Was ist Reisen? Ein Ortswechsel? Keineswegs! Beim Reisen wechselt man seine Meinungen und Vorurteile.

Zitat von Anatole France

 

Gerade, 28 Tage nach der Beendigung meines Freiwilligendienstes, komme ich aus meiner ehemaligen Schule zurück. Dort habe ich gerade einen kleinen Vortrag über mein FSJ in einer der 12. Klassen gehalten.

45 Minuten habe ich nahezu durchgeredet.
Habe von meiner Einsatzstelle, meinen Reisen und auch vom bulgarischen Essen erzählt.
Aber auf meinem Weg von der Schule zurück fiel mir auf, mehr als die Hälfte von dem, was ich eigentlich erzählen wollte bzw. erzählen hätte können, habe ich während des Vortrages vergessen.

Zum Beispiel fielen mir auf meinem Rückweg die ganzen Handwerker in Велико Търново (Veliko Tarnovo) wieder ein mit ihren selbst gemachten Tellern, Töpfen und Schüsseln, dem individuell angefertigten Schmuck und die handgemachte mit Rosen bestückte Seife, als ich das Stück Seife aus Aleppo (dort gab es bestimmt auch mal zauberhafte Märkte) betrachtete, welches mir mein ehemaliger Klassenlehrer als Dankeschön für den Vortrag geschenkt hatte.

Auch habe ich festgestellt, dass ich zwar von den orthodoxen Kirchen, den Gebirgen, dem Wein, den Höhlen… berichtet habe, aber habe ich wirklich das richtige Bild vermittelt?  Können sich die Zwölftklässler jetzt wirklich vorstellen, wie ich Bulgarien wahrgenommen habe? Gibt es das richtige Bild überhaupt? Oder muss jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln und man selbst als Reisender kann nur die Anstoß geben,  die Orte, Städte und Länder einmal zu besuchen?

Wahrscheinlich hätte ich noch 3 weitere Stunden reden können und am Ende wäre mir wieder etwas aufgefallen, dass ich noch nichts gesagt habe.

Aber vielleicht wagt ja der ein oder andere jetzt auch den Schritt ganz weit von zu Hause weg und kann in zwei Jahren auch wieder einen kleinen Funken von einem fremden Land unter seinen Freunden und Bekannten verbreiten.

 

 

Sooo, und zu guter Letzt folgen hier noch ein paar kleine Imressionen von meiner wunderbaren Rückreise von София bis nach Berlin.

 

Das war nicht unser Reisegefährt

Das war nicht unser Reisegefährt

 

und so sind wir auch nicht vorwärts gekommen...

und so sind wir auch nicht vorwärts gekommen…

 

 

So ein Schild hat oft zur Fortbewegung geholfen :)

So ein Schild hat oft zur Fortbewegung geholfen 🙂

 

Die Sonnenblumen haben wir noch in Bulgarien geshootet...

Die Sonnenblumen haben wir noch in Bulgarien geshootet.

 

 

Unterwegs haben wir...

Unterwegs haben wir…


...die lustigesten Gestalten,...

…die lustigesten Gestalten,…


...aber auch super interessante Menschen getroffen.

…aber auch super interessante Menschen getroffen.

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An besonders heißen Tagen sind wir dann auch einmal in einem wunderschönen, noch heißeren und ehemals deutschen Zug gefahren.

An besonders heißen Tagen sind wir dann auch einmal in einem wunderschönen, noch heißeren und ehemals deutschen Zug gefahren.

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Viele tolle Städte in nicht chronologischer Reisereihenfolge. Hier war ich schon einmal im Februar.

Viele tolle Städte in nicht chronologischer Reisereihenfolge. Hier war ich schon einmal im Februar.

 

 

Gegen Ende das sehr türkisch angehauchte Sarajevo

Gegen Ende das sehr türkisch angehauchte Sarajevo

mit vielen Handwerksgassen.
mit vielen Handwerksgassen.

 

 

 

Prag, die allerletzte Station.

Prag, die allerletzte Station.

 

 

Der Oridsee am Anfang der Reise.

Der Oridsee am Anfang der Reise.

 

 

Wasserfälle bei Mostar in Bosnien und Herzegovina.

Wasserfälle bei Mostar in Bosnien und Herzegovina.

 

 

Die Adria bei Kotor in Montenegro. Mein absoluter Lieblingstopp.

Die Adria bei Kotor in Montenegro. Mein absoluter Lieblingstopp.

 

 

Ebenfalls Kotor.

Ebenfalls Kotor.

 

 

Durres in Albanien. Auf diesem Dach wurde gezeltet :D

Durres in Albanien. Auf diesem Dach wurde gezeltet 😀

 

 

Eine Bar in Budapest.

Eine Bar in Budapest.


Und eine Brücke in Budapest.

Und eine Brücke in Budapest.

 

 

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Die blaue Kirche in Bratislava.

 

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Das war noch in Bulgarien – Belogradtschik 😀

 

 

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In Banja Luka gab es neben vielen verschiedensten Religionsstätten das leckerste Bier der gesamten Reise 😀

 

 

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Das Bild bzw dieser Ausflug hat mich sehr an die „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll erinnert. Zum Nachlesen einfach dem Link des Bildes folgen 🙂

 

 

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