Ein Besuch aus dem Westen

So, es war mal wieder so weit. Zwischen dem 16.02. und dem 19.02. durfte ich wieder einen neuen, supertollen Besuch in Tallinn begrüßen. Aber reden wir nicht zu lange um den heißen Brei herum; Hakkame pihti (Lasst uns anfangen)!

Relativ spät am Abend hieß es für mich nochmal raus und ab zum Flughafen, Gäste abholen. Nach dem Einchecken und nachdem man uns im Kompressor freundlich mit den Worten „the kitchen is closed. Just drinks“ abwies, endeten wir schließlich in einem italienischen Restaurant, in welchem es nur italienisches Bier gab und auch sonst sehr auf das Italienische wert gelegt wurde. Auch war das Essen deutlich schärfer als erwartet, aber dennoch sehr sehr lecker.

Am nächsten Tag gab es dann natürlich erstmal eine kleine Stadtführung. Neben den typischen Sehenswürdigkeiten und Plattformen, sahen wir auch Gehstöcke à la Lucius Malfoy und Feierlichkeiten zum Einläuten des chinesischen Neujahrs auf dem Vabaduse Väljak. Leider sollte das Bühnenprogramm erst später losgehen, sodass wir nur an den gut duftenden Essensständen und Eisschnitzern vorbeikamen. Da das chinesische Jahr des Hundes eingeleitet wurde, gab es Eisskulpturen, die noch geschnitzt und später ausgestellt wurden. Aber auch sonst konnte man sehr viele Hundeskulpturen auf dem Vabaduse Väljak erkennen.
Natürlich durfte auch der Kadriorgpark und der Strand nicht fehlen. Also gingen bzw. fuhren wir kurzerhand dorthin. Neben der Erkenntnis, dass die Wächter vor der Präsidentenresidenz auf Heizsockeln standen, erfroren wir und unsere Finger gefühlt auch halb, bei dem Versuch Fotos am Strand zu machen.

Am Sonntag sollte es dann einen Ausflug in die Natur geben. Dafür gab es allerdings mehrere Möglichkeiten, wie das Moor oder die gefrorenen Wasserfälle in Keila. Um es kurz zu machen, wir gingen zu den Wasserfällen. Nachdem wir den Bus gefunden hatten und unsere Tickets bezahlt hatte, ging es also Richtung Keila. Kaum ausgestiegen, waren wir auch schon an den Wasserfällen. Diese mögen etwas unspektakulärer, als beispielsweise die Niagarafälle in Nordamerika oder die Iguazu Wasserfälle in Argentinien sein, sie sind aber dennoch besonders – an wie vielen Orten dieser Welt kann man schon zugefrorene Wasserfälle bewundern? Man muss sich nur hin und wieder klarmachen, dass in Estland alles „eine Dimension kleiner ist“.

Aber da uns eine Schlittertour auf dem gefrorenen Fluss noch nicht reichte, gab es am letzten Tag auch noch einen etwas abenteuerlichen Auf- und Abstieg auf Linnahall, die ehemalige Stadthalle Tallinns. Zwar war hier sehr wenig vereist, eher war es verschneit, allerdings war der Schnee auch schon von anderen Menschen vor uns festgetreten worden. Dadurch glich das Ganze beim Aufstieg eher einer Gletscherbesteigung und beim Abstieg auch eher einer Schlitterpartie. Aber wie dem auch sei wir sind jedenfalls alle wieder heil und glücklich unten angekommen.

Generell muss ich sagen, dass es ein sehr schönes Wochenende war! Daher an dieser an dieser Stelle auch nochmal ein riesengroßes Dankeschän an meine Gäste. Danke, dass ihr wart. Danke für das viele Essen. Danke für das tolle Wochenende allgemein.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal

Anna

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