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Grüße aus dem kalten Kaolack!

Nach meiner Reise zum Zwischenseminar, meinem Umzug zu meiner Freundin Assa nach Kaolack und dem Start Up-Workshop der drei senegalesischen PASCH-Schulen und dem TRG Osterode in der letzten Woche (Fotos unter https://iserv-trg-oha.de/home/auslandskontakte/kaolack-senegal/start-up-neues-aus-dem-senegal/ oder auf der PASCH-net Instagramseite) wird diese Woche wieder ruhiger. Jetzt sitze ich im Hof des Hauses, in dem Assa und ihre Familie – und jetzt bis Februar auch ich – wohnen. Neben mir schläft seelenruhig ein Baby, während jemand dabei ist das Abendessen zu kochen, draußen hört man einen Hund bellen und Kinder spielen, irgendwo ruft ein Muezzin zum Gebet.

Nach der Hitze der letzten Woche (mittags bis zu 39 Grad) ist es diese Woche geradezu eiskalt. Die Temperatur schwankt zwischen 15 und 35 Grad. Ich trage jetzt auf dem Weg zur Arbeit einen dicken Pullover, um auf dem Motorrad Taxi nicht so doll zu frieren. Der kühle Wind, der jetzt in Kaolack weht bringt viel Staub mit. Die ganze Stadt scheint in einer großen Wolke festzustecken.

Vormittags bin ich jetzt von Montag bis Samstag im Deutschunterricht entweder am Lycée Valdiodio Ndiaye oder un Mboutou Sow. Zum Mittagessen trifft sich die ganze Familie inklusive Nachbarn Zuhause im Hof. Meist gibt es Thieboudienne -Reis mit Fisch. Heute gab es aber ausnahmsweise Yassa Guina. Das ist Reis mit Hühnchen und einer Zwiebelsoße. Super lecker!

Nachmittags habe ich ab jetzt an vier Tagen die Woche Französischunterricht. Abends wird dann mit Assas Nichte Khadiatou Wolof gelernt. Dann gibt es zuerst die Reste vom Mittag und später, gegen neun Uhr das Abendessen. Da ist es praktisch, ein paar Sätze Wolof zu können. Auf „Marie, mange!“ („Marie, iss!“) hilft kein „J’ai déjà bien mangé!“ („Ich habe schon gut gegessen!“). „Non! Mange encore“ („Nein! Iss noch mehr!“) kann nur mit „Detdet, dem er surnge!“ („Nein, ich bin satt!“) besänftigt werden.

Am schönsten daran, jetzt in einer senegalesischen Familie zu leben, finde ich den Zusammenhalt untereinander und das Beisammensein. Der Hof ist Dreh-und-Angelpunkt. Hier treffen sich Nachbarn und Familie, Menschen aller Altersklassen. Vom Neugeborenen bis zur 80-jährigen sind alle da. Hier wird gegessen, gewaschen, ferngesehen, gelernt, Attaya zubereitet, diskutiert und ab und zu auch Mal ein Mittagsschlaf ggehalten. Man spürt das Motto der kaolacker-osteroder Freundschaft.

„Nio Far“ – „Wir halten zusammen“

 

Umzug von Gorée nach Kaolack.

 

Unterricht in Mboutou Sow.

 

Yassa Guina.

 

Thieboudienne.

Im Markt von Kaolack.

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