Ankunft

Heute beginnt mein erstes Wochenende in Dakar und ich habe endlich einmal Zeit zum Schreiben. Angekommen bin ich am Dienstag (zum Glück mit mir auch all mein Gepäck!) am Flughafen Léopold Sédar Sénghor, der, wie auch das Fußballstadion, nach dem ersten senegalesischen Präsidenten benannt ist. Dort musste ich feststellen, dass meine Französischkenntnisse in den letzten Jahren doch noch mehr gelitten haben als erwartet. Zum Glück begegnete mir kurz nach meiner Landung zum ersten Mal Teranga – die senegalesische Gastfreundschaft. Ein senegalesischer Geschäftsmann aus Genf half mir durch die Pass- und Gepäckkontrollen und zeigte mir den Weg zum Ausgang, wo ich schon von Caren, meiner Ansprechpartnerin am Goethe Institut, erwartet wurde. Zum Abschied prophezeite mir der Geschäftsmann, ich würde bei meiner Abreise im Februar mindestens seine Hautfarbe angenommen haben. Nach einer etwas komplizierten Fahrt zu meiner Unterkunft endete mein erster Abend in Senegal bei einem Abendessen mit Caren am Meer.

Ich bin überrascht, wie grün Dakar im Gegensatz zu meinem letzten Besuch ist. Durch die Regenzeit, die noch bis Anfang Oktober andauern soll, gibt es überall Blumen und schattige Bäume. Leider verpasse ich so aber auch die Mango-Zeit, die kurz vor meiner Ankunft geendet hat und erst lange nach meiner Abreise wieder beginnt.
Der Verkehr ist aber immer noch so chaotisch, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Wenn es eine Ordnung gibt, dann habe ich sie bisher noch nicht durchblickt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden! Ich bin nur heilfroh, hier nie selber fahren zu müssen. Zum Glück kann ich alles bequem zu Fuß oder mit dem Taxi erreichen. Das Taxi soll bis zum Goethe Institut 800 FCFA kosten, das sind umgerechnet ca. 1,20€.

Der Mittwoch war auch gleich mein erster Arbeitstag mit super netten und hilfsbereiten Kollegen und so einigen Aufgaben für mich. Dort wird mir bestimmt nie langweilig werden!

In den nächsten Tagen bekomme ich Besuch von meiner Freundin Assa, sie wohnt einige Busstunden entfernt von Dakar. Wir haben uns 2014 durch die Partnerschaft unserer Schulen kennengelernt. Seitdem haben wir uns zweimal wiedergetroffen, in Deutschland und in Senegal.
Ich freue mich sehr darauf, in den nächsten Monaten alle wiederzusehen, die ich in den letzten Jahren durch dieses Schulprojekt schon kennenlernen durfte!

Nach der Arbeit hatte ich noch nicht viel Zeit, um mir die Stadt anzusehen. Doch das wird sich dieses Wochenende hoffentlich ändern.

Dakar von oben.

 

 

 

 

Die Stadt liegt direkt an der Atlantikküste und erstreckt sich über die gesamte Halbinsel Kap Verde.

Auf dem Campus der Université Cheikh Anta Diop, sie ist benannt nach dem senegalesischen Historiker, Anthropologen und Politiker.

Die Moschee Ouakam gegen sieben Uhr im Sonnenuntergang.

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