Erster Beitrag: Berlin.

„The worst thing you write is better than the best thing you didn’t write.“

Liebe Freunde & Familie und alle sonstigen Leser & Leserinnen,

nach langem Überlegen, ob ich einen Blog schreiben soll oder besser nicht, habe ich mich dazu entschlossen, es wenigstens mal zu versuchen (mal schauen , wie lange die Motivation anhält).
Auch wenn das Vorbereitungsseminar schon eine Weile zurück liegt, wird es der erste Eintrag meines Blogs sein. Ganz nach dem Motto: Besser später als nie:)

Bevor ich mit dem ersten Bericht starte,  möchte ich kurz darauf hinweisen, dass es sich bei den Berichten natürlich immer nur um subjektive Empfindungen und Eindrücke handelt. Auch Bilder projizi̱e̱ren nie die gesamte Realität. Dennoch möchte ich euch an meinem „Abenteuer“ Vietnam teilhaben lassen.

So, nun aber zurück zum Anfang. Kulturweit, der internationale Freiwilligendienst in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, began mit einem zehntägigen Vorbereitungsseminar am schönen Werbellinsee in der Nähe von Berlin. Ehrlich gesagt konnte ich mir nicht vorstellen, was mich während diesen Tagen erwarten wird. Am letzten Tag verließ ich das Seminar mit einem ziemlich vollen Kopf- dazu aber später mehr.
Mit knapp 200 Freiwilligen, die weltweit ihren Einsatz haben werden, ging es mit einer offiziellen Begrüßung im Auswärtigen Amt los. Untergebracht waren wir sehr, sehr abgelegen an einem See außerhalb von Berlin. Rückblickend war es vielleicht gar nicht schlecht, nochmal die Ruhe dort genießen zu können. So hatte man Zeit, sich mit den Themen auseinander zu setzten und ein wenig in sich zu kehren (und wer wollte, konnte auch non-stop Zeit mit Anderen verbringen).
Ich will mich nicht über das Essen beschweren (okay, vielleicht ein bisschen), aber ich war froh, dass der DHL Bote den Weg zu unserer Unterkunft gefunden hat und ich ein kleines „Fresspaket“ (von der besten Mama überhaupt) erhielt.

Die Themen, mit denen wir uns die ersten Tage beschäftigten, reichten von der Frage über die eigene Identität und die Wertvorstellung bis hin zu Rassismus und Kolonialismus.
Ich muss gestehen, dass ich mich die Jahre zuvor noch nie bewusst damit auseinander gesetzt habe. Dies führte zu dem ein oder anderem nachdenklichen Moment und zu vielen offenen Fragen.
An einem Tag hatten wir beispielsweise eine Exkursion zum Thema Kolonialismus und fuhren in das afrikanische Viertel in Berlin Wedding. Interessant, was dort alles noch aus dieser Zeit stammt.
Ich fragte mich, weshalb an vielen Schulen das Thema Kolonialismus eine sehr große Rolle spielte und ich praktisch nichts darüber gelernt habe ?! (und ja, ich habe im Geschichtsunterricht aufgepasst!!!).
Spannend war für mich auch die Frage, was Privilegien eigentlich sind und was sie bedeuten und bewirken. Und ich finde, jeder sollte sich diesbezüglich selbst mal Gedanken machen.
Es wurden viele Workshops angeboten- ich belegte zum Beispiel einen zum Thema Migrationspolitik, Projektmanagement und Bildungsarbeit.

Was ich also aus dem Vorbereitungsseminar mitnehme?

Eine ganze Menge.  Zum Einen, wie wichtig es ist, immer wieder neuen Input zu bekommen, sich mit neuen, unbekannten Themen zu beschäftigen, der Austausch mit Anderen, Selbstreflexion, Bewusstsein für bestimmte Kontexte schaffen, Sachverhalte öfters mal kritisch hinterfragen und nicht alles als selbstverständlich ansehen.
Und natürlich viele neue Bekanntschaften, viel Vorfreude auf das Zwischenseminar, und Dankbarkeit die Chance „kulturweit“ bekommen zu haben.

PS: Ich verspreche Besserung was das Blogschreiben angeht !

Ach und noch etwas: korrekte Rechtschreibung ist nicht das primäre Ziel dieser Beiträge 😉

 

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