30 Sekunden

In einem Augenblick kann sich in Medellín alles ändern. In jeder Ecke der Stadt gibt es problematische Barrios und soziale Brennpunkte. Die Schicksale der Menschen prallen auf engstem Raum aufeinander und die sozial Schwachen befinden sich immer noch in einer Spirale aus Gewalt und Armut. Das öffentliche Engagement zur strukturellen Beseitigung von sozialer Ungleichheit entwickelt sich zwar nur langsam, ist aber durch Projekte wie z.B. die neue Metrocable-Linie durchaus sichtbar.

 

Centro:

Pablo tritt aus der Tür und der geschäftige Lärm der Stadt verschluckt ihn. Die Straßenbahn fährt vorbei und vertreibt einige Touristen mit einem durchdringenden Hupen. Aus dem Auspuff eines Busses dringt eine graue Abgaswolke, die Straßenverkäufer an der Ecke feilschen um Avocados. Um die Mittagszeit ist die Hitze im Zentrum von Medellín allgegenwärtig. Mütter schützen ihre Kinder mit Regenschirmen vor der Sonne und der Geruch von gegrilltem Fleisch vermischt sich mit dem Feinstaub der Autos.

Pablo hält sich eine Hand schützend vor die Augen, denn die Sonne blendet ihn. Er wendet sich ab von der Schule und beginnt seinen Heimweg. Kaum jemand beachtet ihn. Pablo überlegt, sich eine Empanada zu kaufen. Doch als er kurz stehenbleibt, um sein Geld zu zählen, merkt er, dass er kaum genügend Pesos für den Bus nach Hause hat. Also läuft er weiter, bis er an der großen Kreuzung ankommt, an der die Busse nach Santo Domingo abfahren. Zuhause wartet seine Mutter auf Pablo, die ihm jeden Tag eine große Portion mit Reis und Fleisch kocht. Wenn er Glück hat, bekommt Pablo heute Abend sogar seinen großen Bruder zu Gesicht, der mit seinen Freunden oft nächtelang in der Boxhalle trainiert und selten zuhause schläft. Pablo kann das Geräusch seines Motorrollers von allen anderen im Barrio unterscheiden und er ist der Erste, der allen Bescheid gibt, wenn sein Bruder nach Hause kommt.

Auf der anderen Straßenseite fährt ein Bus mit der Aufschrift „Santo Domingo“ ums Eck, Pablo schüttelt die Gedanken an seine Familie ab und rennt über die Fahrbahn. Er wirft einen Blick auf seine kleine Armbanduhr: Zehn Minuten nach 1 Uhr. Als Pablo wieder aufblickt, scheint sich der Verkehr auf einen Schlag wie in Zeitlupe zu bewegen. Der Straßenlärm verblasst. Ohne sich wirklich zu erschrecken nimmt der kleine Junge die beiden schwarzen Motorräder wahr, die sich in diesem Moment an einem Taxi vorbeidrücken. Er kann seinen Blick nicht abwenden. Einer der beiden Fahrer klappt sein Visier hoch, mustert einen Punkt hinter Pablo und kommt dann unwahrscheinlich schnell näher. Pablo nimmt aus den Augenwinkeln einen Mann war, der sich hinter ihm in Bewegung setzt, weil er die Motorräder wohl auch gesehen hat. Plötzlich kehren die Geräusche in der Avenida Oriental zurück. Die Sonne brennt auf Pablos Kopf und in diesem Augenblick ist der 11-jährige Schüler sich seiner Situation voll bewusst. Die beiden Motorräder sind jetzt auf seiner Höhe angelangt und Pablo weiß genau, dass die beiden Beifahrer nun ihre halbautomatischen Pistolen ziehen werden.

Innerhalb der nächsten dreißig Sekunden ändert sich die ganze Welt. Achtzehn Schüsse knallen aus den beiden schwarzen Pistolen. Eine Schaufensterscheibe zerspringt hinter Pablo. Ein roter Schleier legt sich vor seine Augen, als er zu Boden geht. Fast augenblicklich verliert er das Bewusstsein. Der Lärm und die Hitze sind unerträglich.

