Bilder aus der Comuna 13

Medellín ist in verschiedene Barrios eingeteilt, die wiederum als Comunas zusammengefasst werden.  An den Berghängen der Stadt, fünf Busminuten von der Metrostation San Javier entfernt, liegt die Comuna 13 – einst der gefährlichste Teil von Medellín. Die Barrios in der Comuna 13 waren bis 2002 zwischen ultralinker Guerilla und rechten Paramilitärs aufgeteilt. Niemand konnte seine Nachbarschaft verlassen. Morde fanden bei Tageslicht statt. Die Comuna 13 war arm, kriminell und extrem risikoreich.

Das Militär führte daraufhin mehrere Operaciones aus, die bekannteste hiervon ist die Operacion Orión. Dabei wurde jeder, der mit Drogen- oder Bandenkriminalität in Verbindung gebracht wurde, an die Wand gestellt und erschossen. Viele extremistische Kämpfer konnten vertrieben werden, aber auch später prägten Bandas Criminales das Leben im Barrio.

Seit 2002 ist viel passiert: Elektrische Rolltreppen überwinden die Berghänge im Viertel, Touristen schauen sich bunt bemalte Häuser an und seit 2012 hat die organisierte Kriminalität an Einfluss verloren. Die Comuna 13 ist nun vor allem für seine hoffnungsvollen Bewohner, HipHop-Crews und Stadtführer bekannt, und auch für seine Graffitikunst und die hervorragenden Cremas. Der Blick über die Stadt ist atemberaubend und als bei unserer Tour am vergangenen Donnerstag die Sonne auf die bunten Straßen der Comuna 13 fiel, war die Begeisterung groß über die nachhaltigen Entwicklungsmaßnahmen, die den Drogenkrieg aus Medellín vertrieben und einige Barrios gerettet zu haben scheinen.

 

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