Eine Woche ganz ausführlich – Mittwoch

Den Mittwoch startete ich ungewöhnlich früh. Bereits 9 Uhr hatte ich meine erste Stunde. Vorher musste ich mir aber noch etwas zu Essen kaufen, natürlich beim österreichischen Bäcker, denn er bäckt Roggenbrot 🙂 Ich konnte mir vor dem Freiwilligendienst nicht vorstellen, dass ich Brot aus Vollkernmehl mal so vermissen werde. Immer nur Weißbrot war anfangs auf jeden Fall sehr ungewohnt. In der Schule übte ich mit der Mathematiklehrerin Mathematik auf Deutsch. Sie soll ab dem nächsten Jahr Mathematik auf Deutsch unterrichten. Danach kümmerte ich mich um den Dschungel-Blog. Als ich den Blog übernahm benötigte ich in der Woche kaum mehr als 4-6 Stunden, jetzt sind es oft täglich 2-3 Stunden, die ich für den Blog einplanen muss. Die Wiederbelebung des Dschungel-Blogs stellt übrigens mein Freiwilligenprojekt dar. Mittlerweile werden manchmal pro Woche fast so viele Artikel veröffentlicht wie vorher pro Schulhalbjahr.

Später hatte ich noch eine Stunde mit einer Physiklehrerin. Sie reist im Sommer mit einem Stipendium des Goethe-Instituts nach Deutschland zu einem Sprachkurs, allerdings hat sie das für den Sprachkurs geforderte Sprachniveau noch nicht ganz erreicht. Nachdem ich meine E-Mailkorrespondenz erledigt hatte konnte ich nach Hause gehen. Heute arbeitete ich bewusst etwas weniger, weil ich morgen sehr viel zu tun haben werde.

Am Nachmittag bezahlte ich die Rechnungen für Wohnung und Strom. In Serbien muss man als Mieter die Steuern und Gebühren für eine gemietete Wohnung selbst bezahlen. Die Rechnungen müssen meist (für eine kleine Gebühr kann man eine Agentur beauftragen) in bar auf der Post bezahlt werden. Wenn also alle Leute ihre Rechnungen bekommen, sind die normalen Warteschlangen auf der Post noch einmal viel viel länger und man darf eine Weile warten.

Heute Abend spiele ich mit anderen Lehrern Basketball. Basketball spielen kann irgendwie jeder in Serbien. Mit meinem Schulbasketballkenntnissen bin ich zwar immer noch nicht so recht in der Lage aktiv am Spiel teilzunehmen, aber es wird immer besser! Auch wenn wir manchmal etwas wenig Leute sind, dürfen Schüler trotzdem nicht mitspielen. Privater Kontakt mit Schülern ist auch für mich als Freiwilliger von der Schulleitung nicht erwünscht. Ich bin, auch wenn ich vom Alter her näher an den Schülern bin, ganz klar zu den Lehrkräften gehörend.

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