World Press Freedom Day

Mai ist der Monat der vielen Aufgaben. Nach einem entspannten Feiertag stand direkt das erste große Event an – der World Press Freedom Day. Der internationale Tag der Pressefreiheit wird überall auf der Welt gefeiert, doch das Hauptevent fand dieses Jahr in Accra statt. Und ich durfte bei den Feierlichkeiten am 02. und 03. Mai mit dabei sein.

Morgens musste ich erst einmal zur Registrierung. Mit meinem DW Akademie Batch hatte ich dann Zugang zu allen Veranstaltungen an beiden Tagen. Und mir wurde auch die Freiheit gelassen, was ich denn besuchen möchte. Also ging ich morgens zur großen Eröffnung und danach zur Diskussion „Media Under Fire: What Are the New Challenges to Press Freedom 27 Years After the Windhoek Declaration?“

Aber natürlich wurde ich nicht zum WPFD mitgenommen, um mir nur die Diskussionen anderer anzusehen. Die DW Akademie organisierte eine Plenumsdiskussion zum Thema „Does online speech need regulation or self-regulation?“. Ich wurde dazu beauftragt Fotos von der Vorbereitung und der eigentlichen Diskussion zu machen, sowie meine persönliche Einschätzung abzugeben. Also habe ich mir meine Kamera geschnappt (die dann auch endlich mal zum Einsatz kam) und habe Bilder ohne Ende geknipst. Die sind immerhin am Ende im Intranet der Deutschen Welle gelandet.

Der Folgetag war leider nur sehr üppig besucht. Ich habe an zwei weiteren Plenumsdiskussionen teilgenommen und bin danach zurück ins Büro gefahren, wo in der Zeit etwas Arbeit liegengeblieben ist. Abends bin ich dann noch mit Elly, einer Mitarbeiterin des Partners Media Foundation for West Africa, zum Closing Dinner gegangen. Das komplette Dinner war ein Invitation-only-Event und wurde von Al Jazeera gesponsort. Ich hatte überraschenderweise eine Einladung bekommen und konnte mir das Event dann natürlich auch nicht entgehen lassen 😉In den zwei Tagen wurde viel diskutiert. Vor allem ging es um Medien und Korruption und die Schwierigkeiten, die Journalisten heutzutage ausgesetzt sind. Eingesperrte oder getötete Journalisten wurden mehrfach in den Reden geehrt und die Wichtigkeit des Journalismus und der Pressefreiheit betont. Unter Anderem trafen wir die „Wahrheitskämpfer“, eine Gruppe Künstler aus Deutschland, die anhand von Portraits gefallene und eingesperrte Journalisten durch ihre Kunst ehren und damit auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam machen wollen. Dass Journalisten in einigen Ländern der Welt weggesperrt, oder sogar umgebracht werden, nur weil sie ihre Arbeit erledigen, habe ich persönlich als das meist diskutierte Thema in diesem Jahr wahrgenommen. Gefolgt von den Angriffen auf Journalisten, wenn sie über gewisse Veranstaltungen berichten möchten. Und auch wenn Deutschland im Ranking der Pressefreiheit relativ weit oben mit dabei ist und Ghana ein Vorzeigeland für Pressefreiheit in Afrika ist, so merkt man doch immer mehr, dass da noch viel Luft nach oben ist.

 

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