Sonniges Wochenende

Seit dem 1. März bin ich wieder in Athen und wurde herzlich von Sonnenschein und Wärme empfangen.
Das Wetter war einfach großartig. 20°C, blauer Himmel und man konnte ohne Jacke aus dem Haus.

Letzten Samstag hatte ich ein volles, aber schönes Programm.
Meine Mitbewohnerin Paulina joggt jeden Samstag um 9 Uhr mit dem Running Team der deutschen Schule im Norden von Athen. Die Tatsache, dass es schon um 9 Uhr losgeht und der Weg dorthin eine Stunde in Anspruch nimmt, ich also an einem Samstagmorgen um 7 Uhr aufstehen müsste, hat mich bisher immer davon abgehalten, Paulina dorthin zu begleiten. An diesem besagten Samstag aber war das Wetter einfach so traumhaft, dass ich voller Motivation um 7 Uhr aus dem Bett hüpfte und um kurz vor 8 Uhr in die Metro nach Marousi, in Begleitung meiner beiden Mitbewohnerinnen, gestiegen bin.
Das Running Team trifft sich für seine Läufe im größten Park Athens, dem Siggrou Park. Wenn man sich nicht auskennt, kann man sich dort wirklich verlaufen( was ich natürlich auch geschafft habe, aber dazu später mehr).
Um 9 Uhr ging es dann also los mit Aufwärmen. Beim Dehnen habe ich eine Runde Applaus bekommen, weil ich zum ersten Mal dabei war.
Danach folgten 2 Läufe von je 1,5km Länge. Anschließend wurden wir in Gruppen nach unserer Schnelligkeit eingeteilt. Es war richtig schön, durch den sehr naturbelassenen Park zu joggen und ich konnte mit der Gruppe auch erstaunlich gut mithalten. Wäre da nicht mein Knie gewesen… Mein Knie hat vor längere Zeit zu schmerzen angefangen. Ich war auch beim Arzt, aber er konnte nichts feststellen. Es wurde dann auch besser…bis zu diesem Tag.
Mein Knie schmerzte also, ich konnte nicht mehr weiterlaufen und verlor meine Gruppe aus den Augen. Natürlich hatte ich keine Ahnung wo ich war.
Zum Glück traf ich kurze Zeit später Natalie, die ebenfalls ihre Gruppe verloren hatte. Zusammen irrten wir durch den Park, fragten Menschen nach dem Weg und mit ein wenig Orientierungssinn fanden wir schließlich den Ausgang.

Mein 2. Programmpunkt des Tages bestand aus Shoppen. Ich hatte zwei Hosen von mir zerstört, also musste Ersatz her. Bei dem tollen Wetter war halb Athen in der Innenstadt, man kam nur im Schneckentempo vorwärts. 3 Hosen, 1 Jacke und 1 Eis später, erklärten wir die Shoppingtour für beendet.

Mein letzter Programmpunkt des Tages fand am Abend statt.
In Griechenland gibt es die Tradition am Jahresende eine Vasilopita zu backen und im Teig eine Münze zu verstecken. Die Person, die die Münze in ihrem Kuchenstück findet, hat Glück im neuen Jahr.
Meine Schule veranstaltete ein Abendessen in einem Lokal, in dessen Rahmen diese Vasilopita geschnitten wurde.
Und so kam es, dass wir uns am Samstagabend, den 5. März, 2 Monate nach Beginn des Neuen Jahres, alle zusammen in einem schicken Restaurant trafen, gemütlich zusammen saßen und drei leckere Gänge zu uns nahmen. Zum Höhepunkt des Abends biss dann jeder in sein Stück Vasilopita und hoffte, dass er der Glückliche Gewinner der Münze wäre.
Ich war es natürlich nicht.
Also drückt mir die Daumen, dass ich trotzdem ein wenig Glück in diesem Jahr haben werde.

Der Samstagabend ging bei mir entsprechend länger und damit ich nicht den ganzen Sonntag verschlafe, sondern was mit meinen lieben Mitbewohnerinnen mache, wurde ich am Sonntagmorgen ganz sanft mit einem Frühstück am Bett geweckt. ( Ich habe schon echt tolle Mitbewohner!)Um einer Sauerei zu entgehen, beschloss ich trotzdem lieber am Küchentisch zu essen.

Es war der erste Sonntag im Monat, was bedeutete, dass die Akropolis wieder freien Eintritt hatte. Das war aber auch der letzte Sonntag, weil diese Regelung nur für die Nebensaison gilt. Nach 176 Tagen die wir nun schon in Athen sind, haben es auch endlich meine Mitbewohner geschafft, die Akropolis zu sehen. (Und ihr dachtet schon, ich war spät dran..)
Es war aber einfach noch voller als das letzte Mal und man musste wirklich aufpassen, sich nicht gegenseitig auf die Füße zu treten.

Wir haben den restlichen Sonntag noch gemütlich im Sonnenschein und in der Stadt verbracht.

Sonnige Grüße aus Athen,

eure Paddy

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