Time flies bzw. fährt Metro

Seit más o menos zwei Wochen bin ich nun in Santiago, und kann schon von einem neuen „Alltag“ sprechen.

Woche 1 und 2 – noch lieben mich die Kinder.

Aber von vorne. Wie viele andere kulturweit-Freiwillige bin ich Anfang März, mehr oder weniger im Anschluss an mein Abitur, nach Santiago de Chile ausgereist.
Hier werde ich nun ein halbes Jahr lang leben und an einer deutschen Schule mit ca. 400 Schülern in Puente Alto arbeiten.
Während meiner Zeit hier in Chile möchte ich meine Eindrücke, Erfahrungen, Begegnungen etc. in diesen Blog aufschreiben, teilen, loswerden… Bis jetzt glaube ich nicht, dass ich mich regelmäßig melden werde oder einen „roten Faden“ beibehalte, weil die Zeit hier nur so an einem vorbei zieht.
Pero vamos a ver.

Los ging meine Reise am frankfurter Flughafen mit Abschiedstränen, Abschiedsgeschenken und ein bisschen Vorfreude J. 20 Stunden Flug mit 2 Mal Umsteigen hatte ich dabei noch vor mir.
Sechs Gepäckstücke und Jatlag stellten dabei kein Problem dar, stattdessen aber das Essen (beim 3. Flug habe ich die Antwort „vegetarisch bitte“ über Bord geworfen) und geschwollene Füße – Eigendiagnose Thrombose.

Endlich in Santiago angekommen wurde ich von 30 C°, der Sonne und meinem neuen „Gastpapa“ in Empfang genommen.
Die ersten Wochen verbringe ich nämlich bei einer befreundeten Familie, die zufälliger- und glücklicherweise in Santiago wohnt und mich in meiner Anfangszeit hier unterstützt uuund auch beherbergt.
Schon einen Tag nach meiner Ankunft startete auch meine Arbeitswoche, in der ich vor allem Schüler der Klassen 4-7 betreut habe.

 

Montag morgens treffen sich alle Klassen auf dem Hof um die Woche mit kleinen Vorträgen zu beginnen

 

 

Mein Stundenplan sieht wie folgt aus:
Mo-Mi: 9:45-17:00 Uhr
Do: 9:45-15:25 Uhr
Fr: 8:00-13:00 Uhr

Ich helfe dabei im Unterricht von den Vorschulkindern bis zur 7. Klasse und bei den Schülern der Oberstufe mit „Wahlfach – Deutsch“.

Bis jetzt bestehen meine Aufgaben im Unterricht vor allem darin, Dinge an der Tafel mitzuschreiben, die korrekte Aussprache deutscher Worte zu demonstrieren und mit einzelnen Schülern Aufgaben durch zu arbeiten, indem ich mich einfach zu ihnen geselle.
Auch mit einzelnen Schülergruppen, die schon ein höheres Deutschniveau haben aus dem Wahlfach Deutsch mache ich Unterricht.
Außerdem helfe ich der Deutschlehrerin die ich begleite, beim Erstellen von Unterrichtsmaterialien- und Inhalten.

Mir macht es Spaß, eine neue Sicht (Sicht der Lehrerin) auf Schüler und Klassen zu haben. Trotzdem erinnern mich vor allem die älteren Klassen mich sehr an meine früheren lassen und mich als Schülerin, wodurch ich mich den Schülern noch sehr verbunden fühle 😃
Funfacts am Rande

  • Ich (stolze 1,64 m) wurde gefragt, wieso in Deutschland alle so groß sind – weder ich noch die chilenische Lehrerin schaffen es die obere Hälfte der Tafel zu beschreiben
  • Fast alle Jungs ab der 3. Klasse fragen mich über den FC Bayern München aus
  • Mein Ziel ist es nach meinem halben Jahr auch das (in meinen Ohren) spanische Genuschel der Vorschulkinder zu verstehen
  • Ich sehe mit geflochtenem Zopf aus wie Elsa die Eisprinzessin (Schüler Klasse 4)
  • Gefühlt 1/3 der Schüler zeigen mir ihre fertigen Ergebnisse aber 2/3 beschenken mich mit unendlichen Malereien und Gebasteltem
    (Ich übertreibe vielleicht etwas. Insgesamt machen fast alle der Schüler ihre Aufgaben gut und wenden sich auch mit ihren Fragen an mich)

 

 

 

Big City Life – Me try forget by….
Auch außerhalb meiner Arbeit in der Schule hat für mich mit dem Freiwilligendienst hier in Santiago natürlich ein ganz neuer „Teil“ meines Lebens angefangen. Wahrscheinlich könnte ich auch den Rest meines Lebens damit verbringen alle Ecken und Enden Santiagos kennen zu lernen weil diese Stadt einfach riiiiieeeeeesig ist!
Auch wenn das Metro und Bussystem ziemlich gut funktioniert, vergeht schon enorm viel Zeit um von A nach B zu kommen. Jetzt in meiner ersten Zeit, lerne ich natürlich auch auf den langen Wegen viel von Santiago kennen.
Ich werde nun einfach mal ein paar Orte zeigen und aufzählen 😊

Mein erster Sonntag begann mit einigen „Saludos al sol“ bei einer Yogastunde im Parque Forestal
Danach machten wir uns tiefenentspannt auf, um den Cerro San Cristobal zu besteigen
Auf dem Cerro San Cristobal haben einige  Freiwillige und ich uns einen „kleinen Überblick“ über die Stadt verschafft

 

 

 

Wunderschöner Ausblick , wunderschönes Wetter! ♥

 

Danach ging es ab zum
Food & Designmarkt im Park!
(mir ist der Name des Parkes leider entfallen…)

Zu guter letzt haben wir dann das Wochendende mit ein paar cervecas ausklingen lassen

 

 

CERRO SANTA LUCIA
Nachmittagsprogramm: Second Hand shoppen, Straßen, Plätze und andere schöne Orte auschecken und einfach genießen..

 

 

 

 

..Im Quinta Normal Park wurde anschließend mit toller lifemusik (open mic) und entspannten Leuten der Samstagabend eingeleutet.

 

 

 

 

 

Mein erstes Fazit: Santiago ist eine tolle Stadt mit Charakter! Im Gesamtbild zwar nicht besonders schön aber doch besonders. Die Tatsache, dass man immer die gigantischen Berge sehen kann begeistern mich immer wieder. Santiago hat viele Parks, Plätze, Straßen und Viertel, die wirklich schön sind (bisheriges Lieblingsviertel: Barrio Brasil).
Die Menschen, denen man einfach auf der Straße begegnet oder auch die die man näher kennen lernt sind bis jetzt sehr offen und aufmerksam gewesen. Ihr seid toll ☺

Das wars für´s erste von meiner sunnyside (Seite)!

(hoffentlich) hasta luego y besos, Nele* ♥

 

*wahlweise auch Nile, Nelle, Lena oder Neli

 

 

Ein Gedanke zu „Time flies bzw. fährt Metro

  1. Biggi Fischer

    Ganz besonders die vielen wunderschönen gemalten Geschenke finde ich beeindruckend ! Da lässt sich eine ganze Galerie draus gestalten 😉 <3<3<3
    muchisimo besos y abrazos,
    Biggi

    Antworten

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