Half the fun of the travel is the aesthetic of lostness

Was hatten die letzten Tage und Wochen hier schon wieder zu bieten? Mal wieder eine Menge!

Eine Menge an Veränderungen und neuen Erlebnissen.

Auch wenn ich momentan leider selten in der Schule bin da ich morgens (immer noch) Sprachkurs habe und die letzte Woche von einigen freien Tagen geziert war, tut sich ganz schön viel in den Klassen.

Letzte Woche wollte ich nur schnell fünf Minuten vor dem Unterrichtsbeginn mit dem Musiklehrer über meine Pläne reden, unsere Schule für das PASCH-Rockfestival in Valparaíso anzumelden, und sah mich kurze Zeit später mit meinem Infozettel (der größtenteils ignoriert wurde) im Musikunterricht mitten im Songwriting und Komponieren wieder!

Ich bin schon ziemlich stolz auf die Motivation und Ideen der Schüler. Auf die Frage was Rock and Roll eigentlich sei, bekam ich Antworten wie: una pasión, una opinión, expreción, arte, liberarse… Da kann nur was gutes dabei raus kommen!

Ein paar organisatorische Hürden habe ich dabei noch zu meistern.

Zum Beispiel besteht unsere Band momentan aus 8 Gitarrenspielern und 2 Keyboardspielern (die wahrscheinlich zu jung für die Teilnahme sind) und bei dem Festival/Songcontest sind Bands mit höchstens 5 Mitgliedern vorgesehen.. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben und außerdem sind wir in Chile, irgendwie wird das schon klappen. 😀

Während das Rockfestival die Schüler ab der 7. Klasse beschäftigt hatten auch meine Jüglinge entwas zu feiern – nämlich Ostern!

In den letzten Wochen hat die Deutschlehrerin Arabella mit den Schülern vom Kindergarten (Prekindern) bis zum 7. Klasse viele Verschiedene Osterdekos und Traditionen nachgebastelt. Bei der Vorbereitung und dem Eier bemalen konnte ich noch dabei sein
OKEEE KURZER ZWISCHENRUF ICH HABE GERADE  IM MOMENT MEIN ERSTES ERDBEBEN GEFÜHLT!!
Aber leider habe ich den letzten Schultag vor der Semana Santa verpasst wo all die schönen Ostersträuche, Nester und bunten Eier ausgestellt wurden.

Dieses Jahr war Ostern für mich trotzdem weniger mit bunten Ostereiern, Schokolade und Frühling verdunden, sondern viel mehr mit Meer, Girls, Natur und Erholung von Santiago.

Relativ spontan machten wir, Lea, Lea als mutige Autofahrerin, Stella, Jacqueline als AirBnB Wohnungbucherin und ich uns auf den Weg nach Papudo.

Den ersten Nachmittag verbrachten wir nur damit Felsen, Meer, Bäume und frische Luft zu genießen und den Abend mit lecker Essen und etwas Vino einzuleuten.

Roadtrip – Los geht’s!

 

 

Am nächsten Tag waren wir etwas aktiver und sind zwischen Zapallar und Cachagua am Strand entlang spaziert, geklettert und gewandert. Der Weg ist wunderschön mit vielen Felsen, Pinguinen, ständigem Blick aufs Meer und faszinierenden Wellen. Mittendrin endet der Weg leider auch und man muss auf die Straße ausweichen. Wir entschieden uns jedoch dazu über die Felsen zu klettern was 1000 mal mehr Spaß gemacht hat und wobei wir die schönsten Buchten zu sehen bekommen haben.

Auf der anderen Seite wurde der Weg durch Ferienhäuser und Villen der edelsten Sorte geschmückt. Durch den Garte und das Tor einer dieser Villen fanden wir auf dem Rückweg auch notgedrungen wieder zurück zur Straße.

 

 

Nach dem Verlängerten Wochenende ging die chilenische Woche zwar am Montag schon wieder los, war aber am Mittwoch schon wieder unterbrochen al causa del censo. Alle mussten zu Hause bleiben und Supermärkte, Schulen etc. hatten geschlossen damit alle in Chile lebenden Menschen gezählt werden konnten.

