Archiv des Autors: Lina Roß

Az otthonom ott van, ahol a szívem ver🌍❤

Hallo ihr Lieben! Sziasztok!🌞

Ein Tag an der Nordsee? Von Aachen aus fährt man 2-3 Autostunden an die holländische Küste

Ein neuer Eintrag ? Jetzt? Wieso?

Schon länger bin ich wieder in Deutschland und ich wollte Euch gerne mitteilen wie es mir damit geht und vielleicht hilft das ja auch dem ein oder anderem unter Euch.

Das letzte mal aktiv war ich auf diesem Blog vor drei Monaten und einer Woche. Man sollte meinen diese Zeit müsse ausreichen um wieder irgendwo anzukommen und sich in der alten Umgebung wohlzufühlen? Teilweise trifft das sicherlich zu. Familie und Freunde sieht man wieder regelmäßig und man arbeitet nun auch auf ein neues Ziel zu, das Studium. Man fühlt sich durchaus wohl in seiner Umgebung und trotzdem fehlt etwas. Ja es fehlen die Freunde, die im Ausland sitzen und an die man trotzdem jeden Tag denkt, es fehlt das Sprechen der Sprache die man gelernt hat und das Leben in der WG sowie die Zimmernachbarin, die Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Lehrerinnen, der Lebensstil den man dort geführt hat, die Lieblingsorte der Stadt. Alles hat sich verändert und trotzdem ist es fast wieder wie ein Rückschritt, wenn man nur Zuhause in seinem „Kinderzimmer“ sitzt und das Umfeld einem erscheint wie damals? Neulich habe ich es in einem Blog gelesen:

„The hardest part of travelling is coming home“

, hieß es da und nach und nach mache ich auch diese Erfahrung. Es war bloß ein halbes Jahr, aber in diesem habe ich mich um hundertachtzig Grad gedreht, so vieles gesehen und für mich entdeckt, so viele Freundschaften und interessante Begegnungen gehabt und Momente gesammelt und es ist und bleibt unbeschreiblich… Es ist immer wieder schön zurückzusehen und man ist so dankbar für das Erlebte. Der Nachteil daran ist nur, dass man öfters in der Vergangenheit lebt anstatt die Gegenwart bewusst warzunehmen. Man bekommt Fernweh. 

Was da hilft? Sich über die neuen Ziele, Träume und Veränderungen Gedanken machen und dann darauf konzentrieren:)! Man kann ja auch lokal und auch in Deutschland viel schönes erleben und entdecken! Auch hier gibt es Dinge und Menschen die an einen denken und einen aufbauen und nach einem halben Jahr immernoch für einen da sind. ❤ Auch das ist eine schöne Erfahrung und etwas ganz besonderes 🙂 !  Man kann versuchen Abwechslung in den Alltag zu bringen…  Ja ich denke man sollte positiv denken und man kann ja immer wieder zu Orten und Menschen zurückkehren und diese besuchen, oder? 🌍 So habe ich mich bereits jetzt um meinen Sommerurlaub gekümmert, indem ich einen guten Freund, der in Porto lebt, besuchen werde, den ich lange nicht gesehen habe und natürlich auch vorhabe nochmal nach Szeged,Budapest und Ungarn zurückzukehren. Persze! Solche Aussichten stärken einen und motivieren einen nicht zu letzt, sich auf das wesentliche zu konzentrieren, dem Lernen und hoffentlich Bestehen einer Prüfung für ein Studium das mit Kultur&Musik zu tun hat ❤.  Und welche Belohnung (hoffentlich verdient) ist besser als das Reisen und das Wiedersehen von Freunden und das Ausleben der Leidenschaft die einen mit diesen Menschen verbindet?  Die Leidenschaft des Musikmachens und kreativ seins.✏

Vielleicht hat der ein oder andere ja ähnliche Gedanken oder es fällt ihm schwer wieder Zuhause anzukommen?  Mir hilft ausserdem das Schreiben von einem Tagebuch und… Facebook. Ja denn so kann ich mit den Leuten die mir ans Herz gewachsen sind Kontakt halten, auch wenn ein paar Kilometer dazwischen liegen. Früher habe ich Facebook verurteilt und jetzt merke ich, wie wichtig soziale Netzwerke für mich geworden sind. Was mir auch hilft ist zum Beispiel ein langer Spaziergang alleine im Wald, damit man wieder bei sich selber ankommt.🌳 Auch kann man sich weiter mit kulturweit Alumni vernetzen und oder in einen Verein eintreten, der sich für Werte einsetzt, die einem wichtig sind. Man kann die politischen Unruhen in Ungarn verfolgen und Anteil nehmen #IstandwithCEU. Man kann eine Rede bei pulse of europe halten und dort Freunde aus Ungarn zu Wort kommen lassen (ihre Worte zitieren). Man kann sich Gedanken über Gott und die Welt machen und wieder neue Menschen kennenlernen. So war ich beispielsweise Anfang Mai bei der Mitgliederversammlung „kulturweiter“, wo ich viele Interessante Anregungen und Denkanstöße bekommen habe zum Thema Nachhaltigkeit. Man kann auch einfach mal ‚ ne Pause machen und spontan einen Tag am Meer verbringen. Vieles ist möglich, wenn man daran glaubt und an sich arbeitet. Aber einfach ist es nicht. Das hat ja auch niemand behauptet. Oder? Also ich für meinen Teil hätte nie gedacht, dass das so schwierig sein kann. Ankommen. Neuanfang. Ruhe finden. Man kann noch so vielen Leuten Zuhause von seinen Erfahrungen oder Erlebnissen erzählen, mit Ihnen teilen kann man es nicht, denn sie waren nicht dabei und können garnicht wissen wie man es selber wahrgenommen hat. Auch das ist nicht einfach. So bleibt das Erlebte bei einem selbst. Es wird nie verschwinden und trotzdem muss man irgendwann erkennen dass es der Vergangenheit angehört,  um Pläne für die Zukunft zu schmieden aber vor allem um sich Gedanken um das Hier und Jetzt zu machen, denn:

„Der Starke lebt im Augenblick“. 

„Az otthonom ott van, ahol szivem ver“

Auf deutsch bedeutet das: Zuhause ist da, wo Dein Herz ist. „Home is where your heart is“. Und ich glaube, dass man an mehr als einem Ort zuhause sein kann.

Indemsinne wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende. Wo immer ihr auch seit. Genießt die Zeit und wenn wir mal ehrlich sind uns geht es doch verdammt gut und wir klagen alle zuviel…

Bis bald mal wieder:)

Eure Lina

Kultur(&)weit(er)?

Sziasztok! Noch gut drei Tage bin ich hier in Szeged und ich finde es ist an der Zeit sich mal wieder mit einem Blogeintrag zu melden! Was aber habe ich zu sagen, nach sechs Monaten Erfahrung, Eindrücken und Impressionen in Südungarn in Szeged? Diese Frage zu beantworten ist garnicht so einfach, denn mir fehlen die Worte. Ich bin traurig, denn ich will hier ja eigentlich garnicht weg. „Otthon vagyok“. Szeged ist jetzt auch mein Zuhause geworden. Aber ich bin auch glücklich weil ich eine so große Dankbarkeit empfinde für Alles was ich hier erleben durfte aber vor allem auch für die Menschen denen ich begegnet bin…Ihr merkt schon: Diese Zeit war für mich ganz besonders. So besonders, dass mir jetzt die Worte fehlen! –

Fußstapfen im Schnee, Flussufer der Theiß

All die kleinen Abschiede: Das letzte mal Ungarisch Stunde, das letzte mal die Schüler die mir so ans Herz gewachsen sind sehen, das letzte mal Gitarrenunterricht haben, das letzte mal Yogastunde, das letzte mal Deutsch AG, das letzte mal Chor Ag, das letzte mal die engsten Freunde treffen die einem so wichtig geworden sind, das letzte mal das Lieblingscafé aufsuchen, das letzte mal an der Theiß entlang laufen, das letzte mal im Lehrerzimmer, das letzte mal Straßenmusik und so weiter…), jeden Tag sind nicht einfach… aber das leben geht ja auch weiter!

