Das kalte Wasser

Alle schlafen, es ist ruhig. Diese Stille, 2000 Meter über dem Boden. Seit 12 Stunden bin ich auf den Beinen, und trotzdem tragen sie mich noch weiter. Der Typ neben mir schnarcht, aber das ist okay, es passt zur Stimmung. Es ist schön. Wir sitzen doch alle im gleichen Boot oder wohl eher im gleichen Flugzeug. Noch 2 Stunden und ich lande im kalten Wasser. Bin ich bereit? Eine Frage, auf die ich keine Antwort finde.

Ein neues Leben beginnt. Raus aus der langweiligen Schule, ab ins Abenteuer. Ich überschreitet Grenzen, nicht nur die auf der Karte, auch die eigenen. Boing 737-800 heißt das Flugzeug, witzig, wenn man bedenkt, dass ich das Airbus T-Shirt meines Bruders trage. Auf der Fensterscheibe sind Schneeflocken zu erkennen, es wird ein harter Winter. Sie sind schön, ich bin froh, dass ich dort lande, in der kältesten Großstadt der Welt. Sie wartet auf mich und ich auf sie.

Gefühls Chaos. Schmetterlinge im Gehirn. Ein Loch im Herz. Müde Augen, die aber trotzdem wach zu sein scheinen. Ich freu mich, es geht endlich los. Ich hätte nie davon geträumt, jetzt hier zu sitzen. Es ist so wunderschön.

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