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Ausganssituation: Der 30-stock hohe Kulturpalast – Wahrzeichen Warschaus und Handlungsort einer kleinen Gesichte. Der Geschichte einer kulturweit-Freiwilligen in Warschau, die mit ihren verschiedenen Gefühlen während des 6-monatigen Auslandsaufenthalts zu kämpfen hat. Stockwerk für Stockwerk wird sie sich ihm Aufzug der Plattform in 231 Meter Höhe nähern – und hoffentlich dem Ziel Warschau/Polen in all seinen Facetten kennen zu lernen. Für sich selbst und in erster Linie für alle, die sich eine sehr gute Beziehung zwischen Polen und Deutschland wünschen. Begleitest du sie?

 

 

„Besetzung“

 

Bärbel/Björn: Nörgler*in/Pessimist*in

 

Sabine/Dimitri:Freude/Optimist*in

 

Sarah/Sven:Wut

 

Veronika/Vincent:Träumer*in/Naiv

 

Lara/Lars: Perfektionist*in,

 

Besserwisser*in

 

Sandy/Andy:Mut

 

Candy/Danny:Angst

 

Martha/Matthäus: Trauer

 

 

2018 – und der alte, polnische Aufzug hat immer noch nicht seinen Geist aufgegeben. Einzig den vielen Feiertagen sei es zu verschulden, dass er sich nur gemächlich wieder in Bewegung setzt. Wie auch der Mensch muss er sich erst im neuen Jahr zurechtfinden. So haben es die Passagiere des Fahrstuhls um einiges leichter: Ihr Ziel hat sich nach wie vor nicht verändert – sie befinden sich weiterhin auf dem richtigen Weg. In die Höhe. Nach langer Funkstille unter ihnen kommt das erste Gespräch langsam in Gange.

 

Bärbel/Björn >> Das meiste was ich an Filmen hasse?<<

Lara/Lars >>Wenn es eine Fortsetztung gibt?<<

Bärbel/Björn >>Hast ausnahmsweise mal Recht. Meist finde ich diese nämlich schlechter und verderbe mir damit den ersten Teil. <<

Veronika/Vincent >> Oh-o<<

Bärbel/Björn >> Was ist los? <<

Veronika/Vincent >>Was also sagst du dazu, dass es ein Remake meines Ausfluges nach Krakau gibt?<<

Sandy/Andy >>Ein Remake mit einer Spiellaufzeit von 5.760 Minuten? <<

Bärbel/Björn >>Kommt darauf an<<

Candy/Danny >>Was ist die Story?<<

Sabine/Dimitri >>6 Freiwillige mit dem Wunsch um und an Silvester rum die krakauer Stadt unsicher zu machen<<

Bärbel/Björn >>Okay ich höre…<<

Veronika/Vincent >>Ankunft: Alles begann an einem ganz normalen Samstag. Zwei der Freiwilligen trafen als erste am 30.12.17 im Apartment 14 ein. Unwissend, das ihr Aufenthalt dort kürzer als geplant sein würde…

Nachdem sich die Gruppe einige Zeit später fast vollständig zusammengefunden hatte, machten sie sich auf in das Nachtleben und zogen von Bar zu Bar. Der Untertitel für den ersten Tag würde in etwa so lauten: #1Auf der Suche nach der richtigen Bar.

Noch schien das Schicksal auf ihrer Seite zu sein und sie fanden einen Ort im Herzen der Stadt, welcher zu ihrem 2. zu Hause werden sollte…

Mit dem Vorsatz das letzte Mitglied noch munter zu begrüßen (geplante Ankunft etwa gegen 3 Uhr nachts) planten die 5 sich bis zu dieser Uhrzeit von der Musik mitzureisen zu lassen und die Tanzfläche zu ihrer zu machen.

Der Club Apoteka riss sie in seinen Bann und lies die 5 Raum und Zeit vergessen…Oho – 2:50 Uhr. In der Sorge die Ankunft zu verpassen traten sie also stürmisch den Rückzug an. So war die Enttäuschung besonders schlimm, nachdem sie auch um 4 Uhr morgens noch niemanden in Empfang nehmen konnten.