Klauszal tér

Und WIE geht es jetzt weiter?

Dank diesem halben Jahr habe ich vieles erlebt und auch gelernt: Eine neue Sprache, ein neues Instrument aber auch mehr über andere Menschen, Kulturen und mich selbst. Ich habe gelernt, dass man sich selbst und Dingen Zeit geben muss und dass ich letzendlich nichts von der großen weiten Welt weiß aber ich habe auch gemerkt was mir wichtig ist, was ich mir wünsche und wofür mein Herz nach wievor brennt. Die Leidenschaft leben, dass man alleine reisen kann und Freiheiten genießen kann, tun was man mag, erachte ich als ein Privileg für das ich sehr dankbar bin und ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist!

Kuppel der Synagoge von Szeged

Beruflich möchte ich mich gerne kreativ ausleben, unter Menschen sein und am liebsten im Bereich Kultur und Musik arbeiten. Eigentlich wusste ich das ja schon vorher aber erst jetzt bin ich mir im Hinblick aufs Studium ziemlich sicher, was ich studieren will. Dieses Selbstbewusstsein, dass sich während der Zeit hier in Szeged entwickelt hat, habe ich nicht zuletzt einzelnen besonderen Menschen zu verdanken die mir in so vielen unterschiedlichen Situationen entgegengekommen sind! Das man seine Träume nicht ignorieren muss und Dinge einfach tun sollte, damit sie wahr werden ist eine Erkenntniss die einen unglaublich glücklich sein lässt. Ja verdammt! Ich hatte wahnsinniges Glück. Hier in Szeged- in der Stadt an der Sonne gelandet zu sein. In einer Stadt die mir so vieles gezeigt hat und ermöglicht! „Szeged Szeretlek“ und Du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben, denn diese Zeit kann und will ich nicht vergessen:)!

 

Kaum zu glauben, aber tatsächlich bin ich dann diese Woche schon wieder in Berlin auf dem Nachbereitungsseminar. Ich erhoffe mir ein bisschen Ruhe zu finden und freue mich aber auch wahnsinnig auf diesen kulturellen Austausch mit den anderen Freiwilligen! Ich freue mich darauf die Flaschenpost auszugraben und meinem früheren Ich schmunzelnd zuzuzwinkern…

Ohne zu wissen was passiert ohne Sprachkenntniss aufzubrechen um dann so eine intensive Erfahrung in 6 Monaten zu machen, das kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen.

Es tut sehr gut mal über den Tellerrand zu gucken. Und ich freue mich schon Zuhause in Aachen auf diesem Teller meiner Familie eine frisch gekochte Gulaschsuppe nach Szegediner Art zu servieren. Ja auch Aachen wird noch existieren nach diesen sechs Monaten und ich hoffe Euch dann noch mehr über meine Zeit in Ungarn zu erzählen und einige Blogeinträge nachträglich zu schreiben.

Und es ist ja nicht so als würde mir dann Zuhause langweilig denn auch dort wartet Arbeit auf mich und es wird nicht leicht Dinge loszulassen. Aber das Tolle ist doch, dass man auch wieder zurückkommen kann und außerdem soll man doch gehen wenn es am schönsten ist…

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“

Indemsinne noch einmal:

Danke!

NAGYON KÖSZÖNÖM A EMBER SZEGEDEN! DANKE AN KULTURWEIT UND DANKE AN MEINE FAMILIE!

Visontlátásra!!! :*♡

 

 

 

Boldog új évet!

Boldog új évet!

Frohes neues Jahr! Happy new year! ❤

Hoffentlich hattet ihr alle schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht…

Nach langer langer Zeit erscheint also jetzt wieder ein Blogeintrag. Die letzten zwei Monate habe ich so gut wie garnichts mehr geschrieben. Warum erst jetzt? Ich habe wahnsinnig viel erlebt. 🙂 So viel, dass ich es einfach nicht geschafft habe das Ganze auch noch hier auf dieser Plattform mit Euch zu teilen.

Im November und Dezember standen eine Reise (von der ich vielleicht zur Hälfte berichtet habe), Weihnachtsvorbereitungen, Plätzchen backen, Weihnachtsmarkt und Konzertbesuche sowie ein Ausflug mit den zwei Gymnasien in Szeged nach Graz auf dem Programm. Mir wurde die große Ehre zu Teil an einem meiner Lieblingsorte in Szeged ein Konzert und auf dem Szegediner Poetry Slam einen selbstgeschrieben Text zum besten zu geben. Mir fehlen die Worte!

An der Schule liefen meine beiden Projekte an. Einige Schüler nahmen begeistert an der Chor-Ag teil, in welcher ich vorwiegend versuchte Acapella und Weihnachtslieder zu singen. Das Videoprojekt startete auch und kann hoffentlich noch rechtzeitig fertig gestellt werden.

Die zahlreichen Begegnungen mit Menschen in Schule, Bus&Bahn zeigen mir immerwieder wie bereichernd es ist mal eine Zeit lang woanders zu leben, eigene Erfahrungen zu machen und andere Eindrücke einzufangen.

Wirklich ausführlich ist dieser Blogeintrag nun wieder nicht aber das ist jetzt so, da ich es einfach vorziehe die Zeit die mir hier bleibt zu genießen. Jeden einzelnen Tag.Vielleicht kann ich ja im Nach hinein noch mehr schreiben…Nur noch knapp zwei Monate bin ich hier in Szeged. 

Klar war es auch schön Weihnachten zuhause mit Familie und Freunden zu verbringen. Es ist als würde ich nun mindestens zwei Orte im Herzen tragen. Einen vermisst man immer ein wenig. Umso schöner ist es zurückzukehren.

Gestern um 6 Uhr Abends bin ich nach ungefähr 20 Stunden Zugfahrt in Szeged angekommen um dann um 0:00 ein wunderschönes Feuerwerk zu betrachten mit guten Freunden und Wunderkerzen und Sekt in der Hand.

Dieses Jahr war einzigartig und unvergesslich.

An dieser Stelle möchte ich allen Menschen danken, die das ermöglicht haben, wo auch immer sie sein mögen! Than you! Köszönöm szepen! Danke.

Euch wünsche ich für 2017  viel Glück , viele inspirierende Begegnungen mit Menschen, Dingen oder sogar Euch selbst und kulturellen Austausch. Macht Euer Ding!

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“.

Bis dann. Puszi. :*

Lina

Weltenbummler auf Durchreise- Teil 2: Das Zwischenseminar in Gardony

Das Zwischenseminar in Gardony war sehr schön. Zum einen lag unser Seminarhaus in wundervoller Umgebung und in der Nähe eines großen Sees, zum anderen war es eine Bereicherung aus vielen verschiedenen Gründen. So konnten wir ein wenig reflektieren was die letzten drei Monate eigentlich mit uns passiert ist, neue Dinge lernen, uns Gedanken zu unseren Projekten machen und klarere Ziele setzen, sowie über Themen wie „Antigypsism“ (Roma&Sinti), Rassismus, Migration und viele weitere reden.

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Am See konnte man sehr gut die Seele baumeln lassen. Spazieren gehen und philosophische Gespräche führen oder einfach die Ruhe genießen, die man bei all dem Trubel und Impressionen der letzten 3 Monate wirklich gut gebrauchen konnte.

