Weihnachten in Griechenland

Natalie und ich haben uns dazu entschlossen, an Weihnachten nicht nach Deutschland zu fliegen, sondern es hier in Athen zu verbringen.  Als wir genau das im Kollegium erwähnten, waren so viele dazu bereit , uns  einzuladen, denn keiner wollte, dass wir an den Feiertagen alleine sind . Und so kam es, dass wir für jeden Weihnachtstag eine Einladung erhalten hatten.

Los ging es am Samstag, den 24.12.  um 4 Uhr.  Dort waren wir bei einer Kollegin von Natalie eingeladen. Die Orthodoxen feiern den Heiligen Abend nicht, aber sie hat trotzdem extra für uns einen Schweinebraten mit Kartoffeln und Salat auf den Tisch gezaubert. Es war sehr lecker und wir haben einen gemütlichen Abend mit sehr netten Menschen verbracht.  Gegen später sind wir noch in eine Bar, die passenderweise „Noel“ hieß , und haben in den Geburtstag eines Freundes der Kollegin reingefeiert.

Am 25. ging es dann schon um 1 Uhr bei einer anderen Kollegin von Natalie weiter. Dort erlebten wir hautnah, wie griechisch Orthodoxe das Weihnachtsfest feiern.
Als wir ankamen wurden wir zuerst von ALLEN Familienmitgliedern (Oma, Opa, Tante, Onkel, Schwestern; Kinder…) herzlich begrüßt und gleich an den Tisch gebeten. Dieser war wirklich überfüllt an Essen. Ich glaube ich habe noch sie so viel Essen auf einmal gesehen. Es gab Lamm, Schwein, Pute, Reis, Kartoffeln, Sülze, Aufläufe verschiedener Art, Brot….
Und gerade als wir die Oma davon abbringen konnten uns noch mehr auf den Teller zu tun, kam sie mit Kuchen, Mouse und typischen griechischen Süßigkeiten wieder an den Esstisch. Ich hatte wirklich das Gefühl nach Hause rollen zu können.

Aber ich habe mich dort sehr wohlgefühlt. Das Haus war auch weihnachtlich geschmückt. Es gab aber keinen Weihnachtsbaum, denn traditionell wird hier zu Weihnachten ein Schiff geschmückt, für das Wohnzimmer ein dementsprechendes kleines aus Holz. Wir haben noch viel geredet und der Opa hat uns gleich für Ostern eingeladen.

Am 26.12.2016 waren Natalie und ich noch bei meiner Direktorin eingeladen. Eigentlich waren wir beide sicher, kaum etwas essen zu können, aber das leckere Essen hat uns vom Gegenteil überzeugt. Zur Vorspeise gab es eine  Gemüsesuppe mit selbstgemachtem Knoblauchbrot dazu. Der Hauptgang bestand  aus gefüllter Putenbrust, Reis und Salat. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, während ich das hier schreibe. Die gesellschaftliche Runde war hier deutlich kleiner, nur wir zwei, die Direktorin und ihr Mann, aber sie ließ ganz andere Gespräche als am Vortag zu.

Ich muss sagen, dass ich die Feiertage sehr genossen habe und ich es sehr schön finde, wie viele neue Menschen ich in den wenigen Tagen kennengelernt habe, dass so viele Leute dazu bereit waren, ihr Familienfest mit uns zu feiern. Immerhin war ich für viele eine völlige Fremde.

Ich hoffe, dass auch ihr schöne Weihnachten hattet und ihr ganz entspannt ins neue Jahr rutschen könnt. Für dieses wünsche ich euch natürlich nur das Allerbeste, viel Glück und Gesundheit.

Bis nächstes Jahr, 
eure Paddy.

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