Menschen rennen in alle Richtungen, verstecken sich hinter Metallgittern und parkenden Autos. Eine Mutter schreit und drückt ihr Baby an sich. Dann quietschen die Reifen der Motorräder. Ein Polizist gibt einige Schüsse ab und beginnt die Verfolgung zu Fuß. Der Geruch nach Schießpulver beißt in der Nase und erst als die Krankenwagen, Soldaten und Schaulustigen die Szenerie verlassen und die kühle Dämmerung über Medellín hereinbricht, kehrt eine trügerische Stille im Zentrum der Stadt ein.

 

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Schießerei im Zentrum

Um die Mittagszeit kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung an der Avenida Oriental. Laut Augenzeugen wurden 18 Schüsse abgefeuert. Zwei der vier Täter konnten auf ihrer Flucht von Polizisten gestoppt werden. Es wurden mehrere Verletzte und zwei Tote gemeldet.

 

Santo Domingo:

Die Sonne geht unter und im Tal von Medellín leuchten tausende Straßenlaternen auf. Eine kühle Brise weht über die Berge und treibt einige Wolken in den Norden der Stadt. Die Gondeln der Metrolinie schweben unablässig über den Häuserblocks von Santo Domingo, wo Juan Carlos Ramirez einen Moment innehält und sich einen Joint anzündet. Eine süßliche Marihuana-Schwade hüllt ihn ein, verzieht sich und gibt den Blick wieder frei auf die Lichter der Millionenstadt unter ihm. Juan schließt die Augen und betet.

Dann kommt Cristina zurück mit einer warmen Tüte Empanadas. „Wie geht es dir, mi amor?“, fragt sie und reicht Juan eine der Teigtaschen. Juan greift nach der Empanada, zuckt mit den Schultern und zieht an seinem Joint. „Ich weiß nicht, ob ich so weitermachen kann. Mein Ellenbogen sticht bei jedem Schlag, den ich auf den rechten Oberarm bekomme, und Ramirez sagt mir, dass ich zum Arzt gehen soll.“ Juan Carlos seufzt und nimmt einen großen Bissen von seiner Empanada. Cristina mustert ihn besorgt und hakt nach: „Kann er sich deinen Ellenbogen nicht nochmal selbst anschauen? Er weiß genau, dass du dein Training jetzt weiterführen musst.“ „Heute nach dem Sparring hat mich Ramirez nochmal angeschaut“, antwortet Juan. „Aber das verfluchte Gelenk ist hin, da kann er nichts machen. Er meint, dass ein Arzt den Ellenbogen vielleicht sogar operieren sollte.“

Cristina legt ihrem Freund eine Hand auf den Oberschenkel und lehnt ihren Kopf an seinen. Zusammen schweigen die beiden einen Moment lang und genießen den Ausblick auf ihre Stadt. Tausende Schicksale schlummern in den unverputzten Gebäuden, weit draußen leuchten die Hochhäuser der reichen Gegenden und über dem Zentrum liegt grauer Dunst. „Ich glaube, du solltest deine Mutter mal wieder besuchen.“, meint Cristina leise. „Sie geht immer noch kaum auf die Straße, seit sie allein ist, und vielleicht kennt sie einen Arzt, der dich für wenig Geld behandelt.“ Juan zögert bei diesem Gedanken. Er atmet dicken Rauch aus und steht auf. Nach kurzem Überlegen fragt er: „Kann ich heute Nacht bei dir schlafen?“ Cristina lächelt. Sie schaut ihn an und nickt. „Dann fahre ich heute Abend zuhause vorbei und bringe meinem Bruder die alten Boxhandschuhe von Ramirez, die ich ihm gekauft habe.“, sagt Juan bestimmt. Seine Freundin grinst, stellt sich neben ihn und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. „Das ist eine gute Idee. Alle werden sich freuen, dich zu sehen.“