Der Seminarraum

Der Seminarraum

Unser Seminarraum war äußerst gemütlich eingerichtet. Kissen, gedämmtes Licht, Platz für Kreativität und neue Impulse.

Der See

Der See

Nicht nur unser Aufenthaltsort war sehr gemütlich sondern auch die Atmosphäre im Team. Gemeinsames  diskutieren, einkaufen, kochen und spülen ließ ein eingespieltes Team entstehen, welches ab und zu auch spielte.

Es hat mir großen Spaß gemacht und ich habe die fünf Tage in Gardony mit Euch sehr genossen. Es war schön sich auszutauschen, über das Erlebte zu berichten und bemerkenswert zu sehen, wie unterschiedlich die Erfahrungen doch seien können. Auch schön fand ich die Idee der ,,Passion night“, in der jeder etwas persönliches (seine eigene Passion) vorstellen konnte. Aber auch polnische Zungenbrecher oder  das ,,Herzblatt“ fand hier Platz.

DANKE EUCH ALLEN und noch eine tolle Zeit:)!!!

Eure Lina

 

 

 

Weltenbummler auf Durchreise – Teil 1: Budapest

Weltenbummler. Ein schönes Wort. –

Eigentlich beschreibt es ganz gut, wie es mir die letzte Woche erging. Ein drittes Mal begab ich mich von Szeged aus auf große Reise. Diesmal ging es ein zweites Mal nach Budapest aber auch nach Gardony zum Zwischenseminar, dass eigentlich ermöglicht hat, dass ich reisen konnte, und in die Berge sowie spontan schließlich nach Saintandre, einem kleinen süßen Städtchen.

Weitblick

Weitblick

Weitblick.-  Das ist das, was ich unteranderem von meinen Reisen und nicht zuletzt vom Seminar mitnehme. Begegnungen mit so vielen unterschiedlichen Dingen, Situationen und vor allem Menschen. Das Metrofahren in Budapest fällt mir nun auch immer leichter. Allein in meinem Tagebuch füllte ich auf der Rückfahrt nach Szeged zehn Seiten… Es ist wirklich beeindruckend, was man alles in einer Woche sehen und machen kann.

Teil 1: Budapest

Blick auf Budapest am Abend vom St.Gillhart hügel

Budapest am Abend, Blick: St.Gillhart hügel

1.Tag: An einem Samstag, den 19.11, bin ich nach Budapest gefahren. Am Nachmittag als ich angekommen bin, habe ich mich dort mit einem Einheimischen getroffen, den ich noch von meiner letzten Reise kannte. Da er für eine Deutschprüfung am GI lernen musste und ich Budapest weiter erkunden wollte, war das sehr sinnvoll. So wanderte ich noch am selben Abend auf den St.Gillarthügel. Von dort aus hat man eine wunderbare Sicht.

Beeindruckend wie hoch diese Säule als Symbol der Freiheit in die Höhe ragt

Beeindruckend wie hoch diese Säule als Symbol der Freiheit in die Höhe ragt

Wer diese Person auf der Säule ist, konnte mir mein Stadtführer nicht sagen, aber dass der Berg nach St.Gillhart benannt ist, der in einem Weinfass, dass im Innenraum mit Nägeln ausgestattet war den Berg runtergerollt wurde in die Donau. Érdekes…

Außerdem probierte ich an diesem Abend endlich ,,Langos“ eine ungarische Spezialität:

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Desweiteren traf ich mich am Abend nach einem Konzert der ,,Voicedrops“ auf dem Varosmaty tér, dass unglaublich gut war, mit meinen neu gewonnen Freunden. Zudem wurde ich sogar noch auf einen Geburtstag eingeladen in den Pub Beer&Company, der aufgrund ungarischer Bierspezialitäten nur zu empfehlen ist und fand am Abend Dank Berci einen Platz zum schlafen.

Was für ein Tag in Budapest.-

2.Tag: Mit einem Blick vom Balkon aus auf Budapest, einem Kaffee und Morgensonne begann der Sonntag. Ich machte mich auf um noch ein bisschen die Stadt zu erkunden und um anschließend im ,,Müszi“ das Zwischenseminar zu beginnen. Das Müszi ist ein toller Ort, der Künstlern und Musikern die Möglichkeit bietet sich selbst zu verwirklichen. Oft gibt es auch dort Live-musik. Wir, das sind 15 Freiwillige und Anja und Steffi von kulturweit, trafen uns dort um grundlegendes und organisatorisches zu besprechen und erstmal anzukommen. Am Abend gingen wir gemeinsam in das Musical ,,Fame“ , um dann anschließend nach Gardony zu fahren, wo das eigentliche Seminar stattfand. An dieser Stelle überspringe ich die 5 Tage Zwischenseminar. Dazu werde ich wohl noch einen seperaten Blogeintrag schreiben müssen, da dieser hier sonst zu lang wird.

Nach dem Zwischenseminar am Donnerstag fuhr ich wieder zurück nach Budapest. Zuerst beschloss ich auf die Magarethen Insel zu gehen, da ich da noch nicht war.

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Am Ufer der Donau. Auf der Insel

Später lief ich am Parlament vorbei Richtung Stadtmitte auf der Suche nach einem Kaffee, da ich nicht nur aufgrund des Schlafmangelssondern auch schweren Gepäcks müde geworden war.

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In der Abendsonne entstand eine besonders schöne Athmosphäre

In der Abendsonne entstand eine besonders schöne Athmosphäre

Nach einer kurzen Kaffe – und Schreibpause traf ich mich dann mit Gáspár der unteranderem auch Gitarre spielt. Im Müszi machten wir Musik und viele Ideen und Improvisationen entstanden… Gyönyörű:)

Anschließend fuhr ich mit Metro, Bus und Zug zu Julia und ihrer Familie, die ich noch von einer Begegnung in Hamburg, wo ich dieses Jahr im Urlaub eine Freundin besuchte, kannte. Es war eine wundervolle Zeit! Gastfreundlich wurde ich in der Großfamilie aufgenommen und willkommen geheißen. Nagyon Köszönöm! Freitagmorgen machte ich mich dann auf den Weg zur Stephansbasilika.

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In einer Stadt wie Budapest bietet es sich natürlich an eine Bootstour auf der Donau zu unternehmen. Dies tat ich dann auch:

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Vom Boot aus hat man nochmal eine ganz andere Sicht auf die Stadt.

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Nagyon szép


St.Gillarthügel

St.Gillarthügel

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Nach dieser windigen Bootstour beschloss ich auf dem Weihnachtsmarkt essen zu gehen und mich dort etwas aufzuwärmen. Zum Glück war ich zum „forró bór“ trinken verabredet 🙂

Am Abend nahm mich Julia mit zu einem Treffen mit Ihren Freunden. Unteranderem besuchten wir das ,,Szimpla“, ein Ort der nur so strotzt voller Farben, Formen und Alternativen. Er ist einzigartig, ähnlich dem Nyugi. Die Musik ist äußerst gut und zum tanzen geeignet. Man trifft so viele Leute aus den verschiedensten Ländern. Etwas Schade trotzdem, dass das Szimpla immer mehr eine Touristenattraktion wird und die Ungarn selbst kaum noch dorthin gehen. Aber hier ein paar Impressionen:

In Andenken an Fr. (Ihr wisst schon wer gemeint ist:D)

In Andenken an Fr. (Ihr wisst schon wer gemeint ist:D)


Na nu? Ein Fahrrad in der Kneipe im ,,Szimpla" selbstverständlich

Na nu? Ein Fahrrad an der Wand? in der Kneipe im ,,Szimpla“ selbstverständlich


Schwarzweißfilm gewünscht?