Ich nutze diesen freien Tag um mein neues Zimmer einzurichten. Am Dienstag bin ich nämlich in eine WG im Stadtteil Nunoa gezogen und lebe nun mit vier Mitbewohnern in einem Haus.
Unsere Zusammensetzung: zwei Chilenen, eine deutsche Studentin, eine Englisch-Französin (?) und ich 😊

Ich fühle mich schon ziemlich wohl und heimisch (& stark). Mein erster Grundeinkauf war auch schon fällig mit allen überlebenswichtigen Dingen und mehr. So viel habe ich noch nie auf einmal geschleppt! (Werde ich auch nie wieder…)


Es war alles um einiges schwerer als es aussieht !

 

Freitag viel dann der Schultag auch schon wieder ein Tag ins Wasser.. oder auch nicht. Es waren schon wieder fast alle Schulen geschlossen, da Donnerstagabend die Warnung kam, dass das Wasser ab 2 Uhr ausfallen wird.
Nach den wasserlosen Erfahrungen war meine Mitbewohnerin dabei alle zur Verfügung stehenden Behälter mit Wasser zu befüllen und der Rest stand unterstützend und belustigt daneben.

+ befüllte Schüsseln, Mixer und alles was zur Verfügung stand

(Im Endeffekt hat es uns nie an Wasser gefehlt auch ohne die Vorräte😃)

 

 

 

Am Wochenende wurden meine Einkäufe dann auf der Vega, dem gefühlt allergrößten Obst- und Gemüsemarkt vervollständigt.
Außerdem haben wir durch eine Freewalkingtour den größten Friedhofs Chiles besucht, was sehr beeindruckend war!
Selbst hier wurde wieder klar, dass Chiles Gesellschaft in Klassen unterteilt ist und dass das „Klassendenken“ sehr präsent ist.
Am Ende der Tour hat unser Guide uns noch Einblicke in die chilenische Geschichte gegeben, was ich ziemlich gut finde. Es zeigt, dass sich die jetzige Generation zunehmend mit der Geschichte des Landes auseinandersetzt (das waren auch seine Worte) und auch Touristen/andere Leuten den Anstoß gibt sich damit auseinanderzusetzten. Ich habe dabei mal wieder gemerkt wie gut mein Spanisch Unterricht doch war, da wir alle wichtigen Ereignisse bearbeitet oder zumindest angesprochen haben.
Jetzt freue ich mich auch wieder ein bisschen mehr auf den Winter in Santiago, denn da beginnt für mich die Museumssaison hier (:

 

Was ich sonst so erleben durfte:

Den ersten Regentag in Santiago, es war zwar nicht stark aber die Straßen standen trotzdem unter Wasser.
Danach hat sich der Weg zur Bushaltestelle wie Heimat angefühlt. Ein Herbstspaziergang mit dem Geruch von Regen und Verblühtem – einfach schön.

Meine ersten 3-4 Erdbeben, wobei ich nur eins bewusst wahrgenommen habe, wie vorhin kurz angesprochen 😃.

Dass jetzt leider schon die letzte Woche von meinem Sprachkurs angebrochen ist, der mir ziemlich viel Spaß macht und den ich zusammen mit lauter tollen Leuten machen darf und durfte.

Funfacts zum Abschluss:

  • Meine Schule wird regelmäßig ausgeräuchert, bzw. mit dem Geruch von Räucherstäbchen durchflutet
  • Ich wurde nach dem Weg gefragt!!! Konnte aber leider keine hilfreiche Antwort geben
  • Ich wurde erneut nach dem Weg gefragt!!! Und konnte eine hilfreiche Antwort geben (so proud)

 

Buenas y hasta luego!

 

Ein Gedanke zu „Half the fun of the travel is the aesthetic of lostness

  1. Biggi Fischer

    Wie „einheimisch“ du schon wirkst, wwenn du nach em Weg gefragt wirst 😉
    TOLLE BILDER <3 MEEEHHHR DAVON 🙂
    Ganz liebe Grüße, Biggi

    Antworten

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