Goodbyes & Hellos

12000 km, 15 Flugstunden, 4 Zeitstunden und ein Ozean trennen mich von dem Hier & Jetzt und meinem „alten Leben“, das ich bis vor drei Tagen geführt habe.

Ich bin angekommen. In dieser neuen, riesigen, lebendigen, hippen Stadt. Absolute Reizüberflutung, aber im positiven Sinne. Aufregend, Step by Step mein neues Zuhause zu entdecken. Großstadt und trotzdem grüner als gedacht. Südamerika und trotzdem europäischer geprägt als erwartet. Starbucks an jeder Ecke. Palmen am Straßenrand, strahlender Sonnenschein und dauerhaft blauer Himmel, ich kann es noch gar nicht so richtig fassen. Pure Lebensfreude, die diese Stadt und die Menschen hier ausstrahlen. Und von der ich direkt angesteckt werde. Von allem & jedem mache ich Fotos, noch bin ich eher Tourist in meiner neuen Stadt.

Nach einem sehr emotionalen Abschied am Flughafen, vielen Tränen, umsteigen in London, meinem ersten Sonnenaufgang auf der Südhalbkugel aus dem Flugzeug und der ersten Andenüberquerung, bin ich dann also am Montagmorgen in Santiago angekommen. Vom Flughafen direkt zum Vorbereitungsseminar, Begrüßung in der deutschen Botschaft, der erste Abend in einer supercoolen Bar mit einer großen Gruppe aus „alten“ und „neuen“ Freiwilligen, 40 Stunden auf den Beinen, wow. Die erste Fahrt in der viel zu überfüllten Metro, das erste Mini-Erdbeben, Umzug vom Hostel in die Übergangs-Airbnb-Wohnung, Sushi to go auf einer Parkbank, der erste Pisco Sour, Großstadtfeeling. Eindrücke über Eindrücke, ich kann das alles noch gar nicht so richtig ordnen. Schon jetzt liebe ich diese Stadt.

Heute die ersten Erkundungen auf eigene Faust, stolz, sich schon gut zurechtzufinden. Ich weiß jetzt, wie das mit der Metro funktioniert, eigentlich gar nicht schwer. Aber noch viel schöner, die Stadt zu erlaufen. Viele tolle Viertel. Schöne Straßen. Überall Straßencafés. Innenhöfe. Bars. Restaurants. Clubs. Märkte. Obststände. Streetart. Streetfood. Straßenmusiker. Parks. An jeder Ecke irgendwas Tolles zu entdecken. Die To-Do-Liste wird länger und länger, wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht. Vorfreude. Enthusiasmus. Am Abend deutsch-chilenischer-Stammtisch, den es einmal im Monat gibt. Getrunken wird Sangria und deutsches Bier. Viele neue Leute, viele neue Kontakte, viele neue Handynummern, viele neue Whatsappgruppen. Auf die Goodbyes in Deutschland folgen Hellos hier.

Mein Leben hier beginnt sich aufzubauen. Chilenische Simkarte ist gekauft, Mitgliedschaft im Fitnessstudio ist abgeschlossen, WG-Suche läuft. In unserer Kulturweit-Santiago-Whatsapp-Gruppe werden schon fleißig gemeinsame Pläne fürs Wochenende geschmiedet. Morgen ist das erste Kennenlernen an der Schule, bevor dann nächsten Montag die Arbeit und der Alltag richtig losgehen. Angekommen bin ich, das Einleben beginnt jetzt. Meine Motivation, endlich Spanisch zu lernen, ist riesig.

Noch bin ich nicht zur Ruhe gekommen, noch hatte ich keine Zeit die ganzen neuen Eindrücke zu verarbeitet, noch ist alles einfach nur aufregend. Dafür brauche ich wohl noch ein paar Tage. Mit der Alltagsroutine kommt dann auch die Normalität. Natürlich habe ich bis jetzt nur die schönen Ecken der Stadt gesehen. Und natürlich gibt es noch so so so viel mehr zu entdecken.

 

 

3 Comments

  1. Katja

    Liebe Lea
    Das klingt alles wunderbar. Geniesse die aufregende Zeit. Ea macht viel Spaß deine Zeilen zu lesen und zu fühlen mit welcher Begeisterung du neues Land erforschst. Toll. 
    Bis bald wieder 
    Alles liebe Katja 

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