Da bin ich wieder!

Mittwoch, 15.12.2016

Hallo liebe enttäuschte Blogleser

Ich hatte am Ende meines letzten Blogeintrags versprochen, dass ich, sobald ich wieder in Darkhan bin über meine Reise nach China und Kasachstan berichten würde. Das habe ich versäumt aber besser spät, als nie 🙂

Hier in Darkhan wird es immer kälter aber die Temperatur ist noch weit entfernt von der Kälte, die ich befürchtet hatte. Die Gradzahlen zwischen tagsüber -15°C und nachts -30°C hören sich zwar schlimm an, sind aber wirklich auszuhalten. Es ist nur ärgerlich, dass ich die ganze Zeit die kalte Luft atmen muss.

Meine kleine Schule im Schnee.

Es kommt durch die Kälte und den Schnee doch so langsam fern ab von Zuhause Weihnachtsstimmung in mir auf. In der Schule singen wir in meiner Nachhilfe Weihnachtslieder oder basteln Schneeflocken fürs Fenster und die Schule ist schöner geschmückt als ich das von einer deutschen Schule kenne. Ich werde Weihnachten dieses Jahr mehr als einmal in der Schule und am 24. mit einer befreundeten Familie aus Amerika feiern. Sie haben sogar einen Weihnachtsbaum!

Der Eingangsbereich meiner Schule.

Meine bei Freunden selbst gebackenen Brounies (ich habe leider keinen Ofen) 😀

So, jetzt erzähle ich aber mal eine bisschen über meine Reise. Ich bin mit den 5 anderen Freiwilligen aus der Mongolei zum Zwischenseminar unserer Organisation „Kulturweit“ nach Kasachstan geflogen. Da unser Flug über Peking ging haben wir dort 2 Tage Zwischenstopp eingeplant und konnten durch das 72 Stunden Touristentransitvisum den Flughafen verlassen. Wir kamen an einem Freitagabend an und wurden von einem Shuttle in unser mit Blumen überhäuftes Hostel gefahren. Von dort aus konnten wir zur sagenumwobenen verbotenen Stadt laufen und deshalb war das auch das Erste, was wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück gemacht haben. Die riesige Tempelanlage war wirklich schön, nur ein wenig touristisch überlaufen.

Im angrenzenden Park gab es Aquarien mit verschiedenen scheinbar mutierten Fischen 😀

Wir sind jeden Abend ins Restaurant gegangen und jedes Mal wurden alle Gerichte in die Mitte gestellt und jeder durfte sich mit seinen Stäbchen bedienen. Bei zwei von drei Mahlzeiten hatten wir sogar einen drehbaren Glastisch. Das Essen war sehr sehr lecker und auch die Art zu Essen hat mir gefallen (außer die Stäbchen, davon habe ich Krämpfe in der Hand bekommen). Wieder erwarten wurde keiner von uns krank oder hatte Magenprobleme.

Hier stehen unter anderem die berühmte Peking-Ente und kleine, unbeabsichtigt bestellte Tintenfische auf dem Drehtisch.

Das Highlight unseres Aufenthalts war für mich allerdings ganz klar die chinesische Mauer!! Wir hatten eine Tour gebucht, die einen weniger touristischen Teil der Mauer zum Ziel hatte. Als wir die Mauer erklommen hatten sind wir sie insgesamt 7 oder 8 km und 3 Stunden entlanggelaufen. Es lag Schnee, war glatt und wir hatten es nicht eilig. Um uns herum erstreckte sich karge Landschaft, die bald vom Nebel verschluckt wurde. Tatsächlich sind wir auf unserem ganzen Weg keinem anderen Touristen begegnet.

Das ist sie! Die längste Mauer der Welt!

Der Nebel war manchmal so dicht, dass man nurnoch die Mauer sehen konnte.

Wenn es hoch ging gab es nicht unbedingt Stufen…

Am Sonntag (also noch am gleichen Tag) ging es dann auch direkt weiter nach Almaty in Kasachstan zum Zwischenseminar. Dort war es ungefähr so kalt wie bei uns aber es lag deutlich mehr Schnee! Es war sehr schön meine Erfahrungen mit den anderen Freiwilligen aus Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan für 5 Tage auszutauschen und einen kurzen Urlaub vom Unterrichten zu bekommen. Ich fand es auch angenehm für ein paar Tage frei von Sprachproblemen zu sein. Auch in Almaty haben wir viel unternommen, sind zum Beispiel in die Berge gefahren oder haben eine Zeitungsredaktion besucht.

Bei unserem Ausflug in die Berge.

Auf diesen Fisch mussten wir 2 Stunden warten, er wurde aber auch extra für uns aus dem Becken geholt!

Leider ist auch Almaty sehr versmogt, das haben wir erst richtig gemerkt, als wir mit der Seilbahn auf diesen Hügel gefahren sind.

Hier in Darkhan haben meine 6 DSD (Deutsches Sprach Diplom) Schüler heute alle ihren mündlichen Teil der Prüfung bestanden und wir waren um das zu feiern Kuchen essen 😀

Mit Egshiglen, Erdenesaruul und Namuuna.

Bis bald, euer Milan

2 Gedanken zu „Da bin ich wieder!

  1. Marie

    Hallo Milan,
    Ich freue mich grad, deinen Blog gefunden zu haben, weil ich zur Zeit darüber auch etwas wie ein Fsj oder ähnliches dort zu machen. Deshalb wollte ich fragen, mit welcher Organisation du dieses Auslandsjahr oder so ähnlich machst 🙂
    Grüße Marie

    1. Milan Walbaum Beitragsautor

      Hallo Marie

      Die Organisation mit der ich hier bin heißt kulturweit. Geh doch mal auf kulturweit.de da findest du alle Infos.
      Ich bin mit der Partnerorganisation Pädagogischer Austauschdienst hier und deshalb an einer Schule. Es gibt aber
      auch noch andere Partnerorganisationen, zum Beispiel das Goethe-Institut. Ich glaube die Bewerbungsfrist für die
      Ausreise im Frühjahr 2018 ist jetzt demnächst 🙂

      Liebe Grüße, Milan

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