It felt good to be out of the rain

Vor zwei Wochen kam Besuch nach Hanoi, in Gestalt vierer Freiwilliger, aus Datenschutzgründen (stimmt nicht, aus Faulheit ^^) genannt Kasachstan und Tadschikistan. Und mit dem Besuch kam der Regen. Und die Kälte. Aber dazu später mehr.;)

Mein letzter Eintrag war ziemlich textlastig und daher möchte ich dieses Mal das Verhältnis umkehren und die Bilder sprechen lassen. Ich bin niemand, der alles Spannende und Eindrückliche, das mir über den Weg läuft, mit der Kamera festhält und daher habe ich mich sehr gefreut, dass Thurid dies während der zwei Wochen in Hanoi getan hat und sie ihre Bilder mit mir geteilt hat.

Ich denke nicht, dass ich in den letzten vier Monaten blind für das tägliche Staunen geworden bin, aber ein Hanoi-Neuling hat doch anscheinend noch einmal eine andere Sicht auf die Geschehnisse und so hat sie Szenen und Eindrücke festgehalten, die etwas vom Alltag und dem Leben hier zeigen, auf die ich allerdings selbst bislang keine Kamera gerichtet habe.

Das Gewusel in der Altstadt ist einzigartig…am Anfang habe ich es gar nicht so wahrgenommen, weil alles so krass war, aber jetzt weiß ich: meine Wohngegend ist eine Oase der Ruhe im Vergleich dazu.

Im Dong Xuan-Markt findet fast so etwas wie darwinistische Auslese statt: wer nicht durch die knallhart gequetschren Gänge passt, muss draußen bleiben. Aber was nicht passt, wird passend gemacht…siehe Bild Nr 3 und 8!

Ich bin immer wieder baff, was und wieviel so alles auf einen Roller passt. Bei dieser Art der Beladung ist es auch logisch, dass rote Ampeln eher als Warnung denn als Zwang aufgefasst werden. ^^

Dieser Anblick bereitet mir jedes Mal aufs Neue Unbehagen. Natürlich verdienen die Fahrer damit ihren Lebensunterhalt, aber es schreit einfach so sehr nach Postkolonialismus.

Diese Köstlichkeit nennt sich Kokosnusskaffee und ist das Markenzeichen der Công Cafés, die es geradezu an jeder Ecke Hanois gibt. Damit schlägt diese Kette Starbucks allerdings um Längen!

Beim ersten Mittagessen mit unserem Besuch. Hier in Vietnam ist es wirklich nur von Vorteil, nicht allzu groß zu sein, denn dann fällt das Essen auf Plastikhockern gleich etwas einfacher. 😉

Das strahlende Geburtstagskind Ann-Sophie (Freiwillige in Kasachtan) seht ihr rechts in der Mitte. 😀 Gefeiert haben wir in einem Restaurant, das auf das Selberrollen-Lassen von Frühlingsrollen spezialisiert ist – wie man auch am Namen erkennen kann („cuón“ bedeutet rollen auf vietnamesich, doppelt hält besser ^^). Unsere umwerfende Geste nennt man übrigens „Lotusblüte“. Unsere Gäste aus Tadschikistan sind: Tim (links, ohne L.), Christian (links, mit L.) und Thurid (rechts, ohne L.) 😉

Ein weiteres Beispiel aus der Kategorie: Geht nicht, gibt’s nicht.

An den Hanoier Verkehr habe ich mich ja mittlerweile gewöhnt, aber die Rushhour abends ist noch mal eine ganz andere Nummer. Auf dieser Kreuzung wollte niemand niemandem auch nur einen Centimeter schenken…

Ich habe die Altstadt noch nie so menschenleer gesehen…der strömende Regen macht’s möglich.

Drei Tage lang waren die Wassermassen unser ständiger Begleiter. Gegen all die bunten Regencapes hatte die graue Tristesse aber keine Chance. Und nach 72 Stunden hörte der Regen so plötzlich wieder auf, wie er gekommen war.

 

2 Gedanken zu „It felt good to be out of the rain

  1. Tim

    Einen wunderschönen guten Abend,
    an dieser Stelle wollen sich Tadschikistan und Kasachstan nochmal für den Regen entschuldigen, den wir mitgebracht haben.
    Eigentlich wollen wir uns aber bedanken, dass ihr uns trotz Regen und bitterer Kälte (17 Grad – für uns also wie Sommerurlaub) durch Hanoi geführt habt. Die Lotusblüte und das vietnamesische Herz sind fester Bestandteil unseres Alltags geworden!
    Wir vermissen jetzt schon die unzähligen, kleinen Cafés und das unfassbar gute Essen(den gebratenen Rinderdarm mal ausgenommen).
    Einziger Kritikpunkt: Nichts und niemand kann mit Starbucks mithalten..
    #Hängemattensinddochcooleralsschnee
    #iiijjjjjoooooo
    #bettensohartwieholz

    Ganz, ganz liebe Grüße aus Peking!
    Für euch steht immer eine Türe in Almaty, Dushanbe und Chudschand offen!

    Thurid, Christian und Tim

    Antworten
    1. Profilbild von Mathilda SchulenburgMathilda Schulenburg Beitragsautor

      Vielen Dank, ich sag nur: „Ja super! Tiptop!“ 😉
      Leider mussten wir feststellen, dass es sich bei dem Herz eigentlich um ein koreanisches handelt, aber psst… ^^
      PS: #hängemattensinddochcooleralsschnee #wusstichsdoch

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