Abschied (Woche 24, um nicht zu sagen: letzte Woche)

Mein Abschied von Rumänien hat sich genau eine Woche lang hingezogen. Vor sieben Tagen hatte ich meine ersten letzten Stunden mit den Schüler*innen und Klassen, die ich eben nur mittwochs sehe. Gesehen habe.

Emotional war diese Woche eine Achterbahnfahrt. Denn natürlich habe ich mich auf zuhause gefreut, auf die Menschen, aber auch darauf, wieder selbstverständlich an jedem Gespräch teilnehmen zu können. Aber gerade in dieser Woche hatte ich das Gefühl, mit einigen Schüler*innen, die mir schon von Anfang an sympathisch waren, wirklich Freundschaften aufzubauen. Und mir wurde immer stärker bewusst, wie sehr mein Leben in Rumänien für mich zum Alltag geworden ist.

Trotz, nein, wahrscheinlich eher wegen dieser Gefühllastigkeit des Abschieds ist der Gedanke daran bis jetzt noch irreal. Weniger die Tatsache, dass ich wieder nach Deutschland zurückfliegen würde, da der Flug nur zwei Stunden dauert, fühlt sich das nicht nach einer riesigen Entfernung an. Sondern mehr, dass es theoretisch keinen Grund gibt, noch einmal nach Zalau zu kommen.

In dieser Hinsicht hat es auch noch keinen aha-Moment gegeben. Wird es wahrscheinlich auch nicht mehr. Denn gerade möchte ich unbedingt noch einmal zurück. Nicht wegen der Stadt, die wirklich nicht viel zu bieten hat, wenn man nicht nur Natur, sondern auch Kultur will. Nicht wegen der Arbeit, die zwar nicht schlimm war, aber auch nichts, was ich weiter machen möchte. Ich will zurück, weil ich noch nicht fertig bin mit den Menschen, die ich kennen lernen durfte. Und natürlich, weil ich dank meiner partiellen Motivationslosigkeit noch viel anzuschauen habe.

Gleichzeitig weiß ich, dass das eventuell nur die direkten Nachwirkungen eines Abschieds sind, bei dem plötzlich die anstrengendsten Schüler*innen unglaublich nett und furchtbar traurig waren, meine Fähigkeiten als Freiwillige (unrealistisch) in den Himmel gelobt wurden und alles eben noch mal ein bisschen schöner war. Mal sehen, was daraus noch wird.

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