Das Goethe Institut in Belgrad

Das Institut, die Menschen, die Aktionen, die Valerie.

Das Goethe Institut Serbien liegt in der Hauptstadt Belgrad, direkt in der Fußgängerzone der Kneza Mihaila 50. Es ist seit 1970 in Belgrad vertreten, seit 1983 in einem historischen Gebäude in der wichtigsten Einkaufs- und Kulturmeile der Stadt. Es ist zuständig für den deutschen Kulturaustausch mit Serbien, Montenegro und Kosovo.

Das Goethe-Institut Belgrad gehört zur Region der Goethe-Institute in Südosteuropa und arbeitet intensiv mit an der Umsetzung regionaler Schwerpunkte, Themen und Projekte. Zur Region, koordiniert durch das Regionalinstitut in Athen, gehören die Institute und Netzwerke in Ankara, Bukarest, Istanbul, Izmir, Nikosia, Sarajevo, Skopje, Sofia, Thessaloniki, Tirana und Zagreb.

Angeboten werden eine Vielzahl von Sprachkursen und Prüfungen in deutsch. Gegen Ende des Monats ist das Institut gerammelt voll. Es finden Prüfungen statt und neue Teilnehmende können sich anmelden. Die Kurs-teilnehmenden kommen dann auch oft in die Bibliothek ins Erdgeschoss, um sich die Bücher zum Kurs auszuleihen oder um sich weitere Materialien zu beschaffen. Die Beantragung einer Karte ist kostenlos für alle. Deshalb ist es für viele Menschen hier eine wichtige Anlaufstelle – für den Sprung nach Deutschland. Deutschland ist für viele, die ins Goethe Institut kommen und Sprachkurse absolvieren, das berufliche Zielland, andere wollen in Deutschland studieren. Durch den drain des Fachkräftemangels hat Deutschland großes Interesse daran, gut ausgebildete Menschen aus der ganzen Welt nach Deutschland zu holen. Nun stellt die sprachliche Barriere die größte Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt. Es gibt in der Bibliothek deshalb viele Lernmaterialien zur Verbesserung der Fachsprache, gerade im Medizinischen Bereich.land gelebt haben oder gut deutsch lesen können und es genießen, in den aktuellen Tageszeitungen zu schmökern, von denen 4 zur Wahl stehen. Deutsche, die in Belgrad leben kommen häufig um Belletristik – oder noch viel häufiger, Kinderbücher zu leihen.

Das Team das Goethe Instituts. Foto: Goethe-Institut/Marija Piroški

Obwohl ich in der Kulturabteilung arbeite, habe ich viel in der Bibliothek zu tun, was auch daran liegt, dass dort mein Arbeitsplatz ist. Da wir als Freiwillige zu zweit im Institut sind, wird die Arbeitsplatz Organisation zur Herausforderung. Ab und zu sind die Bibliothekare nämlich auch zu zweit, dann suche ich mir flexibel ein neues Plätzchen. Denn praktischer weise hat hier jeder seinen Account und kann überall arbeiten.

Neben Frank Baumann, dem Institutsleiter, der auch erst zwei Wochen vor uns seinen Dienst begann, schmeißen drei Frauen die Kulturabteilung und arbeiten gezielt an verschiedenen Projekten. Die Sprachabteilung hat ihren eigenen Flügel und ca. 6 Mitarbeiter, plus ca. 30 Sprachlehrer. Daneben arbeitet die Bibiotheksabteilung mit 4 Leuten, verwaltet wird das Institut von 6 Sekretärinnen, Hausmeistern, Technikern und Raumpflegerinnen. Als Sonderteam arbeiten die Goethe-Pasch Mitarbeiter, die sich um die Bildungskooperationen kümmern.

So sieht ein Büro in der Kulturabteilung aus. Das rote auf dem Schrank ist ein Monster in Savamala.

Was macht denn dann das Goethe Institut, mal abgesehen von den Sprachkursen und der Bibliothek?

Im Goethe Institut ist alles hellgrün. Trotzdem heißt es schwarzes Brett…. paradox.

Eine ganze Menge. Die Kulturabteilung arbeitet mit fast allen großen Organisationen in Belgrad zusammen und veranstaltet, meist in Kooperation, Veranstaltungen, Festivals, Lesungen, Konzerte oder Ausstellungen. In einer Vielzahl der Fälle ist das Goethe Institut Partner, stellt zB. Filme mit serbischen Untertiteln, organisiert die Anreise und Unterbringung eines Künstlers oder kümmert sich um die Bewerbung einer Veranstaltung. Dazu bringt das Institut vierteljährlich ein Programmheft heraus, dessen Erstellung eine meiner Aufgaben ist. Zusätzlich werden alle Veranstaltungen, an denen das Institut in irgendeiner Form beteiligt ist, auf der Website in ausführlicher Form angekündigt und das in deutsch und serbisch.

Was ich sonst so mache?
Da das nächste große Thema Gaming sein wird, beschäftige ich mich viel mit möglichen Veranstaltungsformaten, mache Vorschläge für die Bibliothek und organisiere Workshops für Kids.
In Zusammenarbeit mit einem Freiwilligen an einer Schule hier in Belgrad führe ich einen Goethe-Zine Workshop durch, bei dem Kids aus alten Magazinen, Zeitschriften und Zeitungen, aus Postern, Plakaten oder kopierten Bildern neue Magazine erstellen, die einen Bezug zu Deutschland, der deutschen Sprache oder deutschen Personen haben. Vorbild sind die Game-zines der GMK. Das Projekt findet ihr hier:

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