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Morgen im Mekong Delta – Doppeltbelichtete Flussszenerie

Während ich am Fenster sitze und die Sonne über Can Tho, einer Stadt im Mekong Delta, ca. drei einhalb Stunden von Saigon entfernt, den Himmel in ein pastellfarbenes Licht taucht, höre ich einen Hahn krähen, fühle mich ruhig und genieße die für mich strahlende Harmonie. Eine idyllische Szenerie, mitten in der viertgrößten Stadt Vietnams. Später empfinde ich auch auf dem kleinen Motorboot, welches uns sechs Freiwillige zu den schwimmenden Märkten, einer Kakaoplantage und einer Reisnudelfabrik bringt, immer wieder dieses wohlige Gefühl der Ausgeglichenheit. Und ich kann durchatmen, ankommen, denn die Luft schmeckt anders hier als in Saigon, ein bisschen frischer, ein bisschen freier. An unserem Boot vorbei treiben andere Boote, Hausboote, Touristenboote und Marktboote, auf denen zum Beispiel Gemüse und Obst verkauft wird und vorbei treibt auch Müll, ziemlich viel Müll. Das Leben auf den Booten und den Stelzenhäusern, ein buntes Chaos aus aufgehängten Habseligkeiten, lässt sich sehnsüchtig betrachten. Doch sie lässt sich nicht Verdrängen, die Dissonanz, der schwimmende Plastikmüll und die Ahnung, dass ein solches alltägliches Leben auf einem tropischen Fluss, nahe einer wachsenden Großstadt harte Arbeit bedeutet. Die schwimmenden Märkte im Morgenlicht glänzen unbeirrt voll Anmut. Wir kamen hierhin um den Alltag zu durchbrechen, fern der Großstadt eine andere Facette Vietnams zu erkunden und wir fanden:



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