Von S wie Seelöwe bis S wie Streik

Ob ich Argentinien in den nächsten fünf Monaten wirklich von A bis Z kennenlernen werde, bezweifle ich auf Grund doch recht kurzen Zeit leider etwas. In Bezug auf den Buchstaben S haben sich in den letzten Tagen und Wochen aber schon einige Wörter hervorgehoben, die ich schon fest mit diesem Land verbinde:

Zum einen gibt es im Hafen in Mar del Plata eine große Kolonie von Südamerikanischen Seelöwen. Sie liegen neben den Schiffen recht faul in der Sonne herum und hoffen auf eine einfach verdiente Mahlzeit von einem der zahlreichen, orangefarbenen Fischerbooten. Es ist recht unterhaltsam sich (natürlich selbst ausgestattet mit einem der leckeren Fischgerichte, die direkt am Hafen verkauft werden) auf eine Bank zu setzen und den Seelöwen dabei zu zusehen, wie sie mal mehr und mal weniger aktiv sind.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Die Männchen werden bis zu 2,5 m groß und 500 kg schwer. Trotzdem laufen die Fischer seelenruhig, in nur etwa zwei Metern Entfernung, an diesen wirklich imposanten Tieren vorbei. Die beiden „Spezies“ scheinen sich also aneinander gewöhnt zu haben und koexistieren mehr als friedlich, direkt nebeneinander.

Am heutigen Tag machte Argentinien mich außerdem mit einem neuen Wort mit dem Anfangsbuchstaben S bekannt: der Streik. Das gesamte Land streikte heute: die Busse, das Taxi, die öffentlichen Schulen, der kleine Kiosk, die Banken. Sie alle fuhren heute nicht, bzw. blieben einfach geschlossen.

Ein wegen dem Generalstreik geschlossener Kiosk wirbt für mehr Humor und Liebe in dieser Welt! 🙂

Auch die Schülerinnen und Schüler des Instituto Gutenberg schlossen sich dem Streik an und in manchen Klassen waren keine, oder nur wenige Schüler anwesend. Ich nutzte den Tag, um mit der Osterdekoration für die nächste Woche fertig zu werden. Ab morgen geht es nämlich mit Camie, einer anderen Freiwilligen aus Montecarlo, zunächst nach Buenos Aires und dann weiter nach Uruguay zu Sophia und Karo. Hoffentlich bei schönem Wetter und ohne streikende Busse.

Wo wir schon beim Buchstaben S sind, drängen sich in Mar del Plata natürlich noch der Strand und der Sonntag auf! Solange das Wetter noch schön ist versuche ich so oft es geht an den Strand zu gehen und die letzten Tage des Sommers hier zu nutzen. Diesen Sonntag gab es außerdem das erste „richtig argentische“ Asado bei uns im Haus. Ceci und JuanPi hatten ihre Familien eingeladen und ich durfte auch mit grillen:


3 Comments

  1. Karola

    Liebe Lisa, das klingt ja alles sehr positiv und ereignisreich.  Ich wünsche Dir ein wunderschönes Osterfest und viele nette Erlebnisse. Liebe Grüße Karola

  2. Birgit

    Hola Lisa, 
     tolle Bilder vom Hafen und den dösenden Seelöwen und schön, dass du beim asado der Familien mit dabei sein konntest. Was für eine freundliche Aufnahme durch Cecilia und JuanPi. Darüber freue ich mich sehr. 
    Viel Spaß bei Eurer Reise, schöne Zeit, gutes Wetter, fahrende Busse und kommt heil wieder zurück. 

    Alles Liebe! Mama

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