Juan Carlos nickt nachdenklich, wendet sich ab und wirft den Joint auf den Boden. Sein Motorroller steht neben dem Empanada-Stand und Cristina setzt sich hinter ihn, bevor er den Motor startet. Mit einem Knattern fahren die beiden los, verlassen den Aussichtspunkt und passieren die Metrostation. Es ist inzwischen ganz dunkel geworden und die Straßen sind leer bis auf einige Obdachlose und die Verkäufer, die ihre Straßenstände abbauen. Cristina umklammert Juan fest mit den Armen. Sein Blick streift im Vorüberfahren wehmütig den Ramirez-Boxclub. Er hat so viele Stunden in der Boxhalle seines Onkels verbracht, dass er glaubt, öfters an diesem Ort als bei seiner Familie gewesen zu sein.

Das Eckhaus, in dem Juan Carlos Ramirez mit seiner Mutter und seinem Bruder Pablo lebt, liegt in den Randbezirken von Santo Domingo. Weit entfernt von der Metrostation gibt es hier weder Laternen noch asphaltierte Straßen. Der Motorroller ist vom Haus aus gut zu hören, wenn Juan von der Hauptstraße abbiegt. Juan blickt nach vorn. Plötzlich scheint die Welt um ihn herum kalt, die nächtlichen Geräusche dumpf und selbst die Umarmung von Cristina taub zu werden. Er kann jetzt die Umrisse seines Geburtshauses ausmachen, aber noch mehr als das: Rundlich und klein sieht er vor der Eingangstür die Silhouette seiner Mutter, die gebückt dasteht und den Blick auf ihren näherkommenden Sohn gerichtet hat.

Eine unerträgliche Leere macht sich in Juan breit. Er weiß, was passiert ist. Vor einigen Monaten, als sein Vater am Krebs gestorben ist, hat ihn seine Mutter ebenfalls vor der Tür erwartet. Und auch heute sieht Juan, wie die nassen Augen seiner Mutter im Mondlicht glänzen. Ihr Blick erzählt von mehr Leid, als ein Mensch ertragen kann. Juan macht den Motor aus und steigt wortlos ab. Seine Beine zittern und er hat ein Stechen im Ellenbogen, das ihm fast den Magen umdreht. Cristina merkt, dass etwas Schweres in der Luft liegt. Sie bleibt neben dem Motorroller stehen, während Juan Carlos langsam auf seine alte Mutter zugeht.

Ein Hund bellt in der Nachbarschaft. Der Mond wirft ein fahles Licht auf die rohen Fassaden von Santo Domingo. Juan spürt die Schmerzen, den Hass, die Trauer. Es vergehen etwa dreißig Sekunden. Er kann nicht atmen, nicht weinen, an nichts denken. Er weiß, was passiert ist, schon bevor seine weinende Mutter auf dem Boden zusammenbricht.

 

Belén

Jeder kennt die Gesichter der venezolanischen Tänzer, die in den Abendstunden an den Ampeln ihre Shows aufführen. Sie tanzen morgens in den Touristenvierteln, tagsüber im Zentrum der Stadt und am Abend treten sie überall dort auf, wo noch Menschen wach sind. „Buenas noches!“, rufen die jungen Männer den Leuten in den Autos und am Straßenrand zu. Dann drehen sie den tragbaren Lautsprecher, ihren wertvollsten Besitz, voll auf und HipHop-Beats durchdringen die Nachtluft. Schlagartig nehmen die Jungs den Rhythmus in sich auf, ihre Augen blitzen und alle Körperteile bewegen sich synchron im Takt.

Juan Carlos stellt den Motor seines Rollers ab und schaut sich in Belén um. In kaum einem Viertel Medellíns liegen Reichtum und Armut so eng beieinander. Der Abend ist lau und in den Bars sitzen Einheimische zusammen, um bei einem Bier ein Fußballspiel anzuschauen. Ein guter Abend für die Tänzer, die an der Ampel gerade ihre Show präsentieren. Als die Ampel auf Grün springt und die Autos anfahren, geht Juan Carlos langsam auf einen der Venezolaner zu. Der Tänzer ist noch etwas außer Atem und schüttelt seine Gelenke aus, während seine Mitstreiter damit beschäftigt sind, Münzen und kleine Scheine in den Bars und Restaurants einzusammeln.

