Geburtstag. Iguazú. Portemonnaieklau. Maifest.

In den den letzten 7 Tagen ist so unglaublich viel passiert, dass ich mich mal dazu aufgerafft habe, einen Blogbeitrag darüber zu schreiben.

Am Freitag, dem 27. April, ging ich mehr oder weniger spontan zum vortix, ein kulturelles, unabhängiges Zentrum, um mir ein kleines Tattoo stechen zu lassen. Einen Globus. Um mir immer wieder klar zum machen, wie wichtig es ist, möglichst viele Orte der Welt zu sehen und dass dies viel mehr wert ist, als jedes Geld. Hier habe ich gelernt, wie man durch schlafen in 12er Schlafsälen, man sich das monatelange Reisen möglich machen kann.

Am Abend feierte ich mit zwei Freunden auch Montecarlo, welche auch am 28.4. Geburtstag haben, in unseren Geburtstag. Wir kochten für unsere Gäste Tacos mit verschiedenen Füllungen.

Alex, ein Freiwilliger auch Obera und ich, wollten am nächsten Tag nach Iguazú aufbrechen. Leider musste ich morgens um 4 Uhr feststellen, dass sich mein Portemonnaie sich nicht mehr in meiner Tasche befand. Nachdem wir eine Stunde alles durchsuchten, gaben wir es auf und gingen nach hause. Zuhause öffnete ich noch fix ein Geburtstagsgeschenk einer Lehrerin und Freundin. Eine spanische Bibel in Leder eingebunden und mit goldenen Seitenrändern.

Am nächsten Tag eröffnete mir dann noch meine Lehrerin, dass ich die mMöglichkeit hätte, als Reisebegleitung mit acht SchülerInnen aus Deutschland für sieben bis zehn Tage nach Buenos Aires zu fahren. Natürlich kostenlos, inklusive Hotel, da ich ja die Reisebegleitung wäre. Das war eines der schönsten Geschenke.

Dank Alexs Kreditkarte konnten wir trotz des Geldschwunds, drei schöne Tage in Iguazu verbringen. Dort trafen wir noch Merle, eine Freiwillige aus Buenos Aires am Busbahnhof. Auf der Fahrt zu den Wasserfällen in Brasilien gabelten wir noch eine holländische Lehrerin auf. Währenddessen bat ich, meine Eltern alle Karten sperren zu lassen und schmiedete Pläne, wie ich die nächsten Monate an Bargeld kommen konnte.

Nach einem Polizeibesuch am Dienstag, bekam ich Mittwochabend doch noch mein Portemonnaie mit dem kompletten Inhalt wieder. Abgesehen von den 2000 Peso in bar. Dieser Junge, stahl am selben Abend noch ein Handy, mit dem er ein Bild von sich im Spiegel in seine Instagramstory lud. Sehr intelligent. Kurzum, kennt ihn wohl jeder in Montecarlo für Diebstähle.

Er hatte am Abend tatsächlich nur das Bargeld herausgenommen und dann dieses unter eine Palette vor dem Vortix gelegt. Dort lag es noch bis Mittwochabend.

Am Samstagabend war endlich das Maifest unserer Schule. Wochenlang, nein Monatelang, wurde für dieses Event geprobt, gebastelt und Sauerkraut gekocht. Schon morgens wurde die letzte Deco aufgehangen.

Meine Kinder mit der Vogelhochzeit, den „die Affen rasen durch den Wald“ und dem modernen Tanz zu deutschen Liedern absolvierten ihre Auftritte perfekt. Ich konnte es nicht umgehen, 1000km bis zum Meer von Juli auf der Gitarre zu begleiten. Aber alles ging gut.

Am Ende des Abends hatte ich mindestens 200 Bilder für die facebook Seite der Schule geschossen, Kartoffelsalt und Sauerkraut gegessen und tausend mal bestätigt, dass ich la Alemania bin.

 

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