wandelt sich das Land, blickt Richtung Westen und vor Allem die georgische Jungend hofft, eines Tages zu Europa zu gehören.

Mein Landeseindruck vor der Ausreise: Georgien liegt zwischen Tradition und Moderne. Zwischen uraltem, polyphonen Gesang und Techno. Zwischen Ost und West. Zwischen Russland und Europa. Fast wie ich. Gibt es einen passenderen Einsatzort für mich? Ich bezweifele es…

Ein Gedanke zu „Vor der Ausreise

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