When was the last time you felt proud? (Rwanda)


Karmyne,
13, student

English:

It was when I said NO for the first time.
In fact, that happened when I went to a school in Rwanda which is called „Ecole Francophone Antoine de Saint Exupéry (EFASE)“. I liked that school a lot, it was a happy place and we had a lot of fun like nobody else. The only problem there was me. I did not manage to integrate and most of the people used me because I was not able to express what I thought deep down, which was one of my biggest weaknesses. But that was not the only reason why I didn’t integrate myself, my physical appearance also played a role in that story. I have never been able to say NO to people as I was afraid of what they could say or what would happen. All my life I only did what people told me to do, at school I had no say at all in none of the matters. I liked it to stay all alone without anybody.

Until the day when two girls, called Sixtine and Teta came over and talked to me for the first time. They became my best friends. They understood me as I understood them, we were inseparable. We told us everything (sadness, happiness, hardship). They were my best friends. Because of them I was able to assert myself. When I talked to them about how I felt, that changed nothing about our friendship. I learnt that the others were not guilty of my hardship, but that I was the only one guilty on that matter. I became aware of the importance of being able to assert oneself. I asserted myself but still remained unable to say NO. It had been a step forward but my goal was to say NO and nothing else.

That saddened me to such an extent that I started to listen to music and to sing. The music enabled me to liberate myself, express myself without anybody hearing me. When I sang, my spirit felt free, without fear to hurt somebody. And until now I haven’t stopped singing. The clouds were not grey anymore, life became better. I made new friends at school, we were totally happy. The only problem rested that I was still unable to say NO.

It was getting on my nerves, my head wanted to say NO for once, but my heart resisted to let it out. I could not understand it. In the beginning I thought I would just have to force myself a bit and then it would work out, but you could say that it was my destiny. Each time I tried to say that small word, some sort of magic power held me back from saying it.

My life played a trick on me. That word, which I was unable to say for years – it was only that one day that it finally came out. I was so angry that I let myself go.

A girl, her name is Lolita asked me to do her homework even though we had to hand in four the next day. What mde me furious was how she came to me smiling, saying to me: “Karmyne, how is it going? You know what, could you do my homework for me?” She came with that big smile, to tell me to do her homework, which made me furious.

That is how I was able to say NO for the first time in my life. That was the day that changed me the most.

 

German:

Das war, als ich zum ersten Mal NEIN gesagt habe.
Es ist passiert, als ich in Ruanda zur Schule „Ecole Francophone Antoine de Saint Exupéry (EFASE)“, gegangen bin. Ich mochte diese Schule sehr gern, wir waren dort glücklich und hatten viel Spaß. Das einzige Problem dort war ich. Ich schaffte es nicht, mich zu integrieren und die meisten Leute benutzten mich, da ich es nicht schaffte, zu äußern, was ich tief in meinem Innersten dachte. Das war eine meiner größten Schwächen. Aber das war nicht der einzige Grund, warum ich es nicht schaffte, mich zu integrieren. Teil der Geschichte war auch mein Aussehen. Ich habe es nie geschafft NEIN zu sagen, aus Angst davor, was die anderen sagen würden, was passieren würde. Mein ganzes Leben lang habe ich gemacht, was man mir sagte. In der Schule hatte ich nichts zu sagen, aber ich mochte es gern, allein und ohne andere zu bleiben.

Bis zu dem Tag, als zwei Mädchen, Sixtine und Teta, erstmals zu mir kamen, um mit mir zu reden. Sie sind meine besten Freundinnen geworden. Sie verstanden mich so wie ich sie verstand, wir waren unzertrennlich. Wir erzählten und alles (Traurigkeit, Glück und Unglück). Sie waren meine besten Freundinnen (BFF). Dank ihnen habe ich gelernt, mich durchzusetzen. Denn, wenn ich ihnen von meinen Gefühlen erzählte, änderte das nichts an unserer Freundschaft und ich habe bemerkt, dass nicht die anderen schuld an meinem Missgeschick sind, sondern nur ich selbst verantwortlich für mein Problem war. Ich bin mir der Wichtigkeit, sich behaupten zu können, bewusst geworden. Ich lernte, mich zu behaupten, aber noch immer war ich nicht in der Lage, NEIN zu sagen. Es war ein Schritt nach vorne, aber mein Ziel war es, NEIN sagen zu lernen, nichts anderes.

Das hat mich so belastet, dass ich begonnen habe, Musik zu hören und zu singen. Die Musik hat es mir ermöglicht, mich zu befreien, mich auszudrücken, ohne dass jemand mich hört. Wenn ich singe, fühle ich mich frei, ohne Angst jemanden zu verletzen. Und bis heute habe ich nicht aufgehört zu singen. Die Wolken waren nicht mehr grau, das Leben färbte sich mehr und mehr positiv. Ich schloss neue Freundschaften, wir waren voll und ganz glücklich. Das einzige Problem jedoch blieb, dass ich noch immer nicht in der Lage war, NEIN zu sagen.