Die Angst, F6 könne eingeschlafen sein und den Ausstieg verpasst haben (jetzt vielleicht auf dem Weg zum Nordpol sein…) wuchs von Minute zu Minute. Ruhe fanden einige noch lange nicht: Spülten und verfluchten das Geschirr – hielten auch den tiefsten Tiefschläfer noch länger als nötig wach.

4:30 Uhr. Kapitulation. Auch die zwei Letzten gingen schlafen. Und wie es so schön heißt: Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Und tatsächlich: F6 stand plötzlich als schwarze Silhouette an der Türschwelle, im Schein des Treppenstocklichtes.

8:38 Uhr. Das Hochgefühl, das alle Schäfchen nun im Trockenen waren hielt jedoch nicht lange an. (Zitatbeginn) „Hello. In connection with accommodation. In an apartment larger than the declared number of people please give your keys today by 12.00 Regards, M.M.

M.M. war der/die Vermieter*in – und vorallem ein*e Kamerafetischist*in. Klar, das somit auf dem Videoband der Beweis zu sehen war, wie das 5er Zimmer plötzlich für etwas mehr als 4 Stunden als Übernachtungsmöglichkeit „missbraucht“ wurde. Dennoch: Bereit war die Truppe dennoch ohne weitere Erklärungen das Geld für eine 6te Person zu zahlen – und das trotz einiger Mängel wie: Gestank von verstecktem Abfall, 3 statt 5 Bettdecken und im vielleicht versteckten Kameras im Apartment… Weder telefonisch noch persönlich wollte sich der/die Vermieter*in jedoch für ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht bereit erklären – später stellte sich auch der Grund dafür raus – er/sie hatte das Apartment an 2 Gruppen vermietet. Eine Masche. Eine Abzocke. Wer weiß…

Das Loch in das die Clique und ihr gemeinsamer Wunsch fiel hätte nicht größer sein können: Obdachlos am 31.12 nur noch wenige Stunden bis zum neuen Jahr. Ein Omen dafür, wie das nächste Jahr für sie aussehen würde?

An diesem verregneten Tag bot ihnen schließlich ein Café zwischenzeitlich Zuflucht – und viel wichtiger: Wlan. So lässt sich auch dem zweiten Tag ein passender Untertitel zuschreiben: #2Auf der Suche nach dem richtigen Apartment

Egészségedre!(ung.:Egge Schegge der) Mit dem Glück wieder auf ihrer Seite zogen sie nach den wohl längsten Stunden ihres Lebens in ein neues Apartment um – Unglaublich, bei der Nachfrage über Silvester. Mit bester Laune konnte die Gruppe nun getrost das neue Jahr begrüßen. Blitzlichtartig versuche ich den Abend zu rekonstruieren: Krakauer-Koks, Apartmentbalkon, Icee der Eisbärsalzsteuer, Reagenz- bzw. Shotgläser, Liebes Tagesbuch…,Glitzerherzchen, Abwaschen, Apoteka, Sicherheitsabstand zur Pommesbude mit Erdnussbutter halten, Döner, Apoteka*innengang, Tanzen, Tanzen, Tanzen…

Bei den letzten Tage fasse ich mich kurz: #3Auf der Suche nach der richtigen Pizza und last but not least: #4Auf der Suche nach MCSpar <<

Bärbel/Björn >>Mhm. Du verwirrst mich immer wieder aufs Neue mit deinen Geschichten…<<

Sabine/Dimitri>> Ach wie wärs mit abschließenden Insider-Worten, um deiner Verwirrung noch eins draufzusetzen?<<

Veronika/Vincent >>Und wenn sie nicht rausgeflogen wären…<<

Sabine/Dimitri>>Dann stinke sie wohl heute nach Gorgonzola…<<

 

Bildergalerie folgt in Kürze…

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