Zwischenseminar

Vom 22.11. bis 26.11. 2016 hatte ich mein Zwischenseminar in Serbien.
Da es erst am Dienstag angefangen hatte, bin ich schon am Sonntag nach Belgrad gereist, um etwas von Serbien sehen zu können. Am Sonntagabend kam ich in Belgrad an und bin mit einem Bus vom Flughafen zu meinem Hostel gefahren. Natalie, Paulina und ich hatten hier für 2 Nächte gebucht. Es war ein sehr kleines Hostel, was nur ein 6-Bett- und ein 4-Bettzimmer und ein sehr kleines Bad hatte, das von Schimmel befallen war. Es war aber schön dekoriert, mit vielen Bildern und Plakaten an den Wänden und Post-its an sämtlichen Stellen.

Am Montag haben wir uns zu einer gratis „20th century free Belgrade walking tour“ aufgemacht. Wir drei blieben die einzigsten Interessenten und so bekamen wir eine ganz private Führung durch Belgrad mit vielen interessanten Informationen. Nachmittags sind wir in den Stadtteil Zermun gefahren und dort ein wenig herumspaziert.

Am Dienstag Morgen sind wir  zum Belgrader Bahnhof gelaufen und mit dem Zug nach Sremski Karlovci, unserem Seminarort, gefahren. Wir waren in einem Hotel untergebracht, das direkt am Ufer der Donau lag. Ich muss zugeben, dass ich ganz schön erleichtert war, als ich in meinem Badezimmer keinen Schimmel finden konnte. Das Seminar ging um 15 Uhr los und war natürlich von prozessorientiertem Arbeiten geprägt. Erfahrungsaustausch, Projektfindung und kulturelle Erlebnisse standen auf dem Programm.
Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug nach Novi Sad, der zweitgrößten Stadt Serbiens. Dort hatten wir einen straffen Zeitplan, so hatte zum Beispiel ein Mitfreiwilliger, der in Novi Sad an einem Gymnasium tätig ist, eine Stadtführung mit seinen Schülern vorbereitet. Die Schüler haben uns auf deutsch ihre Stadt näher gebracht und später konnten wir noch eine Blick in ihre Schule werfen. Zudem haben wir eine Roma-Organisation besucht, die Aufklärungsarbeit leistet und Roma auf ihrem Bildungsweg unterstützen.

Viel zu schnell war das Seminar am Samstag schon zu Ende und wir hätten uns alle gerne noch ein paar Tage mehr gewünscht. Die meisten Freiwilligen reisten zurück nach Belgrad, wo sich unsere Wegen dann aber trennten.
Wir griechischen Mädels blieben noch eine Nacht, da unser Flug erst am Sonntag ging. Wir übernachteten in einem Hostel, das wenige Meter vom Ufer entfernt auf der Donau schwamm. Es war ein kleines Holzhaus mit zwei Stockwerken und besaß eine Terasse zur Donau hin, von der man eine schönen Blick auf die Stadt hatte. Am nächsten Morgen gab es ein leckers serbisches Frühstück, das sogar im Preis inbegriffen war. Uns wurde angebratenes Brot mit Schinken, Tomatenschnitze und ein Glas Joghurt gebracht. Ja, in Serbien gibt es Joghurt nur in flüssiger Form und den trinkt man zum Frühstück, anstatt ihn zu löffeln.
Am Nachmittag ging es mit dem Bus zum Flughafen und dann in den Flieger, der uns zurück nach Athen brachte, mit vielen Eindrücken, Erfahrungen und neuen Ideen für den Freiwilligendienst im Gepäck.

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