Das ging mir auf die Nerven. Mein Kopf wollte NEIN sagen, aber mein Herz wiederstrebte, es zu äußern. Ich verstand es nicht. Zunächst dachte ich, ich müsse mich nur ein wenig zwingen, dann würde ich es schaffen. Aber es scheint mein Schicksal gewesen zu sein. Jedes Mal, wenn ich versuchte, dieses Wort zu sagen, hielt mich eine magische Kraft zurück.

Mein Leben hat mir einen Streich gespielt. Dieses Wort, das ich über Jahre hinweg nicht sagen konnte – an diesem einen Tag konnte ich es plötzlich. Ich war so verärgert, dass ich mich vergessen habe.

Ein Mädchen namens Lolita hatte mich gefragt, ihre Hausaufgaben zu machen, obwohl wir bis zum nächsten Tag vier Stück aufhatten. Was mich so außer mich brachte war die Art, wie sie lächelnd auf mich zu kam und meinte: „Karmyne, wie geht’s? Weißt du was, ähm, kannst du meine Hausaufgaben machen?“ Sie war mit diesem freundlichen Lächeln gekommen, um mir zu sagen, dass ich ihre Hausaufgaben machen sollte und das brachte mich außer mich.

So habe ich zum ersten Mal NEIN sagen können. Dieser Tag hat mich am meisten gezeichnet.

 

French:

C’était quand j’ai dit NON pour la première fois.
Au fait, ça s’est produit quand j’étais dans une école au Rwanda qui s’appelle „Ecole Francophone Antoine de Saint Exupéry (EFASE)“. J’adorais cette école car c’était un endroit chaleureux, on faisait la fête comme personne. Le seul problème, c’était moi. Je n’arrivais pas à m’intégrer et la plupart des personnes m’utilisaient car je n’arrivais pas à dire ce que je pensais tout au fond de moi et c’était l’une de mes plus grandes faiblesses. Mais ce n’était pas la seule raison pour laquelle je ne m’intégrais pas, il y avait aussi mon physique dans l’histoire. Je n’ai jamais pu dire NON par peur de ce que les autres diront, et surtout de ce qui se passera. Toute ma vie, je faisais ce qu’on me disait de faire, à l’école je n’arrivais pas à me faire entendre dans aucun des sujets, mais j’aimais bien rester toute seule sans personne.

Jusqu’au jour où deux filles du nom de Sixtine et de Teta sont venues me parler pour la toute première fois. Elles sont devenues mes meilleures amies. Elles me comprenaient comme je les comprenais, on était inséparable. On se disait tout (tristesse, bonheur, malheur, etc.). Elles étaient mes meilleures amies (BFF). C’est grâce à elles que j’ai pu m’affirmer. Quand je leur parlais de ce que je ressentais, ça ne changeait rien à notre amitié, et je me suis rendue compte que les autres n’étaient pas coupables de mon malheur mais que j’étais la seule responsable de ce problème. Je me suis rendue compte de l’importance de savoir s’affirmer. Je m’affirmais mais je n’arrivais pas encore à dire NON, c’était un pas en avant, mais mon objectif était de pouvoir dire NON, et rien d’autre.

Ça me faisait tellement de peine que je me suis mise à écouter de la musique et à chanter. La musique m’a permis de pouvoir me libérer, m’exprimer sans que personne ne m’entende. Quand je chantais je me sentais libre d’esprit, sans crainte de blesser quelqu’un. Et jusqu’à présent je n’arrête pas de chanter. Les nuages n’étaient plus gris, la vie devenait de plus en plus rose, je me suis fait de nouveaux amis à l’école, on était tous heureux, mais le seul problème était que je n’arrivais toujours pas à dire NON.

Ça m’énervait, ma tête voulait dire NON pour une fois, mais mon cœur refusait de le faire sortir, je ne le comprenais pas. Je pensais au début que si je me forçais un petit peu j’y arriverai, mais on dirait que c’était mon destin. A chaque fois que j’essayais de dire ce mot une sorte de force magique m’empêchait de le dire.

Ma vie m’a joué un drôle de tour. Ce mot que je n’arrivais pas à dire pendant des années – c’était seulement ce jour-là qu’il a pu sortir. J’étais tellement en colère que je me suis lâchée.

Une fille du nom de Lolita m’avait demandé de lui faire ces devoirs alors qu’on en avait 4 à remettre le lendemain. Ce qui m’a mise hors de moi était qu’elle était venue souriante en me disant : „Karmyne, comment ça va? Tu sais quoi, eh bien peux-tu me faire mes devoirs?“ Elle était venue toute souriante pour me demander si je pouvais faire ces devoirs, ça m’a mise hors de moi.

Voici comment pour la première fois j’ai pu dire NON. Cela a été le jour qui m’a le plus marqué.

 

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