Im ersten Wochenende!

Samstag 17.09.2016

Cainuu aus der Mongolei! Es ist ein paar Tage her, dass ich geschrieben habe und in diesen Tagen ist sehr viel passiert! Ich bin mittlerweile in Darkhan, meiner neuen Heimatstadt angekommen und habe meine WG bezogen. Ich wohne mit zwei Russinnen und einem Mongolen zusammen und wurde sehr freundlich aufgenommen. In der WG wird russisch gesprochen, das Englisch meiner Mitbewohner ist leider nicht sehr gut. Das ist immer noch deutlich besser als mein Russisch aber ich habe so die Hoffnung hier Russisch zu lernen. Unsere Kommunikation ist also momentan sehr fantasievoll! Darkhan ist zwar die zweitgrößte Stadt der Mongolei und sieht auch erstmal recht groß aus, allerdings ist alles, was man braucht, Läden, die Schule, ein großer Park und Bars zu Fuß zu erreichen. Taxis gibt es ansonsten auch sehr viele und sie sind sehr günstig!

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An der Schule an der ich arbeiten werde und bereits arbeite gibt es insgesamt nur 99 Schüler. Die Klassen sind also sehr klein, von 5 bis 15 Schülern. Ich war am Mittwoch, nach einer Nacht in Darkhan sofort in der Schule und im Deutschunterricht dabei. Ich habe eine Betreuungslehrerin, sie heißt Oyu, spricht deutsch und sie hat mich in die Schule eingeführt. Die Schüler sind sehr lieb aber auch etwas „aufgekratzter“ als in Deutschland würde ich sagen. Am Donnerstag habe ich dann auch sofort  unterrichtet! Ich werde hier ein Nachhilfelehrer sein und Teilgruppen der sechsten, siebten, neunten und zwölften Klasse unterrichten! Ich hatte am Donnerstag Nachmittag also gleich drei Klassen zu bewältigen und nur wenig Zeit mich vorzubereiten. Ich habe improvisiert und den Klassen etwas über Deutschland erzählt und zum Beispiel „Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ne kleine Wanze“ als „deutsches Lied“ mit ihnen gesungen. Am Freitag war ich schon etwas vorbereitet aber es ist nicht leicht eine Fremdsprache zu unterrichten, wenn man nur diese Fremdsprache als Mittel zum Erklären hat! Meine neunte Klasse hat nach 5 Minuten verzweifeltem Erklären von „Ich packe meinen Koffer“ das Spiel immer noch nicht verstanden und ich musste etwas anderes machen. Mein Auftrag von der Schule besteht nur darin mit den Kindern deutsch zu sprechen um ihre Fähigkeiten im Dialog zu verbessern, was ich daraus mache liegt bei mir.

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Heute war ich mit den Kindern Fußball spielen. Ich soll ab jetzt jeden Samstag ein Training geben. Es hat Spaß gemacht und die Kinder (6. bis 8. Klasse) waren sehr motiviert. Ich habe allerdings noch keine Ahnung, wie ich sie „trainieren“ soll, heute haben wir einfach in zwei Mannschaften gepielt.

Es geht mir alles in Allem ganz gut, ich habe schon etwas Heimweh das will ich nicht verschweigen denn ich muss mich hier schon an sehr viele neue Dinge gewöhnen. Das Einkaufen wird z.B. zur großen Hürde, da ich die Sprache nicht spreche und die meisten Menschen auch kein Englisch können. Ich habe schon von vielen Leuten hier gehört, wie hart der Winter wird (bis zu -50°C !!!!) und, dass ich die warme Zeit jetzt noch nutzen soll, die sei nämlich in einem Monat vorbei!

Abgesehen davon werde ich jetzt hoffentlich bald einen Mongolisch-Kurs bekommen und ich habe auch schon ein paar Expats getroffen, zu denen mein Vorgänger den Kontakt hergestellt hat. Ich versuche also, ins Sozialgefüge einzusteigen, doch ich denke das wird noch etwas Zeit brauchen.

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