Das Phänomen des kulturweit-Karmas

Und da wars nur noch eine. In Sankt Petersburg. Noch eine Nacht und dann gehts zurück in die Kälte, zurück in die Zukunft. Die Pause ist vorbei, Schule beginnt wieder. Das waren mit Abstand die besten Schulferien, die ich seit langem hatte. Aber ab jetzt werden Tage gezählt. Noch 53 Tage, dann gehts zurück in die Heimat.

Es war eine Pause, die ich definitiv gebraucht habe. Pause von der Kälte, der Einsamkeit, und der Routine. Fast wäre ich festgefroren. Ein Familientreffen. Meine Lach-Ration wurde aufgefüllt. Weihnachten nachgefeiert, das neue Jahr begrüßt. Mal wieder Touri sein und mit dem Strom schwimmen. Kirchen bewundern, sich in der Hermitage verlaufen, vor Glück die Zeit anhalten wollen. Man nennt es auch kulturweit-Karma.

Mein letzter voller Monat in der kältesten Großstadt der Welt wird anbrechen. Bald wird alles zum letzten Mal gemacht. Alle Chancen werden nochmal ausgenutzt. Und dann ist ein halbes Jahr um. Dann gehts zurück nach Hause. Du vermisst etwas erst, wenn du es nicht mehr hast. Wie sehr hab ich meine Heimat vermisst. Aber bevor ich euch wieder im Arm halte, wird die Zeit hier ausgenutzt. Das Glück festgehalten. Ich bringe es mit nach Hause. Ich möchte, dass ihr seht, wie schön es ist.

1 Kommentar

  1. Merle: Ich springe sofort ins Flugzeug nach Jakutsk, Dich zu küssen, zu umarmen und abzuholen, bis gleich … 😍😍😍

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