LOSgezogen

Meike auf Reisen

lOS(T)gezogen Teil 1 Stuttgart → Venedig

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Hallo ihr Lieben,

lOS(T)gezogen … ja ich habe eine Schwäche für Wortspiele, das gebe ich zu 😉

Unter dem Motto lOS(T)gezogen stand also meine nächste größere Reise an, nämliche meine 1-monatige Tour durch Osteuropa. Bepackt mit Schlafsack, Isomatte und Zelt ging es für eine Freundin (wir nennen sie hier einfach mal Lena) und mich im August 2016 los in einen doch so wenig beachteten, aber umso schöneren Teil Europas.

Wirklich geplant hatten wir unsere Route davor nur in groben Zügen, wir wollten uns treiben lassen und spontan sein.

Los ging es mit einer uns noch unbekannten, touristisch jedoch sehr beliebten und einer nicht so wirklich osteuropäischen Stadt: Venedig.

Mit dem Flugzeug also flogen wir von Stuttgart nach Venedig, bezogen unseren ersten Campingplatz außerhalb der Stadt … und damit begann das Drama.

Ich dachte an diesem Tag wirklich „das war es, wir müssen abbrechen, Osteuropa ade“

Aber von vorne: Die erste Nacht im Zelt verlief ohne Zwischenfälle. Im Bus nach Venedig allerdings bekam Lena extreme Bauchschmerzen, musste sich in dem zum Brechen vollem Bus erst einmal hinsetzten. Ein Glück, denn nur Sekunden später kippte sie ohnmächtig zur Seite. Erst nach ein paar ordentlichen Watschen einer italienischen Mami fand sie ihren Weg in die Stadt der ewigen Liebe zurück.

Kreislauftechnisch noch ein wenig angeschlagen erkundeten wir bei 30°C die Altstadt. Frühzeitig versuchten wir von den Hauptstraßen, auf denen sich die Touristen nur so in Massen drängten, wegzukommen. Dabei bot sich uns ein ganz anderes Bild der Stadt. So schön die Fassaden der Häuser auf den Hauptpromenaden und Plätzen doch waren, so heruntergekommen waren die Häuser dahinter. Die Fenster vernagelt, die Türen mit Ketten zugesperrt, dazwischen immer wieder kleine Kanäle und dennoch hatte gerade das seinen ganz eigenen Charme.

Am Abend kehrten wir erschlagen von den Eindrücken des Tages, der Hitze und dem Gedränge zurück zu unserem kleinen Campingplatz. Meine Wetter-App kündigte blendendes Wetter für die nächsten Tage an, weshalb ich Lena nicht wirklich glauben wollte als sie besorgt in Richtung dem immer dunkler werdenden Himmel zeigte und Regen vorhersagte.

Vorsichtshalber räumten wir dennoch unsere Sachen in mein neues, 50€ teures, 1.20x2m großes Zelt, und verstauten die Rucksäcke unter der Zeltplane (im Zelt selbst war leider dafür kein Platz mehr) …

… und dann brach schon das heftigste Gewitter auf uns herab. Es hagelte, blitzte, donnerte und erst der Regen… Ich dachte das war es. Dass mein kleines, billiges Ebay-Zelt diesem Unwetter nicht standhalten würde stand außer Frage. Der Zeltplatz verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit in ein einziges Schlammloch. Das Wasser stand auf den von der Trockenheit ausgedörrten Wegen. Als nach ca. 3 Stunden der Regen ein wenig nachließ stapften wir zwei, durch die einen halben Meter tiefen Pfützen, zu unserem Zelt (wir hatten uns in der Zwischenzeit in ein großes Zelt des Campingplatzes gerettet). Und ein Wunder… mein kleines grünes Zelt hatte dem Unwetter getrotzt, die Wände ein wenig nass, und unsere Rucksäcke zum Glück nur ein bisschen durchweicht, war der größte Teil unserer Sachen doch noch trocken geblieben! Halleluja!

 

To be continued…

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