Ein bisschen Deutschland in Chile

6.10-9.10.2017 Valdivia. Der erste Trip

Kurzfristig beschlossen Ann (Freiwillige aus Puerto Varas) und ich unseren ersten Trip gemeinsam zu verbringen. Mit dem Fernbus ging es für mich in gemütlicher Schlafposition ins 6 Stunden entfernte Valdivia. Valdivia gilt als eine der schönsten Städte Chiles und wird seit dem 19. Jahrhundert stark von deutschen Einwanderern geprägt. So verwundern deutschsprachige Straßenschilder, eine Feuerwehr mit dem Namen „Germania“  und  Boris Becker auf einem Werbeplakat für Brillen nicht wirklich. Unseren Mitfreiwilligen Bernd, der in Valdivia am Instituto Alemán arbeitet, trafen wir lustigerweise gleich zweimal zufällig auf der Straße und erfuhren später von ihm, dass wir wohl die gefühlt einzigen schönen und sonnigen Tage der letzten drei Monate erwischt haben.

Die gemeinsamen Tage nutzten wir für einen regen Austausch über Dinge, die uns bereits nerven und Sachen, die uns aufgefallen sind (es gibt hier doch wirklich Toast ohne Kruste!!!). Für mich das erste Mal seit meiner Ausreise, dass ich wirklich gequatscht habe, da ich sonst im wahrsten Sinne des Wortes nur Spanisch verstanden habe. Bei diesen Gesprächen stellten wir außerdem fest, dass wir beide dank der 23kg Begrenzung der Lufthansa eine sehr eingeschränkte Kleiderauswahl besitzen und hatten somit endlich eine Ausrede gefunden um in den verschiedenen Bekleidungsgeschäften der Stadt unser Geld für neue Lieblingsstücke auszugeben. Ich kann jetzt offiziell behaupten ich besitze eine Hose mit Löchern (und Oma, ja die Hose war zwar dank des Winter-Sales ein richtiger Schnapper, aber ich kann mir trotzdem auch eine Hose, die nicht „kaputt“ ist, leisten).

Unsere AirBnB-Unterkunft war ein richtiger Glücksgriff. Gut gedämmt, warmes und gemütliches Bett, Dusche mit heißem Wasser (und Pömpel) und einen super Vermieter bzw. Mitbewohner, der mich für meine Rückfahrt nach Chillán sogar mit dem Auto zum Busterminal gebracht und mir dann auch noch die Tasche zum Bus getragen hat.

 

Ein echt super erster Trip in Chile und die folgenden Tage mussten dann erst mal zum ausruhen und Schlaf nachholen sowie zum Entspannen meiner Bauchmuskeln genutzt werden(vielleicht ist Lachen auch ein Sport: Ann schafft es nicht eine Flasche zu öffnen ohne das halbe Zimmer unter Wasser zu setzen und selbst beim zweiten Mal lernt sie nicht draus…).

 

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