Vorsicht, Huhn im Weg!

Ein kurzer Spaziergang durch die Hauptstadt Madagaskars. Über Busfahrten, Bananen und andere Erfolgserlebnisse. Über den ersten Eindruck. Über die vielen ersten Eindrücke.

Vorsicht, da ist ein Huhn im Weg! Was, ob ich ne Sonnenbrille kaufen möchte? Äh…ne, danke. Also ich mein „non.. z mish inn“… oder so. Achtung, Loch im Boden! Und nicht aus Versehen einen der vielenLeute anrempeln. Abgase. Obstverkauf. Leckerer Essensgeruch. Viele Gesichter. Eine Frau balanciert eine Schüssel mit Ananas auf dem Kopf. Ein Anzugträger balanciert während dem telefonieren seine Aktentasche unterm Arm. Ein hupender Renault 4. Gibt’s hier eigentlich nen Gehweg?! Neugierige Blicke. „Bonjour Vasah!“ Hä, meint der jetzt etwa auch schon wieder mich?

So ähnlich fühlen sich für mich im Moment ein paar Meter in der Hauptstadt Antananarivo an. Es ist bunt, durcheinander, laut. Ich fühle mich wie erschlagen von so vielen Eindrücken, Geräuschen und Gerüchen. Alltägliches, wie Einkaufen, Busfahren oder auch nur die Straße überqueren ist erstmal irgendwie gar nicht so einfach. Leute, ganz ehrlich, es ist wunderschön. Aber ich kam mir noch selten so „blond“ und „blauäugig“ vor. Zum Glück gibt es hier sehr viele hilfsbereite Menschen, die mir unter die Arme greifen. Um die Straßenseite zu wechseln werde ich schon mal (wie ein Kind oder eine alte Frau – das kann ich mir jetzt aussuchen ;) ) an die Hand genommen. Die erste selbständige Bussfahrt am Mittwoch war das Erfolgserlebnis des Tages. Und selbsteingekaufte Bananen von einem der unzähligen kleinen Stände überall am Straßenrand schmecken großartig.

Ein paar Bilder auf das Großstadtgewusel der Avenue de l’Indépendance. Aufgenommen von der Dachterrasse des Goethe-Instituts, meiner Einsatzstelle.

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Und falls jemand fragt: Ja, Tiere hab ich auch schon gesehen. Allerdings weder nen Lemur noch nen Pinguin. Meine Entdeckungen in der Tierwelt beschränken sich bis jetzt auf den Gecko im Gang, ner Motte im Müsli und einer Kakerlake im Klo. (Trotz der schönen Alliterationen nicht erfunden!)

6 Gedanken zu „Vorsicht, Huhn im Weg!

  1. Wir haben jetzt die Regenzeit in Deutschland.
    Schick noch n bisschen Urwald her, und die Pinguine können auch hier tanzen.

  2. Hey von den Häusern können wir hier ja auch welche aufeinander stellen.
    Sieht zwar doof aus bei uns in der Straße aber da kriegen wir ne Menge Besucher rein

  3. Hallo Stella, die ersten Eindrücke aus Madagaskar hören sich beeindruckend an. Lebhafter + Spannender Text – da freut man sich auf mehr.

  4. Wow. Endlich Vanille Schoten zum lachen.
    Fehlen nur noch die Blümchen.
    Liebe Grüße

    Aus dem von fast nebendran

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