Schwarzweißfilm gewünscht?


Oder lieber viele kleine Bildschirme in Kombination mit bunten Lichterketten?

Oder lieber viele kleine Bildschirme in Kombination mit bunten Lichterketten?


Kunst

Kunst


Interessante Tierarten

Interessante Tierarten


Zeitungslampe

Zeitungslampe


Schnurrbärte...

Schnurrbärte…


Und ...Karotten.

Und …Karotten.

So, mit diesen bunten Bildern beende ich nun diesen 1.Teil und Blogeintrag über meine zweite Reise nach Budapest.

Bis bald!

Eure Lina

,,The Autumn leaves“…

Genießen des Herbstwetters mit meiner Deutsch-AG

Genießen des Herbstwetters mit Teilen meiner Deutsch-AG

The ,,Autumn leaves…“… So langsam wird es Winter, auch hier in Szeged.  Abends ist es schon vor 17 Uhr dunkel und es wird immer kälter oder wie einige Personen Zuhause sagen würden „Der Winter naht“;) … Doch wir, meine Deutsch AG und ich lassen uns davon nicht einschüchtern. Schon arbeiten wir an einem neuen Projekt, – einem Foto&Video Projekt über Szeged. Dafür haben wir uns in den letzten Tagen erstmal auf die Suche nach bedeutenden Denkmälern und Statuen Szegeds gemacht, um mit diesen zu posieren…

Wir sitzen doch irgendwir alle in ein und demselben Boot...

Wir sitzen doch irgendwie alle in ein und demselben Boot…

"I belive I can fly..."

„I belive I can fly…“

Ja und wer hätte es gedacht, aber wir hatten eine Menge Spaß dabei. Außerdem kam es zu einem kulturellen Austausch von Musik. Ich brachte ihnen den herbstlichen Kanon „Hejo spann den Wagen an“ bei und sie mir im Gegenzug ein ungarisches Volkslied:). Dies war ein toller Nachmittag und ich beschloss zudem eine Chor-Ag an der Schule zu machen. Schon bald werde ich meine Pläne in die Tat umsetzen.

,,The Autumn leaves…“- Dies ist einer meiner Lieblingsjazzstandarts. Jazz… davon bekomme ich hier in Szeged viel mit. Das Jazz Kocsma ist einer meiner Lieblingsorte hier in Szeged. Dort habe ich schon viele musikalische Menschen getroffen, wundervolle Musik gehört und kleinen Konzerten und Live-musik gelauscht und nicht zuletzt einige Kontakte und Freundschaften geschlossen. Kaum zu glauben über 2 Monate bin ich nun schon hier… Schwer fällt es mir zu verstehen, dass die Hälfte meiner Zeit hier schon bald vorbei ist. Aber man muss positiv bleiben. Und so genieße ich wirklich jeden Tag und folge dem Flow und vielleicht ein Stück weit der Mentalität der Ungarn. Die Freundlichkeit, Offenheit und Gastfreundschaft die mir hier jeden Tag geschenkt wird erlebe ich als ganz besonders. Ich habe mich verliebt in diese Stadt und Kultur und Orte der besonderen Art. Meine Leidenschaft kann ich hier tatsächlich fast jede Woche ausleben und auf einer Jamsession singen…

Hungarian Jamsession

Hungarian Jamsession

Zudem komme ich außerdem jede Woche in den Genuss wundervoller Musik zu lauschen- Live-musik. Letztes Wochenende wurde ich eingeladen mit nach Szang auf ein Volksfest zu fahren. Szang ist ein Dorf, in der Nähe Szegeds. Dort hatten Freunde von mir einen Auftritt auf der Bühne und ich hatte die Möglichkeit ungarische Volksmusik und Tänze mitzuerleben. Das war einfach nur beeindruckend! Diese Tänze sind sehr anstrengend und einzigartig.

Ungarische Volkstänze

Ungarische Volkstänze in Szang

Eine Woche später habe ich selbst versucht zu tanzen aber nun ja…Das hat nicht so  gut geklappt dé Semmi bai! 😀 Getanzt wird zu ungarische Volksmusik. Geigen, Kontrabass&Co sowie Gesangsparts sorgen für die nötige Stimmung, um das Tanzbein zu schwingen.

Volksmusik

Volksmusik in Szang

Wow…mehr fällt mir grade auch nicht mehr ein. Nächste Woche geht’s zum Zwischenseminar nach Budapest . 🙂 Örülök!

Weihnachten fahre ich aber mal kurz nach Hause. Ein Stück weit vermisse ich Aachen ja schon, auch wenn ich mich hier grade sehr wohl fühle!

Nagyon Nagyon Köszönöm!:)

Eure Lina

 

Meine Reise nach Serbien und ein ,,Wortshop“


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Serbien? Ja. Ich war auch in Serbien in den Herbstferien und zwar in Novi Sad. Das ist die zweitgrößte Stadt Serbiens. Dort habe ich den Kulturweitfreiwilligen Vincent besucht, der an einem Gymnasium in Novi-Sad arbeitet. Von meinen vielen Eindrücken muss ich Euch natürlich erzählen und auch davon, dass ich einen Poetry-slam workshop an der serbischen Schule gemacht habe und und und… aber erstmal langsam und der Reihe nach:).

Tag 1: Nachdem ich also nach meiner Reise nach Budapest voller Eindrücke zurück nach Szeged kam, ging es am Mittwoch, den 2.11. für mich weiter mit dem reisen. An einem regnerischen Nachmittag stieg ich in einen Bus Richtung Novi Sad. Dort bekam ich erstmal einen leichten Panikanfall, als klar wurde, dass ich die Busfahrt in Dinar (die ich bis dato noch nicht hatte) zahlen sollte und nicht in Forint. Jedoch hatte ich Glück und konnte an der Grenze schnell das Geld in Dinar tauschen:). Dank eines der englischen Sprache mächtigen Menschens war dies möglich. Die Fetzen ungarisch halfen mir nämlich auch nur bedingt weiter, da in Serbien nun mal serbisch gesprochen wird. Nach einer Fahrt mit langen Pausen, vielen Feldern, irgendwo durchs nirgendwo erreichte ich dann mit mindestens einer halben Stunde  Verspätung den Busbahnhof Novisads, wo ich bereits erwartet wurde:D20161103_132257

Zu meiner Freude wurde ich direkt am ersten Abend mit den kulinarischen Besonderheiten der Region vertraut gemacht, die da wären: ,,Fleisch, Fleisch, Fleisch“… naja zumindest hauptsächlich. Und so konnte ich diesen leckeren Burger verspeisen:

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Zu meiner noch größeren Freude aber bekam ich direkt am 1.Tag einiges von der Stadt mit. Novi-Sad hat einen besonderen Charm. Viele Passagen, Irish Pubs, und bunte Häuser zieren die Stadt. Hinzu kommt eine völlig andere Kultur, Währung und Sprache. Novi sad wurde 1999 fast vollkommen zerbombt. Dies macht sich an einigen Stellen bemerkbar. Doch es gibt auch Straßen wie diese….

