Von einem Alltag in Chisinau und Urlaub in Transsilvanien

Mein letzter Eintrag ist jetzt mehr als einen Monat her und ich befinde mich, wenn nicht gerade Ferien sind, in einem gemütlichen Alltagstrott.

In der Schule konzentriere ich mich nun auf meine kleinen Projekte, die ich mir mit verschiedenen Klassen vorgenommen habe. Eine Woche lang war ich als Vertretungslehrer auf mich alleingestellt vor der Klasse. Abgesehen davon, dass manche Klassen die Situation ausgenutzt haben und zu Stundenbeginn genauso wenige Schüler wie Lehrer anwesend waren, hat das super geklappt. Der Unterricht mit den interessierten Schülern hat mir sogar richtig Freude bereitet. Als Freiwilliger, frisch aus der Schule kann ich die Schüler*innen, die es bevorzugten früher mit dem Wochenende zu beginnen, genauso verstehen.

Ab und zu gelingt es mir in der Schule mit meinem schlechten rumänisch bei dem Hausmeister den Schlüssel für den „Sal de festiva“ zu organisieren und meine Freistunden am Klavier zu verbringen. Oft genug folgt jedoch auch auf meine eingeübte, fragende Bitte keine Schlüsselübergabe, sondern eine mir leider unverständliche Antwort. Hilft uns dann auch die Zeichensprache nicht weiter, so tut mir mein Gegenüber irgendwann leid, weil er sich mit mir rumschlagen muss und ich gebe auf. Das bringt mich zu einem klaren Ziel was ich mir gesetzt habe: so viel rumänisch zu lernen, bis ich mich mit dem Hausmeister unterhalten kann!

Letzte Woche gab es Herbstferien und passend zu Halloween haben wir Urlaub in Transsilvanien gemacht. Ein freiwilliger Freund nahm uns in seiner Wohnung in Brasov auf. Jetzt weiß ich wo Dracula, oder eher Vlad lll sein Unwesen getrieben hat und wie sich Halloween in Brasov so feiert. Eins meiner Highlights war es jedoch endlich wieder richtige Berge zu sehen. Umgeben von den schneebedeckten Karpaten fühlte man sich wie im Skiurlaub (das Skifahren hat natürlich gefehlt).

Zuletzt wurde nun auch endlich die Zentralheizung in Chisinau angeworfen. Das bedeutet für mich: kein Frieren mehr in den Klassenräumen im Keller der Schule (Dort ist sowohl mein eigener Unterricht als auch meine Sprachstunden untergebracht). Wäre die Heizung weiterhin ausgeblieben und die Temperaturen stetig gesunken, dann hätte ich mir wohl einen Kosmonauten Anzug gegen die Kälte kaufen müssen.

Hier zum Abschluss ein paar Bilder:

Schloss Bran

Schloss Bran

Beerge

und nochmal Berge

 

 

4 Gedanken zu „Von einem Alltag in Chisinau und Urlaub in Transsilvanien

  1. Angela

    Bin schon auf den Bericht gespannt, nachdem du mit dem Hausmeister Freundschaft geschlossen hast! Ganz liebe Grüße,
    Angela

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  2. Tabea

    Hey 😀
    Ich bin gerade als Freiwillige in Belarus und zufällig auf deinen Blog gestoßen. Diesen Sommer war ich auch in Rumänien und zufälligerweise in einem internationalen Sommercamp in den Bergen, die du in deinem Urlaub gesehen hast! Schloss Bran haben wir uns auch angesehen! Das fand ich einfach so cool, dass ich mal eben kommentieren musste!
    Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit! Vielleicht hören und sehen wir uns ja mal 😀
    LG aus Belarus,
    Tabea

    Antworten

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