Die Nicht-Existenz der vor-weihnachtlichen Fragen aller Fragen

Beim Lesen meiner eigenen Blog-Einträge ist mir mittlerweile auch aufgefallen, dass sie doch manchmal sehr traurig und einsam klingen. Und ich kann auch nicht sagen, dass ich hier nie traurig und einsam bin. Das wäre gelogen. Trotzdem bin ich die meiste Zeit hier sehr glücklich und sehe es als ein großes Privileg an hier zu sein und die Möglichkeit und die Zeit dafür zu haben.

Es liegt wahrscheinlich nur an dem ganz einfachen Grund, dass ich mich immer dann alleine fühle, wenn ich (zu) viel freie Zeit habe. Immer wenn mein Terminkalender aber voll ist mit Sport, Veranstaltungen in der Schule, an der Uni oder in der Bibliothek oder ich mich mit Freunden treffe, dann bin ich richtig glücklich hier zu sein, habe aber auch keine Zeit für meine Blog-Einträge.

 

Weihnachten steht vor der Tür, und damit auch die Nicht-Existenz der vor-weihnachtlichen Frage aller Fragen: „Wird es weiße Weihnachten geben?“ Schnee liegt hier seit Oktober und die Temperaturen schwanken zwischen 0 und -10 Grad Celsius. Für mich fällt dieses Jahr aber mehr als nur diese Frage aus. Zwei Adventskalender (Tee- und Foto-Adventskalender von meiner Familie) habe ich zwar, aber keinen Adventskranz. Auch auf den Tannenbaum „muss“ ich dieses Jahr verzichten, denn ich weigere mich nach wie vor den Plastik-Weihnachtsbaum aus dem Kabuff meiner Wohnung aufzubauen. Auch sonst fehlt es meiner Wohnung an jeglichen Weihnachtsschmuck. Heilig Abend fällt dieses Jahr auf einen Sonntag und so habe ich glücklicher Weise frei, doch am 25.12 und 26.12 muss ich wie gewohnt in die Schule. Aber so richtig Pläne habe ich für den 24.12 auch noch nicht. Irgendwas zwischen Plätzchen backen, die „Gastfamilie“ besuchen und jeder Menge Nahrungsaufnahme.

Das mag sich jetzt für die Weihnachts-Verrückten (zu denen ich mich ja sonst auch zählen würde) traurig und trostlos anhören, aber ich genieße es (noch) und freue mich nur umso mehr nächstes Jahr alles doppelt und dreifach nachzuholen.

Mein Weihnachtsmarkt-Detoxing geht jetzt also in die End-Runde und endet erst am 30.12, wenn ich mit meinen „kulturweit“-Mädels in Sankt-Petersburg ein Mini-Weihnachten feier.

Am 27.12 steige ich in den Zug nach „Piter“ und es warten 13 Tage Eremitage, Ostsee, Bernsteinzimmer, die Mädels und meine Eltern auf mich.

Ich wünsche allen eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Liebe und Glück dieser Welt für 2018!

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