„Alles klar?“, spricht Juan den jungen Mann an. Sie scheinen ungefähr im gleichen Alter zu sein. Der Tänzer ist klein und braungebrannt, Juan Carlos trägt eine dunkle Sonnenbrille und seinen Motorradhelm unter den Arm geklemmt. „Alles gut!“, antwortet der Venezolaner. „Ich bin Andrés, kann ich dir helfen?“ „Auf jeden Fall, Andrés. Ich bin Juan.“ Die beiden schütteln sich die Hände. Sie scheinen sich ehrlich zu schätzen, obwohl sie sich gerade zum ersten Mal sehen. „Du hältst doch hier die Augen offen, oder?“, fragt Juan. „Jeden Abend!“, meint Andrés und hebt mit einem leichten Seufzer die Schultern. „Wir teilen die Gewinne mit der ganzen Gruppe und je mehr Freunde wir haben, desto härter müssen wir arbeiten.“ Juan geht nicht auf die Sorgen von Andrés ein, obwohl er die schwierige Situation verstehen kann, sondern kommt gleich zum Punkt. „Siehst du das Haus drüben an der Ecke?“ Andrés schaut sich um und fragt nach: „Das Haus mit dem Elektronikladen im Erdgeschoss?“ „Genau das.“, nickt Juan. „Ist dort heute schon jemand hineingegangen?“ „Ich weiß nicht genau.“, sagt Andrés nach kurzem Überlegen. „Aber ich kann meine Freundin fragen, sie sitzt da drüben und hat die Gegend immer im Blick!“ „Danke.“, antwortet Juan und freut sich ernsthaft.

Während Andrés an seinen Freunden vorbeigeht und am Straßenrand seine Freundin anspricht, überprüft Juan Carlos den Inhalt seiner Jackentaschen. Er hat etwas Geld dabei und seine Motorradschlüssel, außerdem eine alte Sportpistole, die ihm sein Onkel Ramirez geliehen hat. Hart drückt der Knauf der Pistole in seine Hüfte und erinnert ihn an den Grund seines Kommens. Juan Carlos bekreuzigt sich und schaut zum Himmel.

Andrés gibt seiner Freundin einen Kuss und kommt zurück. „Hübsche Freundin!“, sagt Juan anerkennend und denkt an Cristina. „Danke.“, grinst Andrés verschmitzt. Er ist inzwischen zu Atem gekommen und bereit für die nächste Aufführung. „Sie meint tatsächlich jemanden gesehen zu haben, der vor etwa zehn Minuten mit dem Motorrad ankam.“ Juan Carlos nickt, ballt die linke Faust und klopft mit der Rechten seinem Informanten auf die Schulter. „Ich schätze, die Person war ein Mann und ist die weiße Treppe zum ersten Stock hinaufgestiegen?“ Andrés nickt, zögert jetzt aber kurz und in seinen Augen deutet sich ein misstrauisches Glänzen an. Ihm fällt auf, dass Juan Carlos gar nicht so entspannt ist, wie er sich gibt. Doch seine Mittänzer rufen ihn bereits und die Ampel ist kurz davor auf Rot zu springen.

Juan Carlos bedankt sich und zuckt kurz zusammen, als Andrés ihn fest umarmt und dabei versehentlich seinen Ellenbogen berührt. „Mach‘s gut heute Abend!“, wünscht Juan dem Venezolaner und wendet sich ab von der Kreuzung, auf der jetzt schon wieder die Musik aufgedreht wird.

Die Straßen von Belén liegen vor Juan Carlos, das Haus mit dem Elektronikladen etwa zweihundert Meter entfernt. Hinter einem Fenster meint er bereits einen dunklen Schatten auszumachen. Er kann sich den Mörder seines Bruders genau vorstellen, der sich jetzt hinter diesen Gardinen bewegt. Juan hat ihn aufgespürt, was nicht besonders schwer war, denn es waren insgesamt vier Attentäter an den Morden im Zentrum beteiligt gewesen. Die beiden Festgenommenen gehörten einer Gang an, den „Los Mondungueros“, und handelten unter anderem in Belén mit Drogen und Waffen. Juan Carlos schlief in der letzten Zeit wieder jede Nacht bei seiner Mutter. Im Boxclub war er nur einmal gewesen in den vergangenen drei Wochen – und zwar gestern, um die Waffe von Ramirez abzuholen.

Juan Carlos hat seinen Motorroller vor die Schaufenster des Elektronikladens gestellt. Er wirft einen Blick hinauf zum Balkon des ersten Stocks und zögert einen Moment. Die Waffe drückt in seiner Jackentasche.

Wer hat Pablo getötet?, fragt sich Juan. Welchen Sinn hat es einen Mörder zu erschießen?

Das Mondlicht fällt in dieser Nacht ganz hell auf Belén. In irgendeinem Randgebiet von Santo Domingo steht ein frisches Holzkreuz auf einem kleinen Grab und die Hunde streifen durch die Büsche. Abseits der Bars liegen die Straßen des Zentrums einsam da und nur noch wenige Busse und Taxis atmen ihre Abgase in die Nacht.

Juan Carlos holt tief Luft, legt den Motorradhelm ab und zieht sich am Balkon des vor ihm liegenden Hauses hinauf. Mit fester Hand holt er die Waffe aus seiner Jackentasche. Juan springt über das Geländer und schlägt mit dem Knauf der Pistole die Glastür des Balkons ein. Scherben klirren, drinnen schreien Personen laut auf. Fast im selben Augenblick springt Juan Carlos in die fremde Wohnung, in der die Lichter gedimmt sind und ein junger Mann mit einer Frau auf dem Sofa liegt. Die beiden haben die Augen weit aufgerissen und halten die Hände schützen vor sich. Der Mann hat das Gesicht, das er sucht. Für einen kurzen Moment denkt Juan an sich und Cristina, wie sie gemeinsam auf dem Sofa im Hinterzimmer des Boxclubs liegen.

„Für Pablo!“,  schreit Juan voller Wut, richtet die Waffe auf das Sofa und schießt den beiden Personen achtzehn Mal in den Kopf und in den Bauch. Die Waffe in seiner Hand zittert nicht. Immer wieder gibt er Schüsse ab, bis das Magazin leer ist. Der Mann und die Frau liegen in grotesker Haltung auf dem Sofa. Dann sinkt Juans Hand nieder. In der Wohnung gibt niemand mehr einen Laut von sich, doch in Juans Kopf ist das Geschrei noch immer so laut, dass er explodieren will. Seine Trommelfelle scheinen zu zerbersten, während die Stimme in seinem Kopf sich überschlägt und in immer schrillere Höhen steigt. Niemals in seinem ganzen Leben hat Juan Carlos solche Schreie gehört.

Es riecht nach Schießpulver und Blut tropft auf den Teppich. In den vergangenen dreißig Sekunden hat die Welt sich verändert. Juan Carlos wirft die Waffe auf den Boden, schlüpft durch die zersplitterte Glastür und springt vom Balkon.

 

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Doppelmord in Belén

In der Nacht zum Sonntag ist ein Paar in Belén durch 18 Schüsse gewaltsam zu Tode gekommen. Es handelt sich offenbar um einen Einzeltäter, von dem aber weiterhin jede Spur fehlt. Die Polizei spricht von einem größeren Zusammenhang, da beide Opfer angeblich bereits in einen Schusswechsel im Zentrum von Medellín verwickelt waren. Eine Sonderkommission arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des Verbrechens, um eine weitere Eskalation der Morde zu vermeiden. Eine erste Untersuchung der Tatwaffe führt die Ermittler ins Barrio Santo Domingo.

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