13 reasons why…

Im Folgenden präsentiere ich Ihnen 13 Gründe, warum es einfach gut ist. Was, das erfährt man letztlich von selbst.

(kleine Anmerkung: dieser Blogeintrag hat, bis auf den Titel, rein überhaupt nichts mit der heiß diskutierten Serie zu tun. Nicht, dass da irgendwer auf falsche Ideen kommt 😉

Also Vorhang auf für meine Gründe:

1.  …weil ich nur so in den Genuss gekommen bin, auch mal ganz alleine in einer eigenen Wohnung zu wohnen.

2.  …weil ich wieder ein Teil meines Herzens an einem Ort lasse und später nur darauf hoffen kann, ihn gut behütet wieder vorzufinden, wenn ich irgendwann mal wiederkomme.

3.  …weil ich sonst nicht auf die grandiose Idee gekommen wäre, mich auf ein Studium der Ungarischen Literatur und Sprache zu bewerben.

4.  …weil ich nicht dabei gewesen wäre, als meine lieben 8-Klässler erfolgreich ihre DSD-I-Prüfungen abgeschlossen haben.

5.  …weil ich niemals so viele tolle und interessante Orte in Ost- und Südosteuropa gesehen und kennengelernt hätte.

6.  …weil ich das erste Mal seit 7 Jahren meinen Geburtstag wieder in Hannover gefeiert hätte. Und somit nicht in den Genuss einer riesigen Torte von meinen Kollegen und Geburtstagsgesang von allen 250 Schülern und Lehrern in der Schule gekommen wäre.

7.  …weil ich nun das Nachbereitungsseminar am Werbellinsee auch wieder im Sommer habe. Und dann auch baden kann.

8.  …weil ich sonst nicht die traditionelle Osterwasserschlacht in Lviv in der Ukraine gesehen hätte.

9.  …weil ich nicht erfahren hätte, was bei dem laotischen Neujahrsfest in Budapest passiert.

10.  …weil ich keine Gründe mehr hätte, mein Dirndl weiterhin zu tragen (wie zum Beispiel bei dem Trachttag oder beim Nationalitätenwettbewerb).

11.  …weil meine liebste Kollegin Anikó nicht zu der besten Ansprechpartnerin und guten Freundin geworden wäre, die immer Kaffee, Kuchen und Eis für einen da hat, Sport mitmacht und sich um meine Pflänzchen kümmert, wenn ich an den Wochenenden mal wieder unterwegs bin.

12.  …weil sich sonst gar nicht die Möglichkeit ergeben hätte, dass meine Schüler und ich uns besser kennenlernen konnten und ich wirklich sehr sehr viele von ihnen, von den niedlichen Erstklässlern bis hin zu den pubertierenden Achtklässlern, in mein Herz schließen konnte.*

13.  …weil ich schon immer (für mich zumindest) der Meinung war, dass 12 Monate im Ausland besser sind als nur 6 und sie wirklich einfach glücklicher machen.

 

* Vor allem in letzter Zeit immer öfter bekomme ich das Gefühl, dass meine Zuneigung auch auf Gegenseitigkeit beruht, zu spüren. Wenn zum Beispiel die Unterstufenschüler mir selbst gemalte Bilder schenken, mir stolz auf Deutsch „ich liebe dich“ zurufen oder schüchtern nach meiner Hand greifen und mich später gar nicht mehr loslassen wollen. Oder auch, wenn die Älteren mir Schokoladenherzen als Dankeschön für kleine Hilfen geben oder wenn sie mich fragen, ob ich nicht auch im nächsten Schuljahr noch dableiben kann. Oder auch, wenn sie mich fragen, ob sie mich in Deutschland besuche  dürfen. Das sind einige von diesen Momenten, wo ich einfach nur dankbar bin, dafür, überhaupt die Möglichkeit zu haben, hier zu sein, wo ich glücklich bin, in diesem kleinen ungarischen Dorf und in dieser Einsatzstelle, die tatsächlich so gut zu mir passt, meinen Freiwilligendienst machen zu dürfen, und wo ich tatsächlich sehr zufrieden damit bin, was ich momentan so mit meinem Leben anfange.

 

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