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Neunter Monat

Sie kollidieren jeden Tag.

Aber was kann ich schon tun?

 

Der Fahrer wäscht den Geländewagen,

auf dem Brachland hinter der Villa

schlafen die Arbeiter,

die eine neue Villa bauen,

in improvisierten Blechhütten,

schon lange nicht mehr.


Die Zeit hat sich verlaufen.

Am Morgen eile ich zum Bus

denn der Abschied wartet ungeduldig.

Beschleunige meine Blicke.

Erst der Gong,

dann der Traum

und keine Erkenntnis,

aber Kunst.

Ich muss husten – du reichst mir einen

Mangosmoothie als Medizin,

im Plastikbecher ohne Zucker.

Das Wiedersehen,

die Zukunft,

Hand in Hand rennen die Kinder auf mich zu.

Ich will sie warnen,

passt auf, der Verkehr ist verrückt.

Dass darf man nicht vergessen.

An der Straßenecke treffen sich zwei Mopeds

und fallen um.

Der Knall erschreckt alle Sehnen

in meinem Körper bis zum Verstand.

Ich kann es nicht mehr vergessen.

Langsam liest du den Brief vor,

den ich schreiben wollte und

der zwischen den Bildschirmen verloren ging.

Am Ende des Buches hast du geweint

und ich kann fühlen, dass es wichtig ist.

Ja, ich will noch nicht gehen

und renne los.

 

In jener Menschenansammlung lauert vielleicht

die wichtige Demonstration.

In dem Innenhof versteckt sich wohlmöglich

der zerrissene Lieblingsort.

Unter der kaputten Klimaanlage lernen möglicherweise

die Schülerinnen mit den innovativen Gedanken.

Und manchmal eben auch nicht.

Wir fragen in den dunklen Gang hinein,

was denn dann noch Bedeutung hat.

Was ausser Nichts ist noch wahr?

Am Morgen erwachend im Hier,

auf dem Dach ist ein Pool,

sind wir nicht allein

und das ist alles.

 

Morgen erschaffen wir den Raum,

für das Gemeinwohl

und für die effektive Vision,

für uns.

Dort wo Kollision

zu Kooperation wird,

und etwas wahr.

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