Eine Woche ganz ausführlich – Freitag


Heute Morgen ging es für mich nach Belgrad, in die serbische Hauptstadt. Mit einem anderen Freiwilligen traf ich meinen Ansprechpartner am Goethe-Institut. Wir hatten eine wichtige Besprechung, in der wir die bisherige Zeit reflektierten, neue Projekte besprachen und uns über unsere Aktivitäten in den Ferien Gedanken machten. Schließlich beginnen in vier Wochen in Serbien die Sommerferien und der Freiwilligendienst geht noch bis Ende August. In den ersten Ferientagen möchte ich mit meiner Theatergruppe auf einem Theaterfestival spielen, danach ein Video drehen, in dem das MINT-Angebot meiner Schule vorgestellt wird und eine Dokumentation über meine Theatergruppe erstellen.

Gleich im Anschluss hatte ich eine Besprechung mit den zwei kulturweit-Freiwilligen des Goethe-Instituts. Wir wollen die Premiere meines Theaterstückes filmen und eine Dokumentation daraus erarbeiten. Durch das Theaterspielen haben einige Schüler so extrem schnell Deutsch gelernt, dass man das unbedingt in Form eines Videos festhalten muss. Erschöpft und mit ein paar kleinen PASCH-Belohnungen für ein paar Schüler fuhr ich am Nachmittag wieder zurück nach Novi Sad. Diese Woche war ziemlich ruhig und entspannt, deshalb hatte ich auch Zeit zum Blog schreiben. Nächste Woche sind ein oder zwei Deutschlehrer krank, wir sind den Sommerferien eine Woche näher und es wird wieder anstrengender.

Im Laufe der Woche fragte ich mich, warum ich erst jetzt angefangen habe Blog zu schreiben. In den letzten acht Monaten merkte ich, wie weit weit weg die Leute in Berlin von der Realität sind. Beispiel: Uns Freiwilligen wurde von kulturweit immer wieder gesagt, dass wir nicht alleine unterrichten dürfen. Fast alle Freiwilligen, mit denen ich während des Freiwilligendienstes gesprochen habe, unterrichten an ihrer Einsatzstelle oder in privaten Sprachschulen alleine. Es gibt ein tolles Vorbereitungsseminar, na gut zumindest zum Leute kennen lernen, aber mitnehmen in Einsatzland und Einsatzstelle konnte ich nahezu nichts. Mittlerweile habe ich so viel vergessen (angepasst an Land und Leute?) vom Vorbereitungsseminar, dass die neuen Freiwilligen mich immer wieder fragten, ob ich das Vorbereitungsseminar überhaupt besucht habe. Insgesamt habe ich gemerkt, dass ich Schüler und Lehrer an meiner Schule sehr stark motivieren konnte Deutsch zu lernen, aber auch ganz einfach Deutsch zu sprechen :), sodass nun die letzte Zeit einfach nur noch genossen werden kann. Leider gibt es für meine Einsatzstelle keinen Nachfolger… .

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