Halbzeit.

Noch sechs Monate, dann sitze ich im Flugzeug nach Deutschland.

Dieser Satz hat etwas beruhigendes, aber auch beänstigendes gleichzeitig. Einerseits freue ich mich dann wieder in Deutschland bei meinen Freunden und meiner Familie zu sein. Vollkornbrot, Quark, Gouda und alle anderen deutschen Produkte zu essen. Abgesehen von dem guten Essen meiner Mutter.

Andererseits wartet auf mich zwei Jahre Masterstudium. Wie werde ich mich in den Arbeitsalltag einleben? Werde ich schnell eine Wohnung oder ein WG-Zimmer finden? Außerdem war das ganze Reisen, die warmen Tage hier, die Ruhe und Gelassenheit hier ein kompletter Gegensatz zum deutschen Lebensstil.

Ich muss jetzt schon sagen, dass ich doch einiges Vermissen werde. Die Siesta, auch wenn ich es erst hart fand, 4 Stunden nichts zu machen. Aber eine Pause am Tag, in der die ganze Stadt still steht und keiner Produktivität von einem erwartet ist schon etwas schönes.

Die letzten zwei Wochen war ich in Chile. Ohne Siesta. Dafür in Kälte und einer beeindruckenden Landschaft.

Valparaíso

Für mich war Santiago de Chile, eine Großstadt, jedoch um weites schöner, als Buenos Aires oder Sao Paulo. Santiago hat eher etwas von Berlin. Zwar sehr groß, aber mit vielen Grünflächen umrandet von Bergen. Neben Santiago, zwei Stunden Fahrzeit, liegt die Stadt Valparaíso. Viele Reisende schwärmen von der Stadt am Meer mit ihren bunten Häusern und Grafits. Ich wurde von Smog und dreckigen Straßen empfangen. Die 20 Grad unterschied zu Santiago hatte ich auch nicht erwartet. Natürlich war es ein schöner und interessanter Tag. Jedoch empfand ich die Stadt eher als Armenviertel, der benachbarten Stadt Vina del Mar.

Von Santiago aus machte ich mich über Nacht nach Puerto del Montt auf. Die folgenden Tage verbrachte ich mit Tabea und ihrem Freund. Ich genoss die Kälte und die Natur.

Chiolé

Bei einem Tagesausflug zur Insel Chiolé, konnten wir leider nicht zu der Pinguinen Insel, da der Wellengang zu stürmisch für die Fischerboote war. Wir machten uns jedoch einen schönen Tag an der Promenade und schauten uns die bunten Holzhäuser an. Wir schlenderten durch viele Touristände und Schummelläden.  Eines der kältesten, da Leon und Tabea oft in Fützen traten, und dadurch unsere Schuhe mit kalten Wasser durchfluteten, aber schönsten Tage meiner Reise.

Schöne Orte sahen wie viele auf unserer Tour. Zum Beispiel die Saltos del Petrohue. Nicht zu vergleichen mit den Iguazú Wasserfällen. Eine ganz andere Art, da das Wasser so unglaublich klar und schön war.

 

Saltos del Petrohue

Eines musste man den Einwohnern lassen. Jeder wollte Tabea und Leon helfen. Und wir kamen eigentlich in alle Attraktionen umsonst herein 😀

Noch am selben Tag, fuhren wir per Anhalter, was erstaunlich oft gut funktionierte, zum Vulkan Osorno. Unglaublich, da oben am Skilift neben uns Schnee lag und im Tal der riesige See. Auf der Skihütte gab es Apfelstreuselkuchen und für die beiden anderen Kompleto, ein Chilenischer Hot Dog mit Mayo, Guacamole und Tomaten. Nebenbei, in Chile ist alles mit Palta, also Avocado. Jeder Hamburger, Hot Dog, Salat oder Pommes 😀

Vulcano Osorno

Einen anderen Tag verbrachten wir am See in Frutillar. Eine reine deutsche Touristenstadt. Die Einwanderer ließen sich hier nieder. Es gibt eine deutsche Schule, ein Museum der deutschen Einwanderer, Hotels, Cafés, Restaurants und Touristenläden. Einfach nur interessant, wie jedes Café am Strand Kucen, Schwarzwälderkirchtorte und Café verkaufte.

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