Nach und vor dem Urlaub in Deutschland

Dienstag, 31.01.2017

Hallo wieder aus Darkhan

Wie es viele von euch mitbekommen haben war ich Mitte des Monats für 2 Wochen in Deutschland zu Besuch. Ich hatte sehr schöne Ferien zuhause, auch wenn es irgendwie paradox war, Gast zu sein. Die Befürchtung, mein Heimweh wäre jetzt größer als vor meiner Reise ist zum Glück nicht eingetreten, ich fühle mich hier sogar wohler als vorher. Die letzten vier Monate hatte ich das Gefühl, alles was ich kannte und mochte hinter mir gelassen zu haben und es schien mir alles unerreichbar weit weg. Durch meine wunderschönen Ferien in Deutschland habe ich jedoch bemerkt, dass ich gar nichts verloren habe und ich freue mich schon sehr darauf im Sommer zurückzukehren.
In Darkhan hat sich nichts verändert in der Zeit in der ich nicht da war, außer mein Stundenplan. Ich habe jedoch jetzt das Gefühl, dass es auf den Sommer zugeht und das halbe Jahr, das ich noch vor mir habe, kommt mir spannend und nicht mehr unendlich lang vor.

Auf der Busfahrt zurück nach Darkhan.

Ich möchte jetzt, auch wenn es sehr weit zurückgegriffen ist, noch von Weihnachten berichten. Ich habe dieses Jahr mehrmals gefeiert, in der Schule dreimal, nochmal mit den Lehrern und schließlich an Heiligabend mit einer befreundeten Familie aus Amerika. Alles war auf seine Weise schön und befremdlich, weihnachtlich war es aber tatsächlich nur bei der Familie. Bei den Schülern ging es eher darum etwas zu präsentieren, zum Beispiel ein Lied oder ein Schattenspiel, und sich schick anzuziehen.

„Oh Tannenbaum“ mit Begleitung der Trompete

die Weihnachtsfeier der Klassen 3 und 4, der Weihnachtsmann wurde von Ochirbat aus der 7. Klasse gespielt.

und die der 6. bis 12. Klasse.

Mit den anderen Lehrern gab es ein Weihnachtsessen in einem eigenen Raum im Restaurant, wo wir nach dem Essen auch tanzen konnten. Es wirden Geschenke ausgetauscht (jeder hatte per Los einen zu beschenkenden Kollegen bekommen) und alle waren etwas aufgedreht und in Feierlaune.

von links: Sundschidmaa (Mongolischlehrerin), Inessa (Russischlehrerin), Ottonzizig (Mathematik) und Oyunerdene (meine Deutschkollegin :))

Ottonzizig, Sundschidmaa und ich.

Für Silvester bin ich nach Ulan Bator gefahren um mit den anderen Freiwilligen zu feiern. Wir waren zuerst auf einer Fressorgie / Hausparty, die nur aus Deutschen und einem Amerikaner bestand. Um 20 Minuten vor Mitternacht (viel später als geplant) haben wir uns dann 2 Taxis genommen und sind zum Suqbaatarplatz gefahren, wo ein großes Feuerwerk stattfinden sollte. Wir kamen pünktlich an und konnten 7 Stunden vor Deutschland zum neuen Jahr 2017 anstoßen.

Momentan herrscht unter den Freiwilligen eine Aufbruch- und Wechselstimmung, da das FSJ für Johanna, Toni und Anna-Lisa in zwei oder drei Wochen schon vorbei ist. Sie waren nur ein halbes Jahr hier und sind jetzt schon fast fertig. Das ist wirklich traurig, da wir sehr viel zusammen erlebt haben. Auf der anderen Seite kommen dann im März auch neue Freiwillige in die Mongolei, eine kommt sogar direkt nach Darkhan worauf ich mich sehr freue.
Letztes Wochenende habe ich die Anderen wieder in Ulan Bator besucht und wir waren Snowboard fahren.

Heute Abend werde ich mit meiner Kollegin Oyunerdene und 22 Schülern den Nachtzug nehmen und für eine Woche auf ein Deutsch-Camp fahren. Ich weiß wirklich nicht, was mich erwartet, bin aber sehr gespannt.

Liebe Grüß, euer Milan

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