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Ostern und Anderes

Hallo ihr Lieben!

Was ich die letzten Tage so gemacht habe? Dies und das 😀 Es wäre zu umfangreich, jetzt hier jeden einzelnen Tag durchzugehen seit meinem letzten Bericht. Deshalb greife ich einfach ein paar Sachen raus 🙂

Photo: Anastasia

Die größte Veränderung ist sicher, dass sich unsere WG-Situation geändert hat. Florian ist am Mittwoch ausgezogen, weswegen wir vor der Arbeit noch nett zu dritt mit Anastasia frühstücken waren. Donnerstag Nacht ist Leonie angekommen, die neue 4. im Bunde in unserer jetzt reinen Mädls-WG. Sie begrüßt einen nicht nur mit „herzlich willkommen zuhause“, wenn man von der Arbeit heimkommt, sondern hat uns auch ein neues Kartenspiel beigebracht. Kabu heißt es und auch wenn man sich das gemütlich vorstellt, abends zu viert nach dem Essen in der Küche zu spielen, Jazzmusik läuft leise im Hintergrund – es ist vor allem wahnsinnig nervenaufreibend! Aber das Buch, das ich seit ein paar Tagen lese, beruhigt das Gemüt wieder vor’m Schlafengehen.

An den Rauchgeruch habe ich mich übrigens inzwischen gewöhnt. Anfangs war es echt anstrengend für mich, in einen geschlossenen Raum zu gehen, egal ob Bar, Café oder Restaurant. Letztens war ich abends mit Anastasia in einem rustikalen Restaurant – und die rauchige Atmosphäre gehörte irgendwie total dazu. Ob das jetzt so gut ist, weiß ich nicht. Aber es macht mir die Zeit hier auf jeden Fall leichter, wenn ich beim Betreten von jeglichen Räumen nicht direkt nen Erstickungsanfall kriege.

Photo: Anastasia

Das Osterwochenende war schön entspannt.

Am Samstag war ich mit Anastasia wieder in der Altstadt und dem Botanischen Garten unterwegs. Mit unseren Büchern in den Taschen hatten wir vorfreudig den Platz mit den Gartenschaukeln angepeilt. Diesmal haben wir einen anderen Weg genommen und direkt noch mehr Mohnblumen und exotische Bäume entdeckt. Leider ist es uns auf der Schaukel mit dem eisigen Wind schnell zu kalt geworden, sodass wir uns bald ein schnuckeliges Café in der Altstadt gesucht haben.

Dort war Aufwärmen angesagt, Bilder angucken und gemütlich lesen. Hatte ich auch nichts dagegen! 🙂

Photo: Anastasia

Der Cappuccino war sehr lecker (nicht ganz so gut wie der, den wir in einer schmucken Weinbar hatten), die Preise allerdings gehoben, das heißt auf europäischem Niveau. Das hat man auch an den Besuchern gemerkt: wenige junge Menschen, viele Touris und darunter auch die beiden ersten Deutschsprachigen, die mir in Tbilisi bis jetzt aufgefallen sind. Tiefenentspannt ging’s dann zum Einkaufen, was umso anstrengender war. Tausende Menschen im Laden, ein Baby schreit die ganze Zeit, aus dem Lager alle zehn Sekunden ein ohrenbetäubender Knall, die Menschen bleiben mitten in den engen Gängen stehen, zwängen sich mit ihrem Einkaufswagen an dir vorbei. Schnell raus hier, wenn auch nur mit halbem Einkauf! Und draußen erstmal durchatmen.

Dann war da natürlich der Ostersonntag. Den haben wir zu sechst bei uns in der Küche zelebriert – mit einem Osterbrunch, der nichts zu wünschen übrig ließ.

Photo: Léonie

Pfannkuchen, Obst, selbstgemachte Erdbeermarmelade (erster Küchenakt von Léonie), Kekse, ein Karotten-Apfel-Zimt-Kuchen, gefärbte und bemalte Eier, deutsche Schokoeier, Gemüse, Frischkäse, sulguni (Käsesorte) und frisches, noch warmes puri (georgisches Brot) auf dem von Lina sehr liebevoll dekorierten Tisch in unserer gemütlichen Wohnküche. Außer uns vieren waren Anja und Johanna da.

Viel zu voll, aber hocherfreut ging’s dann sogar auf Osternestsuche in unserem winzigen Gärtchen. Kekse hat er gebracht, der Easter Bunny, und Schoki, ziemlich süß von ihm. Die anderen zogen danach noch los in die Stadt, Lina und ich haben uns in unsere Bettdecken eingeknuddelt in die Schaukelstühle auf unserem Balkon begeben, alles, was wir in den nächsten Stunden brauchen könnten, in Reichweite….und sind da erstmal geblieben.

Ansonsten waren die letzten Tage nach der Arbeit recht ruhig. Nicht langweilig, nicht eintönig. Aber ungefähr vorhersehbar, auf eine schöne Weise. Essen, mit Lina, Anastasia und Leonie über den Tag quatschen, Musik hören, vielleicht spielen, lesen. Ein vertrautes Gefühl, warm, entspannend, tröstlich. Wie ein Zuhause.

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