Kultur(&)weit(er)?

Sziasztok! Noch gut drei Tage bin ich hier in Szeged und ich finde es ist an der Zeit sich mal wieder mit einem Blogeintrag zu melden! Was aber habe ich zu sagen, nach sechs Monaten Erfahrung, Eindrücken und Impressionen in Südungarn in Szeged? Diese Frage zu beantworten ist garnicht so einfach, denn mir fehlen die Worte. Ich bin traurig, denn ich will hier ja eigentlich garnicht weg. „Otthon vagyok“. Szeged ist jetzt auch mein Zuhause geworden. Aber ich bin auch glücklich weil ich eine so große Dankbarkeit empfinde für Alles was ich hier erleben durfte aber vor allem auch für die Menschen denen ich begegnet bin…Ihr merkt schon: Diese Zeit war für mich ganz besonders. So besonders, dass mir jetzt die Worte fehlen! –

Fußstapfen im Schnee, Flussufer der Theiß

All die kleinen Abschiede: Das letzte mal Ungarisch Stunde, das letzte mal die Schüler die mir so ans Herz gewachsen sind sehen, das letzte mal Gitarrenunterricht haben, das letzte mal Yogastunde, das letzte mal Deutsch AG, das letzte mal Chor Ag, das letzte mal die engsten Freunde treffen die einem so wichtig geworden sind, das letzte mal das Lieblingscafé aufsuchen, das letzte mal an der Theiß entlang laufen, das letzte mal im Lehrerzimmer, das letzte mal Straßenmusik und so weiter…), jeden Tag sind nicht einfach… aber das leben geht ja auch weiter!

Klauszal tér

Und WIE geht es jetzt weiter?

Dank diesem halben Jahr habe ich vieles erlebt und auch gelernt: Eine neue Sprache, ein neues Instrument aber auch mehr über andere Menschen, Kulturen und mich selbst. Ich habe gelernt, dass man sich selbst und Dingen Zeit geben muss und dass ich letzendlich nichts von der großen weiten Welt weiß aber ich habe auch gemerkt was mir wichtig ist, was ich mir wünsche und wofür mein Herz nach wievor brennt. Die Leidenschaft leben, dass man alleine reisen kann und Freiheiten genießen kann, tun was man mag, erachte ich als ein Privileg für das ich sehr dankbar bin und ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist!

Kuppel der Synagoge von Szeged

Beruflich möchte ich mich gerne kreativ ausleben, unter Menschen sein und am liebsten im Bereich Kultur und Musik arbeiten. Eigentlich wusste ich das ja schon vorher aber erst jetzt bin ich mir im Hinblick aufs Studium ziemlich sicher, was ich studieren will. Dieses Selbstbewusstsein, dass sich während der Zeit hier in Szeged entwickelt hat, habe ich nicht zuletzt einzelnen besonderen Menschen zu verdanken die mir in so vielen unterschiedlichen Situationen entgegengekommen sind! Das man seine Träume nicht ignorieren muss und Dinge einfach tun sollte, damit sie wahr werden ist eine Erkenntniss die einen unglaublich glücklich sein lässt. Ja verdammt! Ich hatte wahnsinniges Glück. Hier in Szeged- in der Stadt an der Sonne gelandet zu sein. In einer Stadt die mir so vieles gezeigt hat und ermöglicht! „Szeged Szeretlek“ und Du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben, denn diese Zeit kann und will ich nicht vergessen:)!

 

Kaum zu glauben, aber tatsächlich bin ich dann diese Woche schon wieder in Berlin auf dem Nachbereitungsseminar. Ich erhoffe mir ein bisschen Ruhe zu finden und freue mich aber auch wahnsinnig auf diesen kulturellen Austausch mit den anderen Freiwilligen! Ich freue mich darauf die Flaschenpost auszugraben und meinem früheren Ich schmunzelnd zuzuzwinkern…

Ohne zu wissen was passiert ohne Sprachkenntniss aufzubrechen um dann so eine intensive Erfahrung in 6 Monaten zu machen, das kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen.

Es tut sehr gut mal über den Tellerrand zu gucken. Und ich freue mich schon Zuhause in Aachen auf diesem Teller meiner Familie eine frisch gekochte Gulaschsuppe nach Szegediner Art zu servieren. Ja auch Aachen wird noch existieren nach diesen sechs Monaten und ich hoffe Euch dann noch mehr über meine Zeit in Ungarn zu erzählen und einige Blogeinträge nachträglich zu schreiben.

Und es ist ja nicht so als würde mir dann Zuhause langweilig denn auch dort wartet Arbeit auf mich und es wird nicht leicht Dinge loszulassen. Aber das Tolle ist doch, dass man auch wieder zurückkommen kann und außerdem soll man doch gehen wenn es am schönsten ist…

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“

Indemsinne noch einmal:

Danke!

NAGYON KÖSZÖNÖM A EMBER SZEGEDEN! DANKE AN KULTURWEIT UND DANKE AN MEINE FAMILIE!

Visontlátásra!!! :*♡

 

 

 

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