Mykonos

Und ab zur nächsten Insel! Das letzte Wochenende war ein langes Wochende, denn der 28. Oktober ist Nationalfeiertag bei den Griechen (Nein-Tag).
Am Donnerstag gab es deshalb ein kleines Schulfest, bei dem die 5. Klasse mit Gesang, Tanz und Theatereinlage darstellten, wie die Griechen „Nein“ zu Mussolini während des 2.Weltkriegs gesagt hatten.
Mit feierlichem Hereintragen der Flagge (natürlich wurde dabei gestanden) begann das Spektakel und mit dem Singen der Nationalhymne wurde das Fest beendet.
Die Griechen sind sehr stolz auf ihre Nation, wie ich miterlebt habe.

Weil der Freitag dann frei war, verließ unsere Fähre schon um halb 8 den Hafen von Piräus. Irgendwann während der Überfahrt, las ich nochmal die Email mit der Buchungsbestätigung für unser Appartement und machte dabei die Entdeckung, dass da ein falsches Datum stand.. Wir hatten uns beim Buchen im Datum vertippt. Ihr fragt euch natürlich wie doof man dazu sein muss. Die Tatsache, dass wir alle vier blond sind, liefert euch vielleicht die Antwort.

Als wir dann auf Mykonos waren, haben wir die Situation erklärt und es war überhaupt kein Problem. Wir haben sogar ein besseres Zimmer bekommen, als bei der ursprünglichen Buchung vorgesehen war. Das Appartement hatte 2 Bäder, 2 Schlafzimmer, einen Kochschrank und eine Terrasse mit toller Aussicht.

Wir sind dann gleich runter nach „Mykonos-Stadt“ und es war wie ein griechischer Traum. Kleine Gassen, weiße Häuser, ein Pelikan namens Petros und die Wellen, die über die Mauern im Viertel „Little-Venice“ schwappen. Hätte jetzt noch die Sonne geschienen wäre es perfekt gewesen. Da jetzt die Nebensaison angefangen hat, war auf der Insel tote Hose. Aber eigentlich ganz schön, sich nicht durch Massen von Touristen quetschen zu müssen.

Am nächsten Tag sind wir mehr oder weniger wahllos in einen Bus eingestiegen, der uns zum „Paradise Beach“ gebracht hat. Hier feiern im Sommer bis zu 5000 Menschen pro Nacht. Jetzt hat es einen einfach nur an einen „Lost-Place“ erinnert. Alles war geschlossen, aber der Strand war trotzdem sehr schön.
Motiviert wie wir waren, habe wir beschlossen zu einem Örtchen zu wandern, in dem eine schöne Kapelle sein sollte, im Zentrum der Insel. Ich muss gestehen, dass Mykonos nicht die schönste Insel ist.. Es gibt kaum grünes Gewächs, dafür sehr viel Fels und vertrocknete Felder.. Wir hatten richtig Mitleid mit den armen Ziegen, die sicherlich von saftigem Gras träumen.

Nach 3 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Es war inzwischen echt kalt geworden, ohne Sonne und mit starkem Wind. Eigentlich haben wir uns nur kurz die Kapelle angeschaut und wollten wieder zurück nach Mykonos, weil a) es nicht mehr viel zu sehen gab und b) es wirklich kalt war!
Also stellten wir uns an die Bushaltestelle aber es kam irgendwie kein Bus.. Also hat Josephine kurzen Prozess gemacht, den Daumen rausgestreckt und keine 3 Autos später hat uns jemand zurück nach Mykonos-Stadt mitgenommen.
Abends haben wir uns leckere Nudeln in der Kochnische gekocht und die 3 Mädels sind noch zum Feiern ausgegangen. Ich habe mich mit Kopfschmerzen ins Bett gelegt und mich über eine Stunde mehr Schlaf gefreut ( das einzig positive an der Zeitumstellung..)

Am Sonntag haben wir lange geschlafen, das Zimmer geräumt und sind nochmal in die Stadt gegangen. Heute schien die Sonne und die Stadt war voller (deutscher) Touris. Das lag an drei großen Kreuzfahrtschiffen, die im Hafen angelegt hatten. Uns bot ein völlig anderes Bild im Vergleich zu den letzten Tagen und waren dann doch froh, die Insel ohne den Massentourismus erlebt zu haben.

Nach vielen geschossenen Fotos, war dann auch Zeit Richtung zum Hafen zu schlendern und um 4 legte unsere Fähre Richtung Rafina ab. Wir sind nicht nach Piräus gefahren, weil die Fähre nach Rafina um einiges billiger war. In Rafina hat der Bus nach Athen schon auf uns gewartet und konnte mein Bett schon rufen hören, Ich hatte aber die Rechnung ohne den griechischen Bus gemacht.. An der ersten Haltestelle, hat es plötzlich angefangen zu rauchen, als das alle Fahrgäste realisiert hatten, sind alle mehr oder weniger panisch aus dem Bus gestiegen. Da uns klar war, dass es erstmal nicht weiter gehen würde, sind wir 20 Minuten zur nächsten Metrostation gelaufen und mussten dann noch eine ganze Stunde fahren, weil wir ganz am Rand von Athen waren.
Aber ich war immerhin noch vor Mitternacht zu Hause.

Ich melde mich bald wieder,

eure Paddy.

Ein Gedanke zu „Mykonos

  1. Hallo Patricia,

    ich werde nächstes Jahr auch mit kulturweit über den Sommer in Athen sein. Könntest du vielleicht mal etwas schreiben, wie du eine Wohnung gefunden hast, wie es mit der Aufenthaltsgenehmigung lief und wie die Kosten vor Ort so sind?

    Deinen Blog lese ich immer sehr gerne und ich würde mich freuen über solche rein praktischen Dinge zu lesen😊

    Viele Grüße
    Katharina

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