Wartehalle

Hier sind wir nun: Wartehalle. Das Ziel ist noch nicht erreicht, doch der Weg ist schließlich das so häufig zitierte Ziel.
Dieses Gefühl vermittelt mir auch das Vorbereitungsseminar für mein halbjähriges FSJ.

Wie 320 andere Freiwillige bin ich nun am Werbellinsee angekommen. 320. In meiner Heimat ist das schon ein Dorf. Und genauso fühlt es sich hier an. Die Stimmung auf dem Gelände ist entspannt dörflich.
Man kennst sich, man grüßt sich und man schnackt miteinander. Unzählige Gespräche unter dem Sternenhimmel am See, viel Zeit und auch etwas Raum um sich zu reflektieren, Grenzen kennenzulernen und miteinander zu sprechen. Und, ich habe endlich das Spiel Werwolf kennengelernt. Ich darf also endlich mal wieder etwas von meiner Bucket-List streichen.

Zehn Tage bleiben wir Freiwilligen auf dem Seminar.
Lange Zeit habe ich überlegt, inwiefern zehn Tage mit Seminarinhalten gefüllt werden können – nun bedauere ich, dass wir bloß zehn Tage haben. Mit einigen Themen setzen wir uns stark auseinander: Was ist ein Privileg? Wie rassistisch ist unser Unterbewusstsein? Welche Bedeutung spielt die Herkunft?
Doch andere Themen fehlen ganz bzw. werden bloß kurz angerissen. Dies liegt jedoch in der Natur der Sache. Bloß zehn Tage, ich höre das Alice-Kanninchen schon flüstern.
Doch vielleicht ist der Anriss von Themen auch eine geschickte Methode, um für sich allein (oder auch in der Gruppe) die eigene Haltung und die eigene Sichtweise zu reflektieren und zu akzeptieren.

Und nun der Hoffnungsschimmer (oder auch nicht): Im nächsten Beitrag gibt es weniger zerstreute Gedanken von mir, sondern bloß Bilder. Die Natur am Werbellinsee ist wunderschön.

Bis bald,
Na shledanou,

Andre

 

Ein Gedanke zu „Wartehalle

  1. Pika

    Ich freue mich auf die Bilder.
    330 silberne Dächer und 320 Teilnehmer am Seminar… Ein gefundenes Fressen für kleine graue Verschwörungstheoretiker…

    Antworten

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