,,Dunavska Straße"

,,Dunavska Straße“

Die Dunavska Straße ist eine der ältesten Straßen in Novi-Sad, einfach wunderschön…

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Tag 2 : Am Morgen des 2. Tages habe ich die Schule in Serbien besucht. Dies war sehr interessant, zum einen da das Gebäude sehr schön war, zum anderen aber auch, da ich eine mal etwas andere Athmosphäre und Schule mitbekam. Anders als an meiner Schule in Szeged werden die Schüler dort billingual unterrichtet, weswegen es nicht selten vorkommt, dass das Wort ,,Wasserstoffkreislauf“ aus dem Munde eines 9.Klässlers kommt, was mich anfangs etwas irritierte… Also einen Poetry Slam Workshop sollte und wollte ich leiten. Diese Aufgabe hatte besonders deswegen einen hohen Stellenwert, da der Schulleiter im nächsten Jahr ein internationales Poetry Slam Festival am Gymnasium in Novi-Sad veranstalten möchte. Somit sollte ich die Schüler in das Thema einführen. Das jedoch erfuhr ich erst währendessen ich nun diesen Workshop veranstaltete. Überhaupt hatte ich nicht besonders viel geplant und gedacht bloß vor einer Klasse zu sprechen. Als ich dann erfuhr, dass ich im großen Saal sprechen sollte, wurde ich eben ins kalte Wasser geschmissen. Doch mit Improvisationen und Spontanität kommt man weit;). Sehr weit, denn dies schaffte eine lockere Athmosphäre und weckte auch die Motivation der Schüler. Ich trug insgesamt zwei selbstgeschriebene Poetry Slam Texte vor und erklärte an einigen Beispielen wie sprachliche Bilder entstehen können und wie man sich so etwas zu nutze machen kann. Natürlich ließ ich Sie auch Fragen stellen. Außerdem spielte ich eine Art Spiel mit Ihnen in dem ich einen Satz sagte und sie versuchen ließ einen Reim oder passenden Satz dazu zu finden. So entstanden schnell einige Strophen. Die Schüler schrieben sogar selber Gedichte oder sogar Poetry Slam ähnliche Texte. Mir hat dieser Workshop großen Spaß gemacht! Bei eingen Textem musste ich schmunzeln und war erstaunt über diese kreativen Köpfe:

,,Warum mussen wir das machen?

Sie kommt aus Aachen.

Vieleicht ist die Mathe besser

Jemand gibt mir ein Messer.(xD)

Weil heute der Donnerstag ist.

Und du eine Schülerin bist

Sie möchte uns helfen

Dass wir Deutsch besser sprechen

Also Leute

Hört uns zu

Unternehmen wir etwas heute

Und viel Spaß haben wir dazu

Das Leben ist wichtig

Meine Wörter sind richtig

Ob ich dramatisch bin?

Oder fahre ich immer hin?

Dieses Lied hat viele Fehler

Aber bin ich kein Lehrer.“

                        ~ Milica Kovačić, Bojan Krak

Poetry Slam Workshop in Novi Sad. Danke an alle die mitgemacht haben! Ihr seid super! :)

Poetry Slam Workshop und Konversationsstunden mit Vincent und Schülern und Schülerinnen
in Novi Sad. Danke an alle die mitgemacht haben! Ihr seid super! 🙂

,,Kinder auf der Welt,

tuen gerne was ihnen gefällt

alle Kinder können zu uns kommen,

wenn sie wollen.

Novi Sad – wir sind hier

wollen sehen was passiert

wir sind lustig, haben kapiert,

dass wir alle unterschiedlich und doch gleich sind.

Jeder Mensch Rechte zu träumen wie ein Kind,

unser Leben verfliegt wie die Blätter im Wind.

Wie können wir weitergehen,

bei so vielen Ideen und Dingen,

die um die Welt geschehen?

Unser Leben ist ein Kreislauf:

Wasserstoff, Stickstoff und Aminosäuren.

In unserer Zelle kommen Poren.

Wir sind Streber und Streberinnen

Wir mögen unsere Lehrer und Lehrerinnen

Wir pauken alle viel

Für unser Ziel.“

~ Ana Mihaljevic, Filip Vasic, Iskra Srnka,        Ana Jakovljevic

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht! DANKE:)

Nach diesem ereignissreichen Vormittag wollte ich aber natürlich noch etwas von der Stadt sehen. Besonders berühmt in Novi-Sad ist diese ,,Festung“ auf der anderen Uferseite der Donau:

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mit diesem süßen Kichtürmchen:

Der ,,Uhrturm"

Der ,,Uhrturm“

Nach diesem Aufstieg waren wir sehr hungrig und so blieb uns nichts anderes übrig als bei einer Bäcker-/Konditorei halt zu machen und diesen köstlichen Kuchen zu uns zu nehmen:

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Sehr lecker was soll ich sagen: ,,Valah“(wie auch immer man das jetzt schreibt). Das bedeutet auf serbisch ,,Danke“. Abends gab es dann noch etwas in der Suppenküche von nebenan zu kosten. Eine gefüllte Paprika mit…. (Trommelwirbel…Ja richtig! Fleisch;D) und zum Nachtisch eine Art Apfelzimtgebäck vom feinsten…

Tag 3: Nun bekam ich aber Lust die Stadt auch mal auf eigene Faust zu erkunden. Da ich nicht sonderlich  motiviert war neben meinem ungarisch auch noch serbisch zu lernen (das eine ist schon schwer genug:D ) und der Kulturweitfreiwillige Novisads eh zum Sprachkurs musste, nutzte ich den Vormittag um ganz entspannt alleine die Stadt zu erkunden. Zuerst stolperte ich natürlich in einen Schallplattenladen aus dem ich erstaunlicherweise nach etwa 20 Minuten aber wieder herausfand, ohne etwas zu kaufen!  Da das Wetter wunderschön war an diesem Tag, beschloss ich nachdem ich durch zahlreiche Passagen geschlendert war, mich in der Nähe des Rathauses vor einem Café im Sonnenschein niederzulassen und mich mit einem Kaffee zu verwöhnen.

Das Rathaus von Novisad

Das Rathaus von Novisad

Mmm..was für ein Start in den Tag

Mmm..was für ein Start in den Tag:)

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Die ,,Marienkirche“

Außerdem traf ich, wie war es anders zu erwarten, auf Straßenmusiker. Einige spielten typisch serbische Musik. Jedenfalls musste ich mich zusammereißen meinen Weg fortzusetzen, nachdem ich ein Weilchen einem seht guten Gitarristen mein Gehör schenkte. Ich beschloss nun endlich auf den Markt zu gehen und mir dort Käse und Wurst zu kaufen, beides hatte ich im vorhinein schon gekostet. Der Markt in Novisad ist sehr gut! Bauern der Region verkaufen ihre frischen Produkte.

Markt ist jeden Morgen in Novisad

Markt ist jeden Morgen in Novisad

Für umgerechnet 10€ hatte ich dann 2 Würste und 3 verschiedene Käsesorten gekauft. Die Marktfrau meinte es wohl gut mit mir, denn sie packte zu jedem Stück noch etwas mehr zum probieren dazu…

Das Wetter sagte mir klar, dass ich auch noch einmal zum Donauufer gehen solle. Und so genoss ich die Sonnenstrahlen und den Herbsttag an der Donau.

Tanz in den Herbst...

Tanz in den Herbst…

Statuen am Donauufer

Statuen am Donauufer

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Hin und zurück ging ich durch den ,,Donaupark“.

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So hatte ich nun an einem Vormittag schon wahnsinnig viel gesehen. Zu Mittagessen wurde ich mit der Vielfalt Deutschlands konfrontiert, denn Vincent hatte ,,Wuchteln“ etwas typisch sächsisches Gericht gekocht. Mit vollem Magen ging ich am Nachmittag ein weiteres mal mit in die Schule. Dort führte Vincent Konversationsstunden mit den Schülern und auch ich genoss es sehr mich mit den serbischen Schüler und Schülerinnen zu unterhalten, gemeinsam kreativ zu sein und mich inspirieren zu lassen… Anschließend musste natürlich auch diese Stadt einmal am Abend begutachtet werden und so sah das ganze aus:

Brücke über der Donau

Brücke über der Donau

Wie hier zu sehen, zeigt sich Novi-Sad hier von einer modernen Seite. Im Rahmen der zukünftigen Kulturhauptstadt 2021 spiegeln sich bunte Lichter in der Donau. Kultur begegnet man auch Abends beim essen der leckeren serbischen Gerichte oder auf der Straße, wenn die sogenannten ,,Kafarnas“, Stehkneipen mit lauter Musik und tanzenden Menschen öffnen. Eine Stadt mit vielen Kontrasten, vielfältig und beeindruckend.

Am Samstagmorgen gegen 5Uhr ging es für mich wieder nach Szeged. (Ja später fuhr kein Bus:D)

Bedanken möchte ich mich bei dem Kulturweitfreiwilligen Novi Sads sowie bei der Schule an welcher er arbeitet. Es hat mir große Freude bereitet diesen Workshop zu leiten und zudem habe ich sehr viele neue Eindrücke gewonnen. Danke vielmals:)!

Bis bald!

Eure Lina

Meine Reise nach Budapest

img-20161101-wa0017,,Gyönyörű“ Das ist eins meiner neuen ungarischen Lieblingswörter und bedeutet so viel wie ,,wunderbar.“ Gyönyörű war mein kleiner Ausflug in die Hauptstadt Ungarns -Budapest….

Wie alles begann: Nun ja von der Zugfahrt und meinen Erwartungen und Plänen, falls denn vorhanden hatte ich Euch ja bereits erzählt, aber dass es dann wirklich sooo schön werden würde, hätte ich auch nicht gedacht.

Tag 1: Am ersten Tag kam ich also mit Gepäck am Bahnhof in Budapest an. Dort fand ich glücklicherweise ein Schließfach, wo ich meinen Rucksack bis Abends lassen konnte. So konnte ich bequem und vorerst ohne Plan (was sich daran bemerkbar machte, dass ich natürlich ersteinmal in die falsche Richtung gelaufen bin…) ganz in Ruhe und entspannt die Stadt erkunden. Nach einer Weile fand ich dann doch das ,,City Center“, einen Stadtplan und zu meiner mehr oder weniger Freude die Ersten Deutschen in Budapest… (na toll…immer diese Touristen). Doch bei Anblick der Gebäude in strahlendem Sonnenschein an der Donau spielte das nun auch keine Rolle mehr…

Die ,,Széchenyi lánchíd" ist eine der Brücken die Buda und Pest verbindet

Die ,,Széchenyi lánchíd“ ist eine der Brücken die Buda und Pest verbindet

Wie ihr vielleicht wisst, besteht Budapest aus Buda und Pest. In Pest bin ich angekommen und ueber die Uferseite inklusive Parlament zur Brücke gelaufen von dort hat man vielleicht eine schöne Aussicht.

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Eine noch schönere Aussicht hat man jedoch auf dem ,,Buda-Hügel“. Auf diesem befindet sich das ,,Buda-Castle“ und die Fischerbastei. Dort oben kann man es sich gut gehen lassen. Gemütliche kleine Gassen, Aussichtsterassen und Geschichten begleiten einen beim Aufstieg.

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Danke an die Unbekannte Person, die das Foto machte

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An meinem allersten Tag in Budapest bin ich somit sehr viel und lange durch die Stadt gelaufen und habe es einfach nur genossen auf eigene Faust alles zu erkunden.

Abends wurde ich dann netterweise von Boldi und Berti am Bahnhof abgeholt. Gemeinsam ließen wir meinen ersten Abend in Budapest ausklingen. Spät Abends machte ich dann noch Musik mit seinen Schwestern und Freunden bei ihm zuhause. Nagyon sźep! Ich fühlte mich gleich  wie zuhause und willkommen!


Tag 2: Glücklich und ein wenig stolz so spontan allein gereist zu sein, wachte ich am nächsten Tag gegen 9:00 Uhr auf. Mit Lunchpaket, einer handgeschriebenen Wegbeschreibung und geliehenem Schlüssel (hierfür tausend Dank!) studierte ich die Pläne der Metro und entschied mich dafür zum ,,Heroe Square“ zu fahren (der Touristenattraktion schlecht hin. Was solls..dachte ich mir). Aber ich fuhr nicht sofort zum Heldenplatz sondern entschied mich dafür den Weg wenigstens hin ein Stück zu laufen. Dabei entdeckte ich einiges…

Das Opernhaus

Das Opernhaus

Welches auch von Innen sehr prunkvoll zu sein schien

, welches auch von Innen sehr prunkvoll zu sein schien

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Einmal neben den Berühmten Komponisten Platz nehmen?

Einmal neben den Berühmten Komponisten Platz nehmen?

Vorbei an diesem freundlichen Herrn,

Vorbei an diesen freundlichen Herren….

 

,fand ich mich schließlich vor einem so schien es bedeutendem Menschen wieder

, fand ich mich schließlich vor einem so schien es bedeutendem Menschen wieder auf dem ,,Lizst Ferenc ter“

Von hier aus hatte ich immerhin fast die Hälfte meines Weges zurück gelegt. Nun traf ich aber auf ein weiteres Kunstwerk, welches mir so gut gefiel dass ich bestimmt 5 Minuten staunend davor stand…

Dieses Kunstwerk befand sich vor der Universität für Musik.

Dieses Kunstwerk befand sich vor der Universität für Musik…

Aber da ich ein Ziel vor Augen hatte, setzte ich meinen Weg fort.

Museum welches über vergangenen Terror berichtet und über den Freiheitskampf der Ungarn

Museum welches über vergangenen Terror berichtet und über den Freiheitskampf der Ungarn

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Am 23. Oktober 1956 gab es in Ungarn einen Volksaufstand beziehungsweise eine bürgerliche Revolution. Heutzutage ist dieser Tag ein wichtiger Feiertag in Ungarn. Auch in meiner Einsatzstelle gab es eine Feier an diesem Tag.

Nachdem ich mich also anhand der Geschichtstafeln, welche vor dem Museum aufgestellt waren, ein wenig weiterbilden konnte und einen Fußmarsch von 15min zurückgelegt hatte, erreichte ich dann endlich den Heldenplatz:

Ehrlich gesagt fühlte ich mich nach dieser Welle an Eindrücken auch wie ein Held, weswegen ich mich dann auch dort forografieren lassen musste...

Ehrlich gesagt fühlte ich mich nach dieser Welle an Eindrücken auch wie ein Held, weswegen ich mich dann auch dort forografieren lassen musste…

Heldenplatz

Heldenplatz

Könige über Könige über Könige....

Könige über Könige über Könige….

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Ja schon beeindruckend wenn man zu all diesen ,,Helden“ aufblickt. Direkt hinter dem Heldenplatz lag jedoch ein Park. Ein sehr schöner Park. Im herbstlichen Glanze sah dieser auch verlockend aus und ich genoss den blauen Himmel, die Sonne und den Vormittag im Grünen.

Buntbemalte Bänke am Wegesrand

Buntbemalte Bänke am Wegesrand

Herbstfarben

Herbstfarben

Springbrunnen

Springbrunnen

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch diese wunderschöne Grünanlage kam ich noch an einem Schloss vorbei und einer kleinen Kapelle. Sowie weiteren zahlreichen Statuen und Denkmälern für die Ungarn berühmt zu sein scheint…

Im Nachmittag war ich dann wieder im Zentrum der Stadt an der Donau. Dort beschloss ich vorerst noch die hochangepriesene Gulaschsuppe zu testen, die ,,finom“ schmeckte,

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und anschließend dann die Lichter der Stadt vom ,,Buda Hügel“ und von der Mitte des ,,Gillart Hügels“ aus zu genießen.

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Außerdem machte ich mich zu einem sehr berühmten alternativen kreativen Pub auf, dem ,,Szimpla“. Dann fuhr ich wieder zu meiner Bleibe mit einem Haufen an neuen Eindrücken und das war nur der zweite Tag!


Tag 3: An diesem Morgen des dritten Tages machte ich mich etwas später auf den Weg nach Budapest Stadt, was zum einen daran lag, dass ich  noch beim kochen geholfen habe und gaaanz in Ruhe gefrühstückt und gegessen und mich von Boldi und seiner Familie 🙂 verabschiedete. Solch freundliche offenherzige und gastfreundliche Menschen findet man nicht jeden Tag und Dankbarkeit erfüllte mich, als ich dann wieder in der Metro saß.

Gegen 14:00 Uhr kam ich an, aber diesmal wieder mit Gepäck. Ein langer Tag lag vor mir, denn ich traf mich mit Angelo und Elisabetta und einer Freundin von Ihr.
Gemeinsam liefen wir durch Budapest.

Schöne gelbe alte Straßenbahnen

Schöne gelbe alte Straßenbahnen

Auch in der Abendsonne schön

Auch in der Abendsonne schön

Den Blick in die Ferne schweifen lassen...

Den Blick in die Ferne schweifen lassen…

Wir tranken einen Kaffee zusammen und aßen gemeinsam in einem Restaurant feierten dann die Nacht durch, weil wir auf eine Erasmus Halloweenparty gingen und fanden uns schließlich um 5 Uhr morgens im Zug nach Szeged vor, hellwach selbstverständlich.

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Das war wirklich eine tolle Zeit! Ich danke allen die das ermöglicht haben, vor allem Boldi und Elisabetta ohne die ich diese Reise vermutlich garnicht erst unternommen hätte!

Nagyon Köszönöm!

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Auf der ,,Fischerbastei“ (Budahügel)

Hier fehlen noch einige Fotos die ich schon bald ergänzen werde. Es tut mir leid, dass dieser Beitrag so spät erscheint. Ich werde versuchen auch bald von meiner Reise nach Serbien und den letzten Tagen zu erzählen, aber immoment arbeite ich an sehr vielen unterschiedlichen Dingen und Projekten, weswegen ab und zu einfach die Zeit zum berichten fehlt.

Liebe Grüße. Ich denke viel an Euch!♡

Eure Lina

My Journey

Ratet mal wo ich gerade bin?

Ich bin im Zug nach Budapest. Ja richtig gehört;) Da ich nun das Wochenende plus eine Woche Herbstferien habe muss ich ja schließlich die Zeit nutzen um zu reisen… Reisen um neue Städte und Orte zu sehen und Menschen zu treffen die man vorher nie getroffen hat, um sich irgendwie dabei auch selbst zu finden….

Backpacking

Backpackingrucksack (passt alles rein)

Einen Plan den habe ich nicht wirklich. Unverhofft kommt oft. Gestern habe ich zum Glück eine Person gefunden die ich kenne, bei welcher ich mich im Zimmer der Schwester, die verreist ist einquartieren kann. Also Ihr könnt beruihgt sein! Ich werde nicht unter der Brücke schlafen! Außerdem habe ich in Gedanken an Mama und Omis zahlreichen Proviant dabei, weswegen ich auch nicht verhungern werde!

So wo nun die gesamste Verwandtschaft beruihgt ist werde ich Euch von meinen schon gemachten Plänen, die es dann doch gibt erzählen:) Heute werde ich gegen Mittag am Bahnhof in Budapest ankommen. Bis heute Abend, wenn ich mich zu meiner Bleibe aufmache,  habe ich Zeit für ein bisschen Sightseeing und Trinken eines Kavés in einem Café sowie ganz entspannt auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Morgen werde ich auch irgendetwas machen. Budapest ist groß und so werde ich gewiss ein Programm für diesen Tag finden.

Montagmorgen kommt dann Elisabetta, meine Zimmernachbarin mit Ihrer Freundin, die aus Litauen zu Besuch ist nach Budapest. Dort werden wir gemeinsam den Tag verbringen bei so hoffe ich gutem Wetter. Abends werden wir zu einer grossen Halloween-party gehen und dann Dienstagmorgen früh den Zug zurück nach Hause nehmen…

Für Halloween haben wir gestern sogar schon einen Kürbis geschnitzt und selber Suppe gemacht und gegessen! 🙂

Gruselt Ihr Euch auch schon so?

Gruselt Ihr Euch auch schon so?

Pumkinsoup

Pumpkinsoup

Den perfekten Platz haben wir auch gefunden:)

Den perfekten Platz haben wir auch gefunden auf unserer Terasse 🙂

Am Sagvarí Gymnasium ist auch viel passiert in der letzen Woche. Aber darüber werde ich Euch dann später berichten Ihr werdet sicher verstehen, dass ich statt auf mein Handy nun auch mal aus dem Fenster schauen möchte…

Also ich werde Euch über meine Eindrücke in Budapest erzählen und auch über Novi-Sad (Serbien), wo ich nächste Woche einen anderen Kulturweitfreiwilligen besuchen werde. Überhaupt ist es so, dass ich in meinem Blog immer nur Bruchstücke dessen erzählen kann, was ich alles sehe und erlebe! Auch die Rechtschreibung, Zeichensetzung leidet wahrscheinlich bei meinen Einträgen und ich bitte dies zu entschuldigen! Keine Frage. Ich bin sehr froh hier zu sein. Boldog vagyok! 🙂

Danke für Eure Aufmerksamkeit und das Lesen!

Szép Hetvéget!

Eure Lina

Das Sahnehäubchen

Endlich komme ich dazu wieder zu schreiben. Wieder einmal sammelt sich in meinem Kopf ein gewaltiges Sammelsorium von Ereignissen verschiedener Art an, sodass ich doch einiges niederschreiben muss und Euch mitteilen will.

Dieses Wochenende fing damit an, dass ich Freitagabend bei einem Abendspaziergang in eine Kneipe namens ,,Millenium“ stolperte, da ich von weitem musikalische Schwingungen vernahm. Wobei handelte es sich denn nun bei diesen genau? Ich will es Euch erklären: Während ich draussen mit meinem Regenschirm vermutlich einen Regentanz auffuehrte (da ich wie Ihr wisst bei Musik nicht still bleiben kann ;)), blickte ich in das Fenster dieses misteriösen Ambientes hinein. Und was ich dort sah, nachdem ich ohne groß nachzudenken von meinen Gefühlen geleitet, eintrat? Eine lebensfrohe Sängerin, ein Schlagzeuger, einen Gitaristen und einen Hornisten. „Goodcampus“- so hieß diese Band. Der Abend der aufgrund der Wetterlage anfangs noch so trist erschien war gerettet.


Der darauffolgende Tag war nicht weniger magisch, denn es wurden Muffins gebacken. Nicht irgendwelche Muffins! Nein- Schoko-muffins. Am Samstagmorgen gegen 11 Uhr kamen mich 5 Schülerinnen des Ságvári Gymnasiums aus meiner Deutsch-Ag in meiner Wohnung besuchen. Unser Projekt:

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So wurde es zumindest auf Snapchat verewigt.

Gemeinsam machten wir uns zuersteinmal auf den Weg um einkaufen zu gehen. Wieder zu Hause angelangt wurde dann fleißig gerührt und gearbeitet:

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Da jeder mit anpackte, dauerte es garnicht lange und wir hatten bald schon den Teig fertig.

Mhmmm... sieht das gut aus. Vor allem das Schokostückchen in der Mitte oder?

Mhmmm… sieht das gut aus. Vor allem das Schokostückchen in der Mitte oder?

Aber jetzt mal ehrlich. Bei aller Arbeit darf natürlich der Spaß nicht fehlen;)

und so hatten nach kurzer Zeit alle ein Tüpfelchen Sahne auf der Nase..

und so hatten nach kurzer Zeit alle ein Tüpfelchen Sahne auf der Nase…

Aber das seit Ihr schließlich selber schuld.:p Was soll ich schon machen, wenn mir dieses Geschenk gemacht wird: 20161022_122303

Okay, um wieder seriös und ernsthafter zu berichten: Nach kurzer Zeit war die Tat vollbracht. Überall in der Wohnung roch es nach Schokolade… ein Traum, wie man sich denken kann.

Fertig gebacken. Finom! Nagyon Jó;)

Fertig gebacken. Finom! Nagyon Jó;)

Sehr schnell waren die kleinen putzigen Muffins verputzt. Trotz sich langsam anschleichender Müdigkeit halfen alle mit die Küche wieder in den „ursprünglichen Zustand zu versetzen“. (Ja eine Person zu Hause müsste an dieser Stelle schmunzeln 😉 ). Erstaunlich war mit wie viel Motivation die Schülerinnen am Werk waren. Eh ich mich versah war alles blitzeblank und poliert, sogar gespült. Ein großes Lob!

Eine Deutsch-Ag wäre keine Deutsch Ag wenn kein Deutsch gesprochen werden würde, natürlich haben wir uns während des arbeitens auch unterhalten und deutsche Musik gehört.

Ausserdem habe ich den Schülerinnen etwas zu meiner Heimatstadt Aachen erzählt und gezeigt, was ich kommende Woche auch im Untericht machen werde. Ein paar verbliebene Printen wurden verkostet falls noch Platz für diese blieb nach vernaschen der Muffins und ich konnte es mir nicht nehmen lassen Ihnen auch noch ein ,,Loriot“-scatch zu zeigen. Also wenn wir schon bei deutscher Kultur sind…

Also langweilig schien es jedenfalls nicht zu sein

Langweilig schien es jedenfalls nicht zu sein 😉

Als wir uns mit geteiltem Schokoglück verabschiedeten war klar, dass dieser Tag schon einmal sehr gut angefangen hatte:)!

Nagyon Köszönöm!


Aber damit nicht genug. Schließlich hat ein Tag 24 Stunden, oder? Na dann! Als ich mich Zuhause wieder alleine vorfand, wendete ich mich erst einmal 1-2 Stunden dem arbeiten zu. Anschließend empfing ich von einem Freund die Nachricht, dass es in dem veganen Laden gegenüber meiner Wohnung Essen umsonst gäbe. Na dann! Nichts wie dahin…. „Green Fusion“ ein kunterbunter Laden mit kunterbunten Menschen. Ich selbst bin kein Veganer. Trotzdem war es interessant etwas anderes zu probieren und warzunehmen. Das Essen war nichtmal schlecht ganz im Gegenteil.

Wie ein kleines Sahnehäubchen- denn ohne vorher auch nur daran gedacht zu haben, traf ich einen Schlagzeuger mit Klangschalen im Gepäck, der mir die alte ungarische Schrift versuchte zu lehren (hier ein Foto der Hyroglyphen):

Was das heißt verrate ich Euch nicht.

Was das heißt verrate ich Euch nicht.

,eine Künstlerinnen, deren Notizbuch ich am liebsten mitgenommen hätte aufgrund der schönen Zeichnungen darin und eine Sängerin sowie einige weitere inspirirende Persönlichkeiten… Wie verrückt das Leben manchmal doch ist.

Die Sängerin erzählte von ihrem Lehrer, der am Abend Jazzgitarre spielen würde auf einem Konzert im „Grand Café“. Mehr dazu später… Es wurde ein Vortrag über Veganismus gehalten von dem ich leider (k)ein Wörtchen verstand aufgrund meiner leider immernoch nicht vollständig ausgereiften ungarisch Kentnisse.

Aber das war auch nicht schlimm denn einer meiner hier neu gewonnen Freunde machte dem Vorschlag einen ,,SlamJam“ in Szeged aufzusuchen. Poetry Slam- Ja, das klingt doch vielversprechend und ich willigte ein. Jedoch vergas ich leider, dass dieser nunmal ausschließlich auf ungarisch stattfinden würde. Zudem wollte ich ja auch auf das Konzert gehen und es kam zu einer Planänderung, da beschlossen wurde sich vorerst im ,,Nyugi“ niederzulassen.

Das Nyugi ist eine Kneipe gegenüber der Bibliothek hier in Szeged. Bunte gemütliche Sofas, Wandmalereien, Streetart, Kunst auf allen Ebenen, Bilder und Fotos schmücken diese. Hier ein paar Impressionen: https://vimeo.com/1820161022_002455img-20161002-wa0051

Außenbereich vom ,,Nyugi"

Außenbereich vom ,,Nyugi“

Viele junge Menschen finden sich hier an vielen Abenden vorwiegend am Wochenende ein. Solch einen Ort habe ich noch nie gesehen. Als wäre das nicht genug, so gibt es dort tatsächlich auch Live-music und wie ich vernahm nächste Woche eine Jamsession:)! Nun als ich dort mit einigen Freunden, wie eben erwähnt war, spielte gerade eine Band guten ,,Rock’n roll“…

Wie ihr merkt gibt es sehr viele Möglichkeiten, Plätze und Orte in Szeged um Kultur zu genießen und zu erleben! #Szegedszép

Das wurde mir vor allem klar als ich gegen 22:00 Uhr das Konzert des oben erwähnten Lehrer der Sängerin und Gitarristen besuchte. Was mich dort erwartete, war etwas vollkommen anderes als was ich erwartet hatte. Es war ein Konzert. Jedoch wurde dort kein Jazz gespielt sondern experimentelle Musik. Dazu verwendeten die drei Musiker in Anzug und Krawatte nicht nur einen Fahrradreifen sondern auch einen Eierschäler sowie eine Trommel und eine Gitarre, die sie jedoch nicht in herkömmlicher Art spielten. Das ganze wurde mit Drumset und elekronischer Musik kombiniert. Ja und eine Bierdose eignet sich doch super zum Gitarre spielen oder etwa nicht?

"Monofog" (Bandname) experimentelle Musik

„Monofog“ (Bandname) experimentelle Musik

Das ganze klingt ganz schön schräg und das war es auch. Aber im positiven Sinne. Auf der Bühne wurde improvisiert. Kein Klang vorher genauestens erprobt, Kein Leedsheet dass den Musikern sagt was zu tun ist- genau das ist es was mich an der Musik so reizt. Und ob ihr das jetzt glaubt oder nicht? So etwas habe ich zuvor noch nie gehört und es war nicht schlecht sondern eher athemberaubend. Wahnsinn was alles möglich ist, ob in der Musik oder an einem Tag oder in ein paar Monaten. Ich bin dankbar für all die vielen Eindrücke!

Und wenn dann noch Eure italienische Zimmernachbarin nach Ihrer langen Reise in Ihre Heimat nach Hause kommt mit einem Lächeln im Gesicht, weil Ihr Pasta für sie gekocht habt und sie dann sagt „Thank you for cooking. It’s very good!“ , Ja dann ist das doch wirklich das Sahnehäubchen!

Danke, dass Ihr diesen nun wirklich längeren Beitrag gelesen habt! Ich habe versucht vieles so anschaulich wie möglich zu beschreiben. Könnt Ihr Euch vorstellen dass ich Euch ,,nur“ von Freitagabend und Samstag erzählt habe. Ich auch nicht. So Ihr Lieben, macht’s gut!

Örülök! Sziasztok! Bis bald:)