Here I am

Tief einatmen, hier bin ich also. Die Luft ist so frisch hier, kein Wunder, es wird kalt. Aber ich bin gerne hier, ich mag die Stadt. Das Flugzeug ist gelandet, es war Liebe auf den ersten Blick. Hier kann ich bleiben. So viel ich auch erzählen kann, ich kann es nicht beschreiben. Das Flair, die Menschen, die Stadt. Man reist los mit lauter Vorurteilen, jeder meint es besser zu wissen. Aber es kommt immer anders als erwartet.

Ich spreche drei Sprachen aufeinmal, anders geht es nicht. Aber zum Glück gibt es Google Übersetzter. Auch wenn die Verständigung schwer ist, sprechen wir doch eine gemeinsame Sprache. Wir sind alle Menschen und alle gleich. Anna macht den Fernseher an. Der russische Musikkanal. Es läuft Abbas Dancing Queen und sie macht lauter. Ich muss lächeln, ja wir sind tatsächlich alle Menschen und alle gleich. Hier kann ich bleiben.

Die Katze hat das Wlankabel durchgeknabbert, diese bitch. Aber irgendwie haben wir es repariert bekommen und es funktioniert wieder. Anna hats mir zu erklären versucht, ich habe aber kein Wort verstanden. Ist auch egal, das Wlan geht wieder. Auch wenn ich 6000 Kilometer von zuhause weg bin, habe ich immernoch die gleichen Probleme wie zuhause, wie verrückt.

13 Uhr, ich muss los. Ich bin typisch deutsch immer pünktlich, und jeder wundert sich. Sorry not sorry. Gleich werde ich wieder russisch lernen mit Georg. Georg ist Südafrikaner und seit vier Jahren hier, wir sitzen also in gewisser Weise im gleichen Boot.

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  1. Pingback: Vom Kommunizieren und Ähnlichem | Янник в Иркутске oder Überwintern in Sibirien

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