Verlängertes Wochenende in Thessaloniki

Ich hatte diesen Montag, den 30.01., frei und nutzte das lange Wochenende für einen Kurztrip nach Thessaloniki. Am Samstag um sieben Uhr fuhr der Zug von der Station Larissa ab.
Der Bahnhof war nicht der Modernste und machte nicht den Eindruck der Hauptbahnhof der Hauptstadt Griechenlands zu sein. Alles war ein wenig heruntergekommen und es wurden nur zwei Gleise verwendet.

Die Fahrt in den Norden Griechenlands dauerte sechs Stunden ( inklusive 45 Minuten Verspätung) und führte durch wunderschöne Berge. Fast die ganze Zeit hatte ich eine tolle Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Immer wieder fuhr der Zug an alten Bahnhöfen und zerstörten Zugwaggons vorbei, die sicherlich seit mehreren Jahren sich selbst überlassen wurden. Inmitten der bergigen Landschaft sah das aber ,auf seine eigene Weise, sehr schön aus.

Das Wetter war heute einfach großartig. Es war kaum kälter als Athen und die Sonne lud zu einem herrlichen Spaziergang am Meer ein. Natürlich hatte ich am Abend prompt einen leichten Sonnenbrand im Gesicht..
Zuerst war ich am Hafen, lief dann am Aristoteles Platz vorbei zum weißen Turm und weiter bis fast ans Ende der Promenade.

Leider hatte ich Knieschmerzen, also war der Spaziergang mehr von Pausen, als von Laufen geprägt.
Den Sonnenuntergang habe ich wieder am Aristoteles Platz bewundert, wo ich auch zu Abend gegessen habe.

Übernachten konnte ich netterweise bei Janne, eine Kulturweitfreiwillige, die in Thessaloniki wohnt und dort beim Goethe Institut arbeitet. Sie hat mir am Sonntag die Altstadt und ihre Lieblingsorte gezeigt. Das Wetter war im Vergleich zum Vortag sehr schlecht. Kalt und Regnerisch. Deswegen fiel die Stadttour auch nicht allzu groß aus, und wir machten uns einen gemütlichen Abend bei ihr zu Hause.

Am Montag ging es mit dem Zug um zehn Uhr auch schon wieder zurück. Der Bahnhof in Thessaloniki hat zwar mehr Gleise in Betrieb als der Athener Bahnhof, aber ganze Teile des Bahnhofs waren verlassen und unbenutzt. Man merkt, das die glorreichen Tage der Eisenbahnfahrten hier schon lange vorbei sind. Das Schienennetz in Griechenland gleicht einem Flickenteppich und die Züge haben auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Es ist also kein Wunder, dass nur jede vierte Toilette im Zug halbwegs funktioniert und die automatischen Türen, nur mit viel Muskelarbeit geöffnet werden können.
Auch an lange Verspätungen haben sich die Fahrgäste schon gewöhnt.
Ich erreichte diese Mal mein Ziel mit nur 30 Minuten Verspätung.

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