Für einen Monat wieder in Montecarlo

„Schreibst du eigentlich einen Blog?„, fragte mich gestern ein Freund in Montecarlo. Ups, da war ja was. Somit kommt hier ein Blogeintrag über meinen letzten Monat.

Schön, endlich wieder im kleinen, beschaulichen Montecarlo zu sein, dachte ich mir vor einem Monat. Etwas Gitarre, Yoga, Ausflüge zum Fluss und viel Schlaf. Nun gut, ohne Schule füllt das auch nicht den ganzen Tag.

Tereré am Bach

Somit wurden fleißig Flüge gegoogelt und verglichen. Nachdem ein Flug nach Salvador de Bahia gebucht wurde, kam auch noch der Flug nach Santiago de Chile hinzu. Nun geht es in zwei Tage schon wieder los für mich: Santiago, Valparaiso und Puerto Montt.

Abgesehen davon hatte ich die letzten zwei Wochen dann doch recht viel Programm durch unser kleines, unabhängiges, Kinderheimprojekt im hogar del niños in Montecarlo. In dieser Zeit kamen mich Pauline und Tabea, zwei andere Freiwillige besuchen. Wir spielten, bastelten und lebten mit den Kindern.

 

Zu den Kindern muss man sagen, dass hier nicht viele Menschen wissen, dass Behinderungen ganz normal und natürlich sind. Schon der Name der Schulen „escuela de educacíon especial N°0012 en Montecarlo“ sagt vieles über das Gesellschaftsbild aus. Viele Passanten schauen die spielenden Kinder im Kinderheimgarten wie Tiere an. Warum hier über die Hälfte der Kinder eine Behinderung vorzuweisen haben, wird leise verschwiegen.

Indianerkronenbasteln

Trotzdem gibt es viele Menschen, die regelmäßig im Heim vorbeischauen. Die evangelische Kirche fördert die Einrichtung tatkräftig. Auch wenn das Geld vorne und hinten fehlt, bekommen die Kinder jeden Tag frisches Essen gekocht und wir bemerkten, dass sie eine glückliche Kindheit mit viel freiem Draußen spielen verbringen. Auch ein einfacher Badeausflug zu einem großen Pool einer netten Dame in Montecarlo mit viel Süßen, Kuchen, Limonade und einer religiösen Geschichte am Ende, machte die Kinder zu ein glücklichsten Menschen, die ich seit langen gesehen hatte.

Kartoffeldruck

 

Noch eine erschreckende Sache war für mich, dass Tabea, welche blind ist, nicht in Iguazu mit dem Boot unter die Wasserfälle fahren durfte. Jedoch auf der brasilianischen Seite. Dies ist jedoch wieder eine andere, lange Geschichte.

Glückliche Tabea im Boot

Las Cataratas de Iguazu

Marie

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