Der Trip in die Hauptstadt

Montag, 31.10.16

Hallo aus Darkhan

Jetzt ist es doch passiert und ich habe meinen Blog etwas schleifen lassen, es tut mir Leid! Es ist ziemlich viel passiert, wenn ich so an die letzten zwei Wochen zurückdenke, ich werde euch mal das spannendste erzählen.

Das ist Neu-Darkhan aus der Vogelperspektive.

Das ist Neu-Darkhan aus der Vogelperspektive.

Es ist mittlerweile schon später Herbst, ich würde eigentlich schon sagen Winter. Nachts wird es mittlerweile -20 Grad und es ist ziemlich viel Schnee gefallen. Leider wird hier nur sehr wenig oder gar nicht gestreut, weshalb ich erst einige Male ausgerutscht bin und jetzt einfach langsamer laufe.

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Ich fühle mich wie in einem Skigebiet.

Letztes Wochenende (22. und 23.) habe ich endlich die anderen Freiwilligen in Ulan Bator (UB), der Hauptstadt besucht. Dazu habe ich den Nachtzug um 00:10 Uhr genommen und bin morgens um 6 Uhr in UB angekommen. Im Zug hatte ich ein Bett und konnte schlafen. Maren war so nett extra für mich durchzufeiern und mich dann am Bahnhof abzuholen.

Der Bahnhof in Darkhan

Der Bahnhof in Darkhan

Bei Maren zuhause haben wir dann noch etwas geschlafen und dann hat mir Marens Mitbewohner Ken die Stadt gezeigt. UB hat ungefähr 1,5 Millionen Einwohner und ist ,würde ich sagen, so die Boomcity der Mongolei. Für mich war es eine komplett andere Welt. Wir sind zwei Stunden durch Straßen mit Läden und Imbissen gelaufen und waren im Dinosauriermuseum. Dort waren Fotos leider verboten. Außerdem habe ich endlich mal wieder einen richtigen Kaffee getrunken, es gibt hier normalerweise nur diesen Pulverkaffe, den man einfach ins heiße Wasser kippt. Mit Maren zusammen bin ich dann noch eine traditionellen Tempelanlage ,mitten in UB, besuchen gegangen. Dort konnte ich zum ersten Mal etwas vom mongolischen Buddhismus sehen.

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Tradition und Moderne direkt nebeneinander.

Tradition und Moderne direkt nebeneinander.

Am Samstagabend waren wir auf einer Hausparty. Für mich war das wirklich etwas besonderes, weil ich zum ersten Mal seit langem mit jeder Person einer großen Gruppe ohne Probleme sprechen konnte. Alle konnten Englisch und Iris und Hannah (andere kulturweit- Freiwillige) konnten natürlich deutsch. Ich glaube es war insgesammt auch einfach wichtig für mich, mich mit den anderen Freiwilligen mal richtig auszutauschen, das hatte ich vorher ja nur im Chat gemacht.

Das ist das Parlament, glaube ich zumindest :)

Das ist das Parlament, glaube ich zumindest 🙂

Am Sonntag habe ich mir dann noch eine in der Mongolei hergestellte Mütze gekauft und wir waren alle zusammen im 27. Stock Essen. Danach bin ich Sonntagnacht wieder nach Darkhan gefahren. Es war schon ein schönes Gefühl wieder anzukommen, überall lag Schnee und vor allem war ich froh über die frische Luft. Der Smog in UB ist echt schwer auszuhalten!

Halloween

Diesen Freitag wurde an meiner Schule Halloween gefeiert. Ich war sehr beeindruckt von den Kostümen, fast alle Schüler waren verkleidet und zwar richtig gut! So ein Halloween habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Es wurde die ganze Schule geschmückt und jede Klasse hat etwas vorbereitet. Es wurde getanzt und gesungen und zwei Klassen haben sogar einen Film gedreht!

Ich bin der mit der Screammaske.

Ich bin der mit der Screammaske.

Die hier fand ich richtig gruselig!

Die hier fand ich richtig gruselig!

Ich finde mich hier immer besser zurecht, kenne jetzt die meisten Läden, zumindest in Neu-Darkhan und spreche auch ein bisschen Mongolisch. Ich habe beschlossen ab jetzt vier Mal in der Woche Unterricht zu nehmen, damit es etwas schneller geht! Ich war außerdem in einem englischsprachigen Club und habe auch noch ein paar Mongolen kennengelernt. Trotzdem denke ich noch jeden Tag an Deutschland und wahrscheinlich auch oft an dich, der du das gerade ließt! 🙂

Liebe Grüße aus der kalten Mongolei